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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 17.02.1905
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1905-02-17
- Erscheinungsdatum
- 17.02.1905
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
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Eigentum des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage und wird nur an Buchhändler abgegeben. — Jahrespreis für Mitglieder des Börsenvereins ein Exemplar 10 für Nichtmitglieder 20 Beilagen werden nicht angenommen. Anzeigen: die dreigespaltene Petitzeile oder deren Raum 30 Pfg.: Mitglieder des Börsenvereins zahlen für eigene Anzeigen 10 Pfg., ebenso Buchhandlungsgehilfen für Stcllegesuche. Rabatt wird nicht gewährt. Nr. 40. Leipzig. Freitag den 17. Februar 1905. 72. Jahrgang. Amtlich An die Historische Kommission des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. Bald nach Erstattung meines vorjährigen Berichts vom 25. Januar 1904 habe ich für Februar und März und später für Juni und Juli Urlaub in meine Heimat nach Jena genommen, um dort in der Einsamkeit meines Berg gartens völlig ungestört an der Geschichte des deutschen Buch handels zu arbeiten. Ich habe das, meine Arbeit nur auf Tage kurzer notwendiger Fahrten nach Leipzig unterbrechend, vier Monate durchgesetzt. Nach einer zweiwöchigen Reise zu Anfang August, die der Einholung meines erkrankten Sohnes in Triest galt, habe ich wieder eine größere Gruppe bisher fast durchweg noch nie benutzter Bestände buchhäudlerischer Literatur auf der Bibliothek des Börseuvereins selbst durch- genommcn und bin noch mit deren Aufarbeitung jetzt im eignen Geschäftsarchiv an den Vormittagen beschäftigt. Die Darstellung der Beziehungen des Buchhandels zu Staat und Obrigkeit, geistlichen und weltlichen Mächten, die die mannigfachsten buchhändlerischen Verhältnisse erschließt, nimmt noch jetzt meine ganze Tätigkeit in Anspruch Bei der planmäßigen Durcharbeitung dieses Gegenstandes stellte sich mir die Notwendigkeit weiterer Archivstudien heraus, insbesondere als Gegengewicht zu den reichen Leipziger Ur kundenbeständen die Ergründung der buchhändlerischen Ver hältnisse in der nach dem Verlust von Wittenberg für den evangelischen Buchhandel bedeutsam hervortretenden neu- gegründeten Universität der Ernestiner zu Jena. Bereits im Sommer hatte ich vom Großherzoglichen Archivdirektor Geheimrat vr. Burckhardt die Erlaubnis zur Benutzung der Weimarischen Archive erbeten. In Weimar waren zwei Archive zu durchforschen, das Großherzogliche Hof- und Staatsarchiv, sowie das Ernestinische Gesamt archiv, in Jena das Universitätsarchiv, dessen Benutzung in den Räumen der Universitätsbibliothek gestattet wurde. Diese Arbeiten sind seit der zweiten Hälfte des August im Gange. Auf mehreren kurzen zu diesem Zweck unternommenen Reisen konnte ich an beiden Orten zunächst die Bedeutung dieser stattlichen Urkundenbestände für die Geschichte des deutschen Buchhandels gerade in dessen mittlerer Zeit feststclle» und sämtliche einschlägigen Akten bände durchgehen. Die den Buchhandel betreffenden Ur kunden dieser Zeit sind bis auf Geheimrat Burckhardts Aussatz über die erste Jenaer Lutherausgabe in der Zeit schrift für historische Theologie und kurze Nachrichten über die Neuenhahnsche Buchhandlung zu Jena noch unbenutzt. Um meine Zeit für die Fortführung der Darstellung selbst freizuhalten, habe ich Herrn vr. Ernst Devrient zu Jena, einen mit den Thüringer Urkunden vertrauten Privat- Börl-Nblatt für drn deutschen Buchhandel. 72. Jahrgang. er Teil. gelehrten, mit der völligen Durchführung der Regesten in beiden Orten betraut. Die Weimarer Akten beider Archive sind von ihm in steter Fühlung mit mir bereits ausgezogcn, die umfänglicheren der Jenaer Universität werden bald gleich falls erledigt sein. Hiermit wird eine neue Quelle für die Geschichte des deutschen Buchhandels erschlossen. Ich werde diese Abschriften und Auszüge nach erfolgter völliger Aus nützung der Bibliothek des Börsenvereins überweisen Das stark zuströmende Material hat es nötig gemacht, zu seiner vollen Verwertung etwas weit bei der Darstellung auszuholen, so daß sich eine wesentliche Kürzung nötig machen wird, die doch erst gegen Schluß der Arbeit zur Herstellung gewisser Gleichmäßigkeit vorzuuehmen sein wird. So liegt jetzt zur mittlere» Zeit der Geschichte des Buchhandels in Maschinenschrift so viel vor, daß es 35 Bogen Drucks ent sprechen würde; zur vorangehenden Vor- und Jugendzeit des Buchhandels 21 Bogen, zu der vorläufig ganz beiseite ge legten Sonderabteilung der Geschichte des Musikalienhandels 12 Bogen. Durch Abgabe eines wichtigen Zweiges meiner geschäft lichen Tätigkeit für dieses Jahr wird es mir möglich sein, auch in diesem Jahre einige Monate ausschließlich der Arbeit an der Geschichte des Buchhandels zu widmen, so daß ich der schon am 21. November 1903 dem Vorstand ausge sprochenen Hoffnung lebe, die Arbeit für die mittlere Zeit des Buchhandels gleichzeitig mit dem Bearbeiter der neueren Zeit, Herrn vr. I. Goldsriedrich, abzuschließen. Leipzig, den 6. Januar 1905. Hochachtungsvoll vr. Oscar von Hase. Dritter Bericht an die Historische Kommission. Im Laufe des Juli habe ich mich weiter mit Lesen und Sammeln beschäftigt. Im August habe ich mit der Niederschrift begonnen. Erft als ich an diese herantrat, wurde ich mir der Schwierigkeit bewußt, die der Anfang bot, und die darin besteht, daß ich den Schlußband eines, eine einzige zu sammenhängende Entwicklung darstellenden Werkes schreibe, dessen zweiter Band noch nicht vorliegt. Der Disposition des Gesamtwertes zufolge beginnt die von mir zu be arbeitende Zeit mit dem Jahre 1765. Da aber die Jahre von 1760 bis 1773 ein untrennbares Ganzes bilden, da es sich ferner, wenn ich so sagen darf, nicht sowohl um die Erzählung der Gründung einer Buchhandelsgesellschaft, der Erteilung eines Mandats usw., sondern um die Geschichte des Reichschcn Zeitalters handelt, das, in genauer Paral lele zu der merkwürdigen von Gottsched zu Goethe 821
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