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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 16.11.1871
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1871-11-16
- Erscheinungsdatum
- 16.11.1871
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
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265, 16, November. Vermischte Anzeigen. 3793 Herr Fraiy Lipperheide in Seriin (35572.) erdreistet sich im Börsenblatte Nr. 246 die von mir in Nr. 239 veröffentlichte Anzeige gegen^ihn als eine absichtliche Entstellung Einem anderen Manne gegenüber würde ich mirGe- nugthuung zu verschaffen wissen; in dem vorliegen den Falle steht mir nur der Weg der Oeffentlich- keit zu Gebote. Wenn ich denselben nicht schon früher, bei Gelegenheit des gegen mich gerichteten CircularS vom 11. April a. c. betrat, so hat das seinen Grund lediglich darin, daß alle meine Ge schäftspapiere in Paris lagerten, wohin ich vor Anfang Juli nicht zurückkehren konnte. Nach drei Monaten aber mnßte meine Antwort unzeit gemäß erscheinen; dieselbe gewinnt erst wieder Werth durch den neuesten Verlauf der Dinge. Herr Lipperheide wird nun vermuth- lich die nachstehend milgetheilten Documenle eben falls als gefälscht oder entstellt bezeichnen. Um dem vorzubcugen. erkläre ich hiermit, daß sämmtliche Originale bei mir in Berlin, SigiS- mundstraße 8, cinzusehen sind. 1) Die von mir aus zweiter Hand zu rückgekauften Acccpte betragen 8926 Thlr. 20 Sgr. und nicht, wie Hr. Lipperheide darauf besteht zu behaupten, 8500 Thlr. Wenn derselbe, anschei nend fernere 2161 Thlr. 19 Sgr. 7 Pf., die er tigkeit einer solchen nicht an, werde dieselbe nicht bezahlen und warne wiederholt Jedermann vor deren Ankauf. 2) Ich halte meine Behauptung, diese Schuld sei durch den Contractbruch seitens des Herrn vom 15. Mai 1867, dessen wesentlichste Para graphen lauten: Berlin, 15. Mai 1867. Zwischen dem Herrn Franz Lipperheide in Berlin, Besitzer und Verleger der Modenzeitung ,,Die Modenwelt" ^einerseits und dein Herrn geschlossen: ^ Di b iden Co.t he !en einige sch^ t^r die Herausgabe einer französischen Ausaabe der Modenwelt unter dem Titel: ..H.68 mode8 du zour" zum Zwecke hat. 8- 3. Die Leitung des Geschäftes sowie den kauf- inännischen Vertrieb des Journals übernimmt 8- 6. rung des Unternehmens nölhigen Baarcapital zahlt der Contrahent Lipperheide zuerst 250 Thlr., sodann der Eontrahent Ebhardt 1000 Thlr. Die zur Herstellung deö Unternehmens von dem lieferuttgen sind nicht von diesem Baar - Capital zu bestreiten, werden dagegen als Baar - Einlage dem Eontrahenten Lipperheide gutgebracht. Achtunddrcißigster Jahrgang. 8- 7. Alles nach Verausgabung der in §. 6. er wähnten ersten Capital-Einlage von zusammen 1250 Thlr. noch nothwcndige Herstellungs und BetriebS-Capital hat der Contrahent Lipperheide zu stellen. 8- 9. .... Der Gewinn wird zu gleichen Thei- len gethcilt 8- 10. während der beiden ersten Jahre einseitig zurück- tretcn. Wird beim Beginn des dritten Jahr gangs noch mit Verlust gearbeitet, so hat Jeder der bcidm Conlrahcnt^n^ die ^Pflicht. die^Kün^i. Jahrgänge der Contrahent Lipperheide kei nen Capit akzusch uß mehr zu machen braucht, darf er in keiner Wei se von dem der Contrahent Ebhardt seine Zustim mung dazu gibt. Die nach Auflösung der Gesell schaft außer dem in §. 15. vorgesehenen Falle — verbleibenden Passiva resp. Aclrva^ der 8-14. ^ schaftlichen Geschäfte das von ihm baar oder in Waaren eingeschossene Capital nebst Zinsen zu- rückerhaltcn hat, participirt er noch zwei Jahre lang an dem Gewinn nach Maßgabe des 8- 9. 8. 15. Nach Ablauf dieser zwei mit Gewinn ab schließenden Jahrgänge geht das gemeinschaftliche Geschäft an den Eontrahenten Ebhardt als sein alleiniges Eigenthum über, während die Abmachungen in Anlage I. unverändert sort- gehen. Vor dieser Auseinandersetzung sind sämmt- lichc Passiva aus dem Geschäfte zu decken gez. Franz Ebbhardt. Franz Lipperheide. An diesen Hauptcontract reiht sich eine An lage, welche die beiderseitigen Rechte und Pflich ten, soweit sie die Herstellung des Blattes ergeben, berührt. Die wesentlichen Punkte derselben sind 8- 2. Der Contrahent Lipperheide verpflichtet sich, dem andern Eontrahenten behufs Uebertragung in die franz. Sprache den deutschen Text der Mo- dcnwelt zu liefern, sowie für die Herstellung des Druckes der Illustrationen für die französische Ausgabe am Druckorte der Modenwelt und in gleicher Güte wie das Original zu verabredeten Preisen Sorge zu tragen. 8. 3. Für die Lieferung dieses JllustralionödruckeS sowie des deutschen Tertes zur Uebersetzung in'S Französische wird dem Eontrahenten Lipperheide außer den Kosten für Papier und Druck Nichts vergütet, solange die Auslage nicht 5000 über schreitet. Sobald dies der Fall, erhält derselbe für seine Lieferung neben den Papier- und Druck- kostcn ein Honorar von 200 Thlr. Pr. Ct. jähr lich für jedes Lausend Auflage. Wenn die Aus lage 20,000 erreicht hat, erhält derselbe an jähr lichem Honorar 300 Thlr. Pr. Ci. für jedes Tausend Auflage, also z. B. 6000 Thlr. jährlich bei 20,000 Auflage. 8- 4. ^ Das Recht, d^ Tett der deutschen Aus- ^owie die Illustrationen der,, Modenwelt" in einer franz. Modenzeitung zu veröffent lichen, steht für die Dauer diese« Contractes rend der Dauer dieses Contractes eine andere französ. Modenzeitung herausgevcn, noch bei einer solchen direct oder durch zweite Hand 8- 7- Nur das Aufhören einer von beiden Zeitun gen lös't den Contract, nicht aber eine Ver änderung des Titels oder des Umfanges einer derselben; u. s. w. gez. Franz Ebhardt. Franz Lipperheide. Wie wenig Hr. Lipperheide im Jahre 1867 im Stande war, das im 8- 7. vorgesehene Capital zu stellen, beweist folgender Passus aus seinem Briefe vom 15. Sept. 1867. vermittelst dessen er seinem Leipziger Commissionär zu ver heimlichen suchte, daß er am Pariser Geschäfte betheiligt sei: „Schreiben Sie gef. an Mittler, daß er Ihre Commissionen übernimmt. Sie allein sind der Eigenthümer, ohne daß Sie dies — wie absichtlich — besonders hervorhebcn." an Hern? Lipperheide kam, hatte er allerlei Aus setzungen au meiner Geschäftsführung zu machen. Was Hr. Lipperheide in seinem abgedruckten Briefe vom 22. Nov. 1867 „meine große Hinnei gung zum Verschwenden" nannte, motivine er damit, daß ich (nach sechsmonatlichem Alleinsein) einen Gehilfen und Laufburschen engagirt habe. Er schreibt wörtlich darüber: „Da ich in Geldausgaben das Mitbestim mungsrecht besitze, so kann ich mich an den Ausgaben für Gehilfen und Laufburschen nicht betheiligen." Jede meiner Handlungen war für ihn ein Verwand zum Streit, der zum Zwecke hatte, ent weder unser Vcrhältniß ganz zu lösen, da nach Verausgabung der seinerseits eingeschossenen 1600 Thlr. ihm die Mittel ausgingen, oder von mir günstigere Bedingungen zu erzielen. Des ewigen Haders müde, übernahm ich das ganze Ge schäft mit ActiviS und PassiviS für allei nige Rechnung, und zwar durch mündliche Vereinbarung am 13. Nov. 1867 in Berlin, nach dem mir Herr Lipperheide auf Ehrenwort versprochen hatte, am folgenden Tage 400 Thlr. Restzahlung zu leisten. Statt dessen wird Hr. Lipperheide nach meiner Abreise „von Ahnungen getrieben, Nichts abzuschicken", sondern den soeben erst mit Mannes wort besiegelten neuen Abmachungen, die in seinem Briefs vom 22. . Nov. 1367 bczeichneten Para- Leser täuschen wollen, wenn er die von ihm eigen händig geschriebenen Zusätze unterdrückt, „Daß dieses Verlagsrecht nur im Falle meiner etwa cintretenden Insolvenz geltend gemacht werden kann" 538
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