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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 05.11.1924
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- 1924-11-05
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- 05.11.1924
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16436vor1enblari f. d. Dlschn. vuchhandet. Redaktioneller Teil. 260, 5. November 1924. Teil verloren hat. Soll dennoch die Neichsbank ebenso hohe, wenn nicht höhere Kredite an die Wirtschaft geben als vor dem Kriege, so muh um so mehr daraus gehalten werden, daß die enger gewordene Kreditbasis durch die vermehrte Anzahl guter Unterschriften aus den einzelnen Wechseln wieder erweitert wird. Sie hat dabei auch im Auge, daß, je mehr der Wechsel innerhalb der Wirtschaft selbst Zah lungsfunktion übernimmt, um so weniger oder doch jeweils um so später, also kurzfristiger, die Reichsbank und ihre Notenpresse in Anspruch genommen zu werden brauchen. Daß ein solches Verfahren dazu beitragen kann, di« Diskontpolitik der Reichsbank zu erleichtern, also Diskonterhöhungen vorzubeugen, Diskontcrmäßigungen dagegen den Weg zu ebnen, und aus diesem Grunde im ganzen wünschenswert, im einzelnen aber auch insofern nützlich ist, als es in vielen Fällen zur Ersparung von Spesen und Zinsen geeignet ist, liegt auf der Hand. Nun wird uns vielfach und übereinstimmend mit eigenen Beob achtungen berichtet, daß im Verkehr noch eine große Abneigung bestehe, Kredit in Form der Wechselakzeptierung in Anspruch zu nehmen und andrerseits sich in Wechseln bezahlen zu lassen und Zahlung zu leisten, und zwar wird von Banken ausdrücklich darauf hingewicsen, daß die Beschlüsse der Wirtschaftsverbände nach beiden erwähnten Richtungen hin der von uns gewünschten Entwickelung im Wege ständen. Wir möchten daher nicht unterlassen, Sie auf die Sachlage und die Notwendigkeit, die sich aus den zurzeit herrschenden Verhält nissen für die Gestaltung des Kreditvcrkehrs ergeben, aufmerksam zu machen. Wir ersuchen Sie gleichzeitig, etwaige Hemmungen, die in Verbandsbeschlllssen gegeben sein sollten, in dem nach Lage der Dinge möglichen Ausmaße zu beseitigen und auf eine erhöhte Benutzung des Wechsels in dem von uns gewünschten Sinne hinzuarbeiten, gegebenen falls durch entsprechende ausdrückliche Gestaltung der Zahlungsbe dingungen in den beteiligten Branchen. Die erforderlichen Beschlüsse dürsten sich zweckmäßigerweise in der Richtung bewegen, daß von dem Erfordernis ausschließlicher Barzahlung abgegangen wird, und daß Warenkredite, wo solche überhaupt am Platze sind, von be stimmter Höhe und Zeitdauer ab nur noch in Form des Wechsels (Hergabe des Akzeptes oder von Kundenwechseln) zu gewähren sind, oder daß Warenkredite in Wechselform zu günstigeren Bedingungen gegeben werden als in der Form der offenen Warenschuld, wobei nach den verschiedenen Richtungen hin den in den einzelnen Branchen be stehenden besonderen Verhältnissen Rechnung zu tragen wäre. Wir dürfen bemerken, daß wir auch auf die Banken in dem Sinne ein gewirkt haben, daß auch sie die Kredite an die Wirtschaft nicht mehr vorzugsweise im Wege des Buch- oder Kontokorrentkredits, sondern mehr in der Form der Diskontierung ordentlicher Geschästswechsel zu angemessenen Zinssätzen gewähren möchten, und darauf hingewiesen, daß die Wirtschaft mehr als je auf die Neichsbank angewiesen ist und Anlaß hat, den bei ihr nun einmal nötigen Bedingungen .sich an zupassen, Bedingungen, die erfüllt werden müssen, wenn man von der Neichsbank erwarten will, daß sie auf dem Wege der Erleichterung des Kreditverkehrs, wenn auch nur langsam, fortschreitet. Daß die Umwandlung der zurzeit noch in zu großem Umsang üblichen offenen Warenschulden in Wechselverpflichtungen dem Verkehr auch dadurch zustatten kommt, daß sie allgemein zu größerer Prompt heit und Ordnung erzieht und somit die Sicherheit des Verkehrs in sehr wünschenswerter Weise erhöht, darf noch besonders betont werden. Ebenso möchten wir aber zum Schluß noch hervorheben, daß es nicht unsere Absicht sein kann, noch ist, der Verlängerung der etwa bestehen den Zahlungsziele das Wort zu reden. Unser Streben geht nicht dahin, mehr oder weniger eine allgemeine Borgwirtschaft zu fördern, viel mehr nur dahin, den offenen Warenkredit durch den Wechsclkredit, also eine weniger gute Kreditform durch eine bessere zu ersetzen und Hand in Hand damit den Wechselverkchr zu einem Neichsbankkredit und Reichsbankgeld sparenden Zahlungsmittel zu machen. Neichsbank-Dircktoriu m. vr. Hjalma^ Schacht. Kauffmann.« Wir haben nicht versäumen wollen, dieses Schreiben unseren Mit gliedern zur Kenntnis zu bringen. Zu bemerken ist, daß Beschlüsse des Börsenvereins in der Wechselfrage nicht vorliegcn. Die Warnung vor der Borgwirtschaft verdient besondere Beachtung. Red. Merkblatt über die Diskontierung der »L«-Schaßanwcisungen. — Wie der Neichsv « rband der Deutschen Industrie aus zahlreichen Anfragen entnimmt, bestehen bei der Diskontierung der »L«-Schatzanweisungen in manchen Kreisen noch Zweifel. Er stellt daher die wesentlichen Punkte dieses Verfahrens nochmals zusammen: I. Die Diskontierung bezieht sich auf all« noch im Umlauf befind lichen vom Ncichskommissariat für Reparationslieferungen, Abt. Frie- densvertrags-Abrechnungsstelle, zur Vergütung der englischen Nepa- rationsabgabe — sowohl der früheren 26°/»igen wie der beigen Ab- gabe — und zur Vergütung der Reparationssachlieferungen ausge gebenen »L«-Schatzanweisungen. Diskontiert werden die noch nicht fällig gewordenen Abschnitte der einzelnen Stücke der »L«-Schatzanweisungen, d. h. die Abschnitte L II fällig am 1. April 1925, LIII fällig am 1. Oktober 1925, L IV fällig am 1. April 1926. Der erste Abschnitt, der am 1. Oktober 1924 fällig geworden ist, wird nicht diskontiert, sondern in bar eingelöst. N. Der Diskontierung wird der dreifache Wert des bereits fällig ge wordenen Abschnitts LI, also bei den Stücken zu 40 Mark 30 Goldmark, bei den Stücken zu 100 Mark 75 Goldmark und bei den Stücken zu 400 Goldmark 300 Goldmark zugrundegelegt. Von dieser Berechnungsgrundlage wird unter Berücksichtigung des in den Abschnitten LII bis L IV enthaltenen Aufgeldes und eines Diskontsatzes von 16°/. p. a. der auszuzahlende Betrag errechnet. Dem nach würden die Umrechnungskurse am 27. Oktober 1924 — 93,39A, am 3. November 1924 — 93,69°/,, am 10. November 1924 — 94,04°/., am 15. November 1924 — 94,27°/« betragen. III. Die Stücke, die diskontiert werden sollen, sind bei der Neichs- Krcdit-Gesellschast Aktiengesellschaft, Berlin W. 8, Behrenstraße 21/22, einzureichen. Einer Vermittlung der Handelskammern bedarf es nicht mehr. Bei der Übersendung der Stücke ist ein doppeltes Nummern verzeichnis beizufügen mit der Angabe, aus welches Konto der Dis kontbetrag überwiesen werden soll. Die Überweisung des Diskont erlöses erfolgt möglichst einen Tag nach Einlieferung der Stücke. Der Inhaber von »L«-Schatzaniveisungen ist nicht verpflichtet, von der Diskontierungsmöglichkeit Gebrauch zu machen. Auf der anderen Seite hat sich die Reichs-Kredit-Gesellschaft in dem mit ihr abge schlossenen Abkommen zur Diskontierung nur verpflichtet, soweit die Stücke bis zum 31. Dezember 1924 bei ihr eingereicht werden. IV. Die Reichs-Kredit-Gesellschaft übernimmt auch die Ein lösung des Abschnitts L I der »L«-Schatzamveisungen, der am 1. Oktober 1924 fällig geworden ist. Sie legt die Abschnitte der Neichsfchulden- verwaltung vor und überweist den Einlösungsbetrag auf das von dem Einlieferer benannte Konto. Die Überweisung erfolgt unverzüglich nach Eingang des Einlösungsbetrags von der Reichsschuldenverwaltung, er fahrungsgemäß in etwa drei bis vier Tagen nach Einreichung der Stücke. Bei Einlösung des Abschnitts L I durch die Reichs-Kredit- Gesellschaft entfällt die Inanspruchnahme der Reichsbankanstalten für diesen Zweck. Die Reichs-Kredit-Gesellschaft übernimmt auch die Diskontierung einzelner Abschnitte einer »L«-Schatzaniveisung, Z. B. L II, L III und L IV, oder von zwei zusammenhängenden Abschnitten, z. B. L II und L III oder L III und L IV. Die einzelnen Abschnitte werden gleichfalls zu einem Diskontsatz von 16^ p. a. diskontiert. Der Einlösungskurs wird unter Berücksichtigung des Aufgeldes und Zu grundelegung der Laufzeit errechnet. Lagebericht des Zentralausschusses der Papier-, Pappen-, Zell stoff- und Holzstoff-Industrie für den Monat Oktober 1924. — Der Wasserstanü im Monat Oktober war bei geringen Niederschlägen meist unzureichend. Die Preise für Roh-, Halb- und Hilfsstoffe haben steigende Tendenz, sodaß der erhoffte Preisabbau in das Gegenteil umzuschlagen beginnt. Die Vorräte an Altpapier genügen kaum noch dem jetzigen Bedarf der Papier- und Pappenfabriken: die Einfuhr besserer Sorten von Altpapier nahm dementsprechend zu. Die Nach frage im In- und Auslande hat sich weiter gebessert und damit der Beschäftigungsgrad der Fabriken. Die erzielten Preise sind aber kaum ausreichend und zum Teil verlustbringend. Der Geldeingang bleibt weiter schleppend, die allgemeine Überspannung der Kredite bedeutet eine beachtenswerte Gefahr. In manchen Gegenden machte sich Wagen mangel infolge der Erntetransportc stark bemerkbar. Änderung der Postkartengröße. — Auf dem Postkongreß in Stock holm sind die Postvereinslänöer übereingekommen, die im Wcltpost- vcrkehr für Postkarten bisher vorgesehenen Höchstmaße von 9X14 ein mit Wirkung vom 1. Oktober 1925 an heraufzusctzen. Man hat sich auf die Höchstmaße von 10,5X15 em geeinigt. Hieran ist aber
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