228, 30. September 1911. Angebotene Bücher. — Künftig erscheinende Bücher. Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. 11329 Angeborene Bücher ferner: I^ibelunxe >lot. H^psrion-VsrlaA. OriA.- kr^tbd. 75.— — do. Hundsrtdruelc. 65.— I^ietrscke, 2Lrntini8tra. Nonnm6ntLlau8§. (I^nxrt8LU8S.) 6avrldr. 90.— — Osdiebto. (Huiidsrtdrrieir.) 80.— ^0V3ll8, Hymnen an dis Mebt. (Hundsrt- dl-ueb:.) 50.— änccüelti, Novellen. 3Lds. Oi iZprZibd. 38.— 8nle, de ln, Novellen. 2 Lds. Nünobsn 1907. 0riA.-3prAt. 18.— 8cliröder, Lvronn, 25 wieder. L.sipri§. (ln8s1.) 14.— 8lsrtpnro!n, srZötLliebs Mebts. I^uxn8au8A. 45.— Ireuxe. UnIäiAnvAen. OriZbd. 5.— Wilde, 0., Lpbivx. ^aebäiebtuvA von vor- lnrinn. Wien 1905. Ori§bd. 5.— — Lalolno. ^lit ^oiebnAn. v. Lsardsls^. I^prA. 1907. I^uxu83.u8§. auk dapan in Wildleder. 30.— IMM kM Wicbtixe pi-eigberabsetrunx. Lsilrüxs ^nr inälscken Drotlk. 2s.z I-isdeslsüsn äks Lsuskrit- volfiss Osutsvii von 1>r. 8. Sobmiät. 6r. 8". (62 Bozen.) Br. Statt 86.— kür 5.—- 2s.S knnyntLQlrLw. Xltinäieobs Unrollsnseminlnnz. Bentiidi von 2r. Bioli. Sodmiät. 6r. 8^. Br. Statt 12.— für „H 3 — ^SLlllrL-LtiüsoÜLl n-0?LLAsru. Bro- lisobe nnä nnäere Dioltunnon. Doutooli von 8.8. ovo r. 6r. 8". Br. Statt./( 4.— für ^/( 1.— LroliscÜL 2ieäer (Xav^asairiKralia). 8". Br. Statt „S 4.— für 1-— 2eüren äer Luxxlbriu. ^LvüsrbLeü äer NelLren Künftig erscheinende Bücher seener: Otsob. v. 2r. 4. 4. Us^sr. 8«. Br. Statt L 6.— für ü ../( 1.50 Lchsntkuer äsr rsüit krivreu. (Bnonlenmürnonritom) Soüelrnen- i'oman. Otsoü. v. 1. 1. Ue/or. 6r. 8°. Br. Statt ^ 12.— kür 3.— Verla^sLusksIt „kallas" (L6. Bo^er) in IVien XIX/I. In einigen Wochen erscheint: Erscheinen der Original-Ausgabe von Clarice Tartufaris Priester- roman „Jl Miracolo" war in Italien ein literarisches Ereignis. Auch eine Reihe führender deutscher Tageszeitungen hat sich bereits mit dem Buche beschäftigt, das nunmehr in mustergültiger Übersetzung vorliegt. Im ersten Teil ihres Romans führt uns die Dichterin in das stille, verzauberte Orvicto und in den Palazzo Monaldeschi, wo ein Zustand der Schwermut die von heißer Lebcnssehnsucht gequälte Seele der noch jungen Witwe Vanna Monaldeschi peinigt, bis das Kommen und die Liebe eines deutschen Kunstgelehrten der Armen einen neuen Frühling hervorzaubert. Doch der Traum dauert nicht lange — und die Reue über das, was sie getan, bringt sie fast zur Verzweiflung. Sie findet nur Trost in dem Entschluß, ihren Heranwachsenden Sohn Ermanno der Kirche zu weihen. Im zweiten Teil erleben wir den Werdegang des jungen Priesters, seine Seelenkämpfe und ersten Zweifel, die Wallungen seines heißen Blutes, das er von seiner leidenschaft lichen Mutter geerbt. Endlich, nach einer prächtigen Szene mit dem fanatischen und von bigottem Pricsierhochmnt erfüllten Bischof, Ermannos jähen Bruch mit der Kirche und seinen Austritt, in Gewißheit der Ex kommunikation. Der Roman ist trotz seines theologisch-philosophischen Charakters reich an spannenden Szenen. Die Idylle der „Monna Vanna" mit dem Donner Privatdozenten Fritz Langen ist so poetisch reizvoll und doch wieder so dämonisch packend, daß Ada Negri die Figur des deutschen Eroberers „diabolisch köstlich" nennt. Auch ans ein deutsches Publikum wird diese Welt von Mystik, Sonne und Sinnen freude gewiß eine tiefe Wirkung äußern. „Das Wunder" ist ein so feines, humorvolles und dabei tiefes Buch, daß es auch zu anderer Zeit als zu der des Modernisteneides des höchsten Interesses wert wäre. Ich bitte das Sortiment um tätige Verwendung. Das Buch kostet geheftet 3 Mark ord., gebunden 4 Mark ord. Alles was vor Erscheinen bar bestellt wird, liefere ich ohne Freiexemplare Mit 50 Prozent Rabatt Verlag Julius Hoffmann in Stuttgart Fortsetzung der Künftig erscheinenden Bücher s. nächste Seite.