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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 27.07.1897
- Strukturtyp
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- 1897-07-27
- Erscheinungsdatum
- 27.07.1897
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- Deutsch
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171, 27. Juli 1897. Nichtamtlicher Teil. — Sprechsaal. 53 >1 durch den Augenschein vorsi'chren. Daß sie alle meisterhaft a»s- gcsühri sind, bedarf keiner besonderen Betonung. Neben ih: cm doppelten technischen und künstlerischen Werte besitzen sie aber auch noch einen historischen: sie geben die Porträts der gesamten Felsingschen Künstlcrgcncration, teils sind sie auch von Originalplatten dieser Künstler, die sich noch heute im Besitze des Hauses befinden, gedruckt. Nach allem diesen bedarf cs sicherlich keiner weiteren Dar legung in Bezug auf Bedeutung und Wert dieses großartigen Jubiläums-Piachtwerkcs, das der deutschen graphischen Kunst zu hoher Ehre gereicht und ein dankenswerter Beitrag ist zur Ge schichte derselben und zur Kulturgeschichte überhaupt. Theod. Goebel. Kleine Mitteilungen. Litteratur der deutschen Reformbestrebungcn von 1848 — 1866. — Der Magistrat von Berlin versandte soeben das in seinem Austrage verfaßte und gedruckte Verzeichnis der Fried- länderschen Sammlung zur Geschichte der Bewegung von 1848. Der Katalog liegt uns leider nicht vor. Die Nationalzeitung schreibt darüber: »Es ist ein stattlicher Band in Großoktavformat von etwa 860 Seiten und umfaßt die aus dem Nachlaß des l)r. wsä. George Fricdländer (gestorben 1892) gespendete Sammlung, die im wesent lichen eine Litteratur des liberalen Resormgeistes in Deutschland bis etwa zum Jahre 1866 ist. Den Mittelpunkt bilden die litte- rarischen Quellen zur Geschichte der Jahre 1848 und 1849 in Berlin und zu den preußischen Verfassungskämpfcn; daran schließen sich die Vorgänge in der Frankfurter Nationalversamm lung sowie die Bemühungen um eine freie Reichsverfassung, endlich die mannigfachen Acußerungen freiheitlicher Bestrebungen aus den vorhergehenden Jahrzehnten. Unter diesen sind die freien Rich tungen im kirchlichen Leben, die besonders in den dreißiger und vierziger Jahren aufkraten, nicht vergessen, ebenso ist den Anfängen des Sozialismus in Deutschland eine Stelle eingcräumt. Da die liberale Partei den Bestrebungen der Deutschen Schleswig-Holsteins und der Polen, politische Freiheit und Selbständigkeit zu er ringen, sympathisch gegenüberstand, so nahm Friedländer die Litteratur über die Entwickelung der schleswig-holsteinischen und polnischen Frage mit in den Rahmen seiner Sammlung auf. Bei dem ersten Ziele seines Sammlerfleißes, die geschichtlichen Zeugnisse für die Vorgänge von 1848 und 1849 (Zeitschriften, Broschüren, Flugschriften, Zeitungen, gedruckte Maueranschläge, Abbildungen) zusammcnzubringen, gelangte der unermüdliche Sammler zu einer Vollständigkeit, wie sie sonst wohl in keiner öffentlichen Bibliothek geboten wird; dagegen weisen andere Abschnitte Lucken auf. Der soeben veröffentlichte Katalog kann als ein außerordentlich wert volles Hilfsmittel für eine eingehende Geschichte der Bewegung von 1848 und deren Vorbereitung bezeichnet werden. Um das Andenken des verdienstvollen Sammlers zu ehren, hat die Ver. waltung der Magislratsbibliothek jede Nummer der Sammlung mit einem Exlibris versehen lassen, das unter dem städtischen Wappen die Bezeichnung: -Aus der Stiftung des Dr. George Friedländer- trägt.- -Ein vernichtetes Kunstblatt. Erinnerung an König Ludwig und Prinzessin Sophie- — ist eine Abbildung betitelt, die dein neuesten Hefte der Jllustrirtcn Frauen-Zeitung enthalten ist. Das Bild stellt das Erinnerungsblalt dar, das der unglückliche König Ludwig zu seiner Vermählung mit der Prinzessin Sophie von Bayern, der nachmaligen, bei dem Pariser Brandunglück ums Leben gekommenen Herzogin von Alen^on, halte anfertigcn lassen. Be kanntlich wurde die Verlobung wenige Tage vor der Hochzeit gelöst. König Ludwig ließ alle Exemplare des bereits zur Ver sendung an die Staats- und Gemeindeämter bereitliegenden Kunst blattes, sowie die Kupserplatte vor seinen Augen vernichten, wie er auch alle Erinnerungszeichen an die Prinzessin beseitigte. Durch einen Zufall sind aber einige Exemplare erhalten geblieben, und von diesen ist eins in die Hände der Verlagshrndlung gekommen — vielleicht ist es jetzt überhaupt das einzige noch erhaltene Exem plar, eine Seltenheit, um die die Verlagshandlung gewiß von manchem Sammler beneidet wird. -Niemand wird das Bild ohne Wehmut betrachten-, heißt es in dem Bcgleittexte, -die ganze ge bildete Welt hat s. Z. den Tod König Ludwigs betrauert, ebenso das tragische Ende der unglücklichen Herzogin.- Neue Bücher, Kataloge rc. für Buchhändler. kidliotbssa bibliogeapbies, italioa. 0ii,tai»Ao äsgli seritti äi biblio- iogia, bililiogi'ali.i, s bibliotseonomia, pubbiieati iv Itaiia s äi gasili risguaräanti i'ltalia, pubklieabi all'sstsro. Ooinpilato äa 6. Ottivo s 6. LnrnaAalli. kroiniato cbrl ministsrio äsila pubblica istrvxions nst 1" eoneorso bibliograLoo. 8seonäo supplsmsnto annuals. 1896 psr oura äi 6iusspps Ottivo. l-sx.-b". 40 8. Vurin, Vsrlag voa Oarl Olaussn. Lrosob. 0. 2. 50. Vbs Library äonrnal. Olkoiai organ ot tbs Xmsriean Library Association, obtsll/ äsvotsä to libraez? ssonoinz' anä biblio- xraptiz-. Vol. 22, Nr. 7. (lal^ 1897.) LI. 4°. 8. 337-376. Nsve Voik: ?ablieatiou Oktiss, 59 Haans 8trsst. Oontsnts: ^msrisan Library Xssoeiation, Lbilaäslpbia Oov- tsrsnes. Lrontispises. — Läitorial: Vbs Lbils.äslpbia0nutsrsn6s. Lropossä tlrnsnäinsnt to tbs Oovstitutiov. Lsinsorporation anä Llaes ot Nsxt Nsstingf. ll'bs Librarian ok Oon^rsss. 'lös 8upsrintsnäsnt ok Labiie Oosnaisnts. — Ooinniunisations: ä. 8uggsstion lor Obarging 8)>stsms. — ll'bs Lublie 8ebool anä tbs Lablie Librar/. L)' X. L. Losrsts. — Ooopsration in Lioviäenes Librariss, liz- IV. L. Lostsr. — ll'bs Valus ot Naps. — Oootributiovs to an Inäsx to tbs Litsraturs ot Nstsorolog>. 0/ 0. L. Massig;. — i'orlrait Inäsx. Oovoluäsä. — ll'bs flrials ot Librariaus. 0/ William Äatbsivs. — 8psoiüeatiovs tor Lookbiväivg. — ll'bs Libliograpbioal Oon- tsrsvos at krusssis. — ilmsrieav Librarz- Xssooiatlon. 19tb 6s- vsral Oovtsrsves, Lbilaäslpbia, äuns 21—25, 1897. — 8tats Librarz' Oommissiovs. -— Library goboois anä llllainin^ Olas- sss. Lrmour Instituts. Orsxsl Instituts. Lratt Instituts. — Lsvisvs. Ovntributions to^varä a Libüograpb^ ot tbs Ligbsr Läucation ol Womsn. — lubrar^ Lsonomz' anä Ilistar)-. — 6ikts anä Ilsgussts. — Librarians. — Oatalogiog anä Olas- siLoation. — Libliogratz'. L'Intsrmsäiairs äss Imprimsurs Lsvas tsebnigas iilustrss äss inäustriss äu livrs. X1I>»s annss. 15 zuillst 1897. Lol. 8.125 —144. Lzon, Lugöns 8säarä. Personalnachrichten. Gestorben: in Windsheim in Bayern im Hause seines Bruders, wohin er sich vor wenigen Wochen begeben halte, um sich von den Folgen einer Erkältung zu erholen, Herr August Foltz, ein treuer Mitarbeiter im Hause Mayrische Buchhandlung in Salzburg. Wir entnehmen diese Nachricht dem Salzburger Tagblalt vom 15. Juli, das wie folgt berichtet: -Wie ein gestern Abend aus Windsheim (Bayern) eingelangtes Telegramm meldet, ist dortselbst Herr August Foltz, Buchhändler, im Alter von 45 Jahren gestorben. In Herrn Foltz betrauert der hiesige Buchhändler Herr Eduard Geiger (Mayrische Buchhandlung) einen treuen und fleißigen, überall geachteten Mitarbeiter, und wer Herrn Foltz gekannt hat, weiß den Verlust zu schätzen. Stets diensteifrig und thätig, war er in seinen freien Stunden im Freundeskreise ein stets munterer, jovialer Gesellschafter, zuweilen voller Schnurren, und wer hätte gedacht, daß in diesem gesundhcitstrotzendrn kräftigen Manne der Todeskeim steckte, als er vor wenigen Wochen Salzburg verließ, um von den Folgen einer Verkühlung im Hause seines Bruders in Windsheim Erholung zu suchen? Es war bestimmt in Gottes N:t ... Friede seiner Aschei« Sprechsaal. Berichtigung der »Berichtigung auf Grund tz 11 des Preßgesetzes« in Nr. 168 d. Bl. Zu der im Sprechsaal des Börsenblattes Nr. 168 vom 23. Juli d. I. abgedrucktcn Berichtigung des Herrn Geheimen Hof rats Professor Or. Joseph Kürschner haben wir zu bemerken, daß cs uns als Privatpersonen ganz gleich ist, ob Herr K. seine Klage gegen die Mitglieder des früheren Verbandsvorstandes zurück zieht oder nicht. Wenn jedoch die Firma Hermann HillgerS Verlag von dem Vorstande des Buchhändlerverbandes für das König reich Sachsen — also nicht von uns persönlich — verlangt, daß dieser seine Vereinsgenossen ausforderc, den etwa bisher beanstan deten Vertrieb des Hillgerschen Verlages aufzunehmen, so mußten wir als Mitglieder des Vorstandes des Buchhändlerverbandes für das Königreich Sachsen im Einverständnis mit den übrigen Vor standsmitgliedern diese Begünstigung zurückweisen, so lange nicht die gegen den früheren Vorstand des Verbandes der Kreis- und Ortsvereine und des deutsch!» Verlegeroercines erhobene Klage zurückgenommcn ist. LllliuMküMiilter 714
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