g, 12. Januar IS12. Fertige Bücher. Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel, 499 I^urcti stie politischen Ereignisse 6er letzten jsh^ehnte sinst stie ksnster Ost- ^ ssiens 6er europsischen ^Velt nshergerückt worden sls je. Äber von 6en geistigen Möchten, 6ie in 6en Kulturen stes lernen Ostens seit slters lebendig gewesen sin6 un6 ihre kebenskrslt noch heute beweisen, Hennen wir iin Orun6e nur 6ie oberflschlichsten Äusserungen. ÄlOuwenige bemühen sieh um ein tieferes Verstsnstrüs. Der Erforschung 6er europäischen un6 vorsterssistiscben Kulturen ist seit vielen Oenerstionen 6ie kebenssrbeit von Isusensten emsiger Oeleürter gewi6met, un6 6ie Wissenschaft vermsg ksum noch 6es sufgehsulten Stoffes blerr ru wersten; stss riesenbsste Oebiet 6er ostssistischen Kulturen ist bis sul windige Strecken so gut wie unbebsut geblieben. Äuch 6en krsgen 6er Oegenwsrt, 6ie nur eine gründliche Kenntnis 6er Vergangenheit ru beantworten geststtet, stehen wir stsrum nur ru olt hilflos gegenüber. Dos kostbarste OesiOtum eines Volkes, 6ie e6elste Schöpfung un6 6er sn- schgulichste Äusstruck seiner höchsten geistigen Krsste ist seine Kunst. Ihr Stuöium lohnt 6ie Ärbeit niclit nur 6urcli 6ie krkenntnis, 6ie es gewinnen Hilst, sonöern 6urcst 6ie Ärbeit selbst, 6ie künstlerische Änregung un6 kreuste bestelltet. Oie ostssistische Kunst stellt sich ebenbürtig, in 6en Äugen 6es mosternen kvlenscben nicht selten überlegen, neben 6ie europäische. Sie ist eins 6er kostbarsten Oüter, 6ie 6er nslie oster ferne Osten kurops je geschenkt Hst. Äber um slle stiese Schönheiten wirklich ^u besitren, ist nur wenig geschehen. Unsere Kenntnis ost- ssistischer Kunst ist gsnr lückenhstt, unser Verstsnstnis gsn? oberflscblich ge blieben. Oer Vertiefung unseres Verstsnstnisses 6er Kunst unst 6es Kunstgewerbes, 6er Erforschung 6er Kunst- unst Kunstlergescluchte Ostssiens will stie „Ostssis- tische Zeitschrift" vor sllem stienen. Oie blersusgeber, Or. Otto Kümmel, Oirektor 6er ostssistischen Kunstsbteilung sn 6en Oerliner Vluseen, unst Or. Vüllism Oohn, wollen in 6er „Ostssistischen Zeitschrift" slle Krsste ssmmeln, stie sich hier be tätigen. Kleben stem ttsupsthems sollen peligion, Philosophie unst biterstur 6er ostssistischen ksnster, besonsters in ihrem Vertisltnis rur bildenden Kunst, nicht susgesctrlossen, unter Ostssien sber, wie es in sten Kulturvertisltnissen begrünstet liegt, nicht nur Ohms, Kores unst sspsn, sonstern slle einst oster heute buststtü- stischen ksnster verstsnsten sein — slso such lnstien, lurkestsn unst libet, Insto- chins unst lstslsisien. Oer lvlitsrbeiterkreis ster „Ostssistischen Zeitschrift" wirst nicht nur suk euro- psische unst smeriksnische korscber beschränkt bleiben. Oie blersusgeber be- sbsichtigen such korscher sus lnstien, Otüns unst jspsn hersnruriehen, steren keitrsge meist in Übersetzungen erscheinen sollen. Oesonsteres Äugenmerk soll sten Zsmmlungen ostssistischer Kunst, stem gessmten Zsmmlungs- unst stem blühensten kslscherwesen geschenkt wersten. Oie Zsmmler kuropss, Ämerikss unst stes fernen Ostens wersten ersucht wersten, ihre wichtigsten Kleucrwerbungen in ster „Ostssistischen Zeitschrift" ?u veröffentlichen unst ihre krtshrungen mitruteilen. ks liegt rweilellos im Interesse stes Ouchhsnstels, sn ster Verbreitung dieser neuen, neu- unst einrigsrtigen Zeitschrift mit^uhelten. — Oibliotbeken, 5smmler, Museen unst slle Kunsthistoriker sinst Interessenten unst müssen unsere /.eit- schritt sbonnieren. Prospekte fürs Publikum stehen grstis ^ur Verfügung. Oesterkeld Lc Oo., Verlsg, Berlin 15. 68*