Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 10.11.1886
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1886-11-10
- Erscheinungsdatum
- 10.11.1886
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Saxonica
- Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-18861110
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-188611109
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-18861110
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1886
- Monat1886-11
- Tag1886-11-10
- Monat1886-11
- Jahr1886
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
Biographieen. Man vermißt die Anführung biographischer Sammelwerke, z. B. der »Allg. dtschn. Biographie« und Wnrzbachs »Biograph Lexikon v. Österreich«. Eucyklopädieen. Trennung der allgemeinen von den Special- Encyklopädieen dürfte sich empfehlen. Erziehungs- und Unterrichtslehre. Es fehlt ein Hin weis auf Pädagogik. Noch immer erwähnenswert wären wohl Niemeyers »Grundsätze der Erziehung und des Unter richts«. Gedichte und Epen wären zu scheiden. Den letzteren wäre Hirsch' unter Romane geratenes »Ännchen von Tharau« beizugesellen. Geschichte, allgem., ist auch unter Weltgeschichte vertreten. Gesundheitspflege. Anführung verdienten wohl Hartmanns »Glückseligkeitslehre« (ein rein hygienisches Werk) und Vogels »Lebenskunst.« Glasmalerei (neuerdings sehr bebaut) fehlt, während z. B. Holzmalerei und Majolikamalerei vertreten sind. Grammatiken, ausländische, sind leider etwas dürftig be dacht. Ein Hinweis aus »Unterrichtsbriefe« um so mehr geboten. Bei Handelswissenschaft ist besonders auf »Kaufmanns bildung « hinzuweisen. Hühnerzucht verdient einen Hinweis auf »Geflügelzucht«. Kunst, religiöse, ist vertreten, aber keine weltliche im all gemeinen, außer Geschichte, Baukunst, Malerei, Säulen ordnungen. Medizin, nur gerichtliche und Geschichte vertreten. Es wäre namentlich hinzuweisen auf Anatomie, Chirurgie, Pathologie und Therapie, Physiologie. Philologie und Sprachwissenschaft sind noch unver- treten. Rechenunterricht fehlt, während Kopfrechnen vertreten ist. Rechtswissenschaft. Es ist auf die einzelnen Materien ver wiesen. Mindestens hätte aber wohl Holtzendorffs Ency- klopädie hier angeführt werden müssen. — Auch Rechts geschichte ist nicht vertreten. Theologie. Es sind nur vier Lexika aufgeführt. Man vermißt Hagenbachs Encyklopädie und Hinweise auf Dogmatik, Ethik rc. rc. Zeichenvorlagen fehlen. Daß untergeordnete Fächer wie Blumensprache, Traum bücher rc. nicht besonders bedacht sind, wird man kaum als Mangel betrachten können. Aloiitr l'oilks, ^6re88knle1t kür ävn Lnoü-, Xuv8t-, Nusilralionbanäsl unä vervanäts OssolläktsrvesiAs äsr östsr- rsiobisoll-unZarisobsllNonarobis w. s. rlnb.: Ost.-nnA. AsitanZs- ^ckreObnob. 1886. XXI. llallrA. ^-l. ll. Lilcln. v. 0. Lo^sr. IViso, N. Bsrles. §r. 8". VIII, 231 8. Imrväbä. 5 In gleich gediegener Bearbeitung und Ausstattung wie die früheren Jahrgänge wurde auch der einundzwanzigste Jahrgang des österreichischen Adreßbuches ausgegeben. Der als Einleitung gegebenen »Statistischen Übersicht« ent nehmen wir namentlich folgende Notizen. Es befassen sich in 418 Städten 1332 Firmen mit Buchhandel und nahe verwandten Zweigen. Von diesen sind 994 in Wien, Budapest oder Prag durch einen Kommissionär vertreten, während 338 Firmen nur direkt oder über Leipzig verkehren. Ausschließlich Buchhandel betreiben 1165 Firmen, und zwar 950 Sortiments-, 93 Antiquar-, 210 Vertagshandel. Kunst- und Landkartenhandel sind durch 606, Leihbibliotheken durch 227, Musikalienhandel ist durch 555, Kolportagehandel durch 158 Firmen vertreten. Das Adreßbuch führt außerdem 802 Buchdruckereien, 338 lithographische Anstalten, 36 Schriftgießereien, 40 xylographische, 9 chemigraphische Anstalten und 188 Papierfabriken auf. Vereins- und Kommissionswesen, sowie die österreichische Buchhändler-Geographie finden wie bisher gebührende Berück sichtigung. Das Zeitungs-Adreßbuch führt 1186 der wichtigsten Journale auf, von denen 800 in deutscher, 142 in czechischer, 127 in un garischer, 44 in polnischer und 73 in anderen Sprachen erscheinen. Mehr als die Hälfte dieser Zeitschriften erscheint in Wien, Buda pest, Prag; in Wien allein erscheinen 464 Zeitschriften. Vermischtes. Vom Postwesen. — Briefmarken für die deutschen Kolonien iu Afrika. — Die Ober-Postdireklion wird, wie ein Berichterstatter wissen will, am 1. Januar 1887 die neuen Briefmarken für die afrikanischen Kolonieen und Samoa in Verkehr bringen. Dieselben sind in der gleichen Farbe und Wertbezeichnung wie die deutschen Marken hergestellt und tragen nur oben den Vermerk »Kolonie des Deutschen Reiches«, unten »Afrika« oder »Samoa«. Verbots-Aufhebung. — Wie der »Reichsanzeiger« be kannt macht, war die Reichskommission, welche über die beanstande ten, von Landespolizeibehörden verfügten Verbote auf Grund des Socialistengesetzes zu entscheiden hat, am 29. v. M. in der Lage, das von der k. Regierung zu Schleswig erlassene Verbot des Flugblattes »An die Rcichstagswähler des Herzogthums Lauen burg« und drei vom hessischen Kreisamt zu Offenbach erlassene Verbote des dortigen »Tageblatts«, »Abendblatts« und »Lokal- Anzeigers« aufzuheben. Kolportage-Verbot. — Unter Hinweis auf unsere bezüg liche Mitteilung in Nr. 259 d. Bl tragen wir nach, daß der Verleger des »Neuen Blattes«, Herr A. H. Payne in Reudnitz- Leipzig, gegen die seitens des Berliner Polizeipräsidiums erfolgte Verweigerung der Kolportage-Erlaubnis für dieses Blatt Be schwerde geführt hat. Wie uns derselbe mitteilt, zweifelt er nicht daran, daß die Entscheidung rückgängig gemacht werden wird. Um Mißverständnissen vorzubeugen, sei übrigens hervor gehoben, daß der Verkauf des »Neue» Blattes« auch iu Berlin ungehindert ist und lediglich die Kolportage desselben zur Zeit dort verboten ist. Vom Bundesrat. — Der Bundesrat erteilte in seiner Sitzung vom 4. d. M. dem Anträge, betreffend die Ausprägung einer Zwanzigpfennigmünze in Nickellegierung, seine Zustimmung und überwies den ihm zugegangenen Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Abänderung des Gerichtskostengesetzes und der Ge bührenordnung für Rechtsanwälte, dem zuständigen Ausschüsse zur Vorberatung. Buch-Illustrierung. — Jeder Zeitabschnitt hat in der Buchillustrierung seine charakteristischen Merkmale. — Im sech zehnten Jahrhundert war es der Holzschnitt, der von noch wenig geübten, mit gewaltiger Kraft, aber nicht ohne Reiz schaffenden Händen gepflegt wurde. — Im siebzehnten Jahrhundert machte sich der Kupferstich gebieterisch breit, während in dem eleganten achtzehnten Jahrhundert mehr die in voller Schönheit und Anmut wirkenden Kupfer-Ätz(^.<ing. ko ris)-Drucke als Jllnstrationsmittel beliebt waren. In unserem Jahrhundert, besonders seit dessen Mitte
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder