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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 10.11.1924
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1924-11-10
- Erscheinungsdatum
- 10.11.1924
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- Deutsch
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
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264, 10. November 1924. Redaktioneller Teil. — Von der Werbestelle. — Sprechsaal. Börsenblatt f. v. »tschu. Buchhandel. 15755 stehenden Forderungen werden tunlichst ohne Ausnahme über Giro konto gebucht. Die vom Kontoinhaber zur Einlösung vorgelegten Wech sel und Schecks, die bei der das Konto führenden Neichsbankanstalt zahlbar sind, werden dem Einlieferer nicht bar ausgezahlt, sondern auf Girokonto gutgeschricben. Der Kontoinhaber darf über sein Guthaben mir unter Verwendung der ihm von der Reichsbank gelieferten Vor drucke verfügen. Die Neichsbank ist berechtigt, Zahlungen auch in Ncn- tcnmark zu leisten. Eröffnung der Goldziher-Bibliothck in Jerusalem. — Die Zio nistische Organisation hat vor kurzem die äußerst wertvolle Bibliothek des verstorbenen Orientforschers vr. Ignaz Goldzieher in Budapest für die Jüdische Nationalbibliothek in Jerusalem er worben. Am 14. Oktober fand in der Universitätsbibliothek in Jeru salem in Anwesenheit des Präsidenten der Zionistischen Weltorgani sation, Or. Weizmann. des Gouverneurs von Jerusalem, fast aller Konsuln der fremden Mächte wie auch fast aller jüdischen und nicht jüdischen Gelehrten Jerusalems die Einwcihungsfeier der Goldziher- Bibliothck statt. Auch zahlreiche arabische Persönlichkeiten, darunter der Bürgermeister von Jerusalem wie auch der Direktor des Arabi schen Museums in Haram, nahmen an dieser Feier teil. Preise der Französischen Akademie. — Dem Übersetzer von Goethes und Schillers Briefwechsel, Lucicn Herr, ist von der Franzö sischen Akademie der ?rix I^anZIois verliehen worden. Einen prix ck'acacksmis hat Andre P4rate für seine Übertragung von Dantes »Göttlicher Komödie« erhalten. Rudolf Herzogs »Wieland der Schmied« für das besetzte Gebiet verboten. — Die Nh ein landkom Mission hat, wie die Tagespresse meldet, den bei Cotta erschienenen Roman »W.eland der Schmied« von Rudolf Herzog für das gesamte besetzte Gebiet ver boten. PersonlllnllAWeli. 8V. Geburtstag. — Herr Kommerzialrat Eugen Marx iu Graz, über dessen 80. Geburtstag wir in Nr. 253 des Bbl. berichtet haben, sendet uns folgenden Dank: »Anläßlich des Tages meines ab geschlossenen achtzigsten Lebensjahres, am 27. Oktober 1924, sind mir aus den Kreisen meiner ehemaligen Bcrufsgcnossen so zahlreiche Glückwünsche in Gestalt von Depeschen. Briefen, Karten zugegangen, daß es mir in absehbarer Zeit unmöglich ist, dieselben einzeln zu be antworten. den Pflichten der Höflichkeit und des Dankes in gebühren der Form zu entsprechen. Ich bitte daher höflichst, meinen innigen Dank hierdurch einstweilen entgegenzunehmen: Es rauscht ein Wogcnschwall auf mich hernieder Von Güte, Treue, Würdigung und Dank; Was ich gegeben, tausendfach erhielt ich's wieder, Was mir gegeben, reicht mein Leben lang. Wenn man mit 80 Jahren das Vergangene betrachtet, Erscheint das Leben wie ein kurzer Traum; Was in der Jugend man als nichtig hat erachtet, Schmückt nun das Dasein und verklärt den Raum. Laßt mich darum aus vollem Herzen danken Für jenes Glück, das mein Gemüt erfüllt; Solang' mein Leben dauert, niemals soll sie wanken Die Freude im Gedenken an des hcut'gcn Tages Bild! Graz, Geidorfgürtcl 38. Eugen Marx (55 Jahre lang: A. Hartlebcn, Wien). Todesfälle in Skandinavien. — Am 4. Oktober sind dem schwedi schen Buchhandel gleich zwei ältere Angehörige durch den Tod ent rissen worden. Während eines Besuchs in Dänemark verstarb der Verlagsbuchhändler H. L. B 0 l i n d e r aus Göteborg in einem Alter von 80 Jahren. Er hatte sich aus Gesundheitsrücksichten bereits im Jahre 1911 von den Geschäften zurückgezogen, entwickelte aber im Lause der vorhergegangencn Jahre eine lebhafte Tätigkeit, besonders auf dem Gebiete der christlichen Erbauungsliteratur, und nahm auch regen Anteil am kirchlichen Leben seiner Heimatstadt. Am selben Tage verschied in Malmö einer der angesehensten schwedischen Buchhändler, A. Fr. Envall, im Alter von 73 Jahren. Nach beendeter Lehrzeit kam er im Jahre 1873 als Gehilfe in jenes Börsenblatt f. den Deutschen Buchhandel. 91. Jahrgang. Geschäft, das später mit seinem Namen als Inhaber verbunden wurde und immer mehr an Ansehen gewann. 1882 übernahm er mit einem dortigen Kollegen das Geschäft und führte es bis zur Jahrhundert wende weiter, um es nach einigen Jahren allein zu übernehmen. 1916 nahm er seinen Sohn als Teilhaber ins Geschäft auf. Sowohl der Verstorbene als auch sein Sortiment erfreuten sich großer Achtung in Kunden- wie auch in Buchhändlerkreisen. Der schwedische Buchhandel verliert in ihm eines seiner fleißigsten und geschätztesten Mitglieder. Am 8. Oktober lichtete der Tod abermals die Reihen des schwedi schen Buchhandels, indem er den Direktor von A.-B. Klemmings An- tikvariat, Stockholm, Herrn Herbert Sundell, nach kurzem Leiden dahinrasftc. Der Verblichene, 1879 geboren, war kaum 45 Jahre alt. Nach beendeter Lehrzeit bei Nordin L Josephson in Stockholm lenkte er seine Schritte nach dem Ausland und vervollkommnete sich in seinem Beruf bei Alfred Lorentz und F. Volckmar in Leipzig. Hierauf kam er in die Heimat zurück und wirkte seit 1903 im oben genannten angesehenen Antiquariat. Felix Värkonyi. Von der Werbestelle. Lichlbildrcklame. Die Werbcstelle bittet dringend alle Mitglieder, die im Besitze von Projektionsapparaten sinc>. ihr möglichst auf direkter Karte fol gende Fragen zu beantworten: Wer ist Hersteller des Apparats? We, ist Lteieiant? Seit wann ist der Apparat in Benutzung? Welche Diapositiogrötze ist im Gebrauch? a) äußere Plattcngiöße? ^ b) innere Bildgröße? inne en Bildgröße ein treisrundns Format im Ge brauch ist) Die Werbestelle beabsichtigt auf diese Weise festmstellen. welche EvreWlll. Wo fehlt's? Der Anthropos-Verlag beklagte sich kürzlich im Börsenblatt, daß die Erledigung der überwiesenen Aufträge durch das Sortiment nicht ordnungsgemäß erfolge und eine solche Behandlung die Kundschaft oerstimmen müsse. Leider muß aber der Sortimenter mit dem Verlag oft die gleiche Erfahrung mache». Heute nur zwei Beispiele aus der letzten Zeit im Verkehr mit zwei allerersten Firmen: 1. Nach Leipzig: Telegraphische Bestellung, »Durch Eil boten zu senden« am 15. Oktober abends. Expediert 17. Oktober laut Faktur, auf der Post abgcstempclt 18. Oktober 5—8 Uhr N. Hier bleibt also das Telegramm nach Ankunft in Leipzig mindestens 24 Stunden unerledigt, und obwohl »durch Eilboten« erbeten, dauert es wieder 24 Stunden, bis di« Post die Sendung erhält. Ankunft pünktlich nach der Bahnfahrtdaucr. 2. Nach Berlin: Direkter Bncherzettel, Kreuzbandsendung, am 22. Oktober abends, expediert am 28. Oktober, auf der Post abgestem- pclt 28. Oktober 5-8 Uhr N. Hier bleibt die direkte Bestellung mindestens 8mal 24 Stunden unerledigt, und der Weg zur Post erfordert wieder 24 Stunden. An kunft am Bestellort pünktlich. In beiden Fällen hat die »vcrkchrhindernde« Post tadellos gearbei tet, aber die Expedition hat völlig versagt. Daß eine derart unverantwortlich nachlässige Spedition die Kundschaft verärgern muß, wird jeder begreifen. Bern, den 2. November 1824. Ein Sortimenter. 2072
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