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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 09.11.1908
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1908-11-09
- Erscheinungsdatum
- 09.11.1908
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
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12714 Börsenblatt j. d. Dlschn. Buchhandel. Nichtamtlicher Teil. 2K1 9 November 1908. Druckformen für Abbildungen. Tafeln und Buchschmuck. II. Die Berechnung der Herstellungs- kostenunddieKalkulationderBücherpreise. Die Beteiligung an den von Herrn Max Paschke ge haltenen Borträgen war für sämtliche Buchhändler Berlins durchaus kostenlos. Die Anmeldungen liefen so zahlreich ein, daß schon am ersten Tage nach der Versendung der Aufforde rung zur Teilnahme an dem Fachkursus der zur Verfügung stehende Raum mit etwa 100 Plätzen besetzt war. Es wurde deshalb eine sofortige Wiederholung des Kursus veranlaßt. Tie Meldungen erreichten die bisher höchste Gesamtzahl von 237 Hörern. — Im Laufe des Winters wurden ferner Vorträge von vr. Peter Jessen <Die künstlerische Ausstattung des Buches) und Professor vr. JeanLoubier <Die neue Buchkunst in Deutschland und im Ausland) gehalten. Beide Vortragende waren von dem Erfolg recht befriedigt und haben wiederholt ihrer Freude über das lebhafte Interesse des Jung buchhandels Ausdruck gegeben. Wir sprechen den genannten Herren, wie dem Vorstande des Krebs unseren verbindlichen Dank aus für diese Veran staltungen, welche die buchhändlerische Fach- und Weiter bildung bezwecken. Der Verein Krebs versteht es sehr wohl, für seine Fachkurse und Vorträge das lebhafte Interesse der Buchhandlungs-Gehilfen und Lehrlinge zu gewinnen, so daß der Besuch der einzelnen Vorlesungen ein durchaus reger und im ganzen auch ein regelmäßiger bleibt. Am 9. und 10. November 1907 feierte der Verein »Krebs« das Jubiläum seines sünfzigjährigen Bestehens. Der Vorstand der Korporation hat sich an dieser schönen Feier vollzählig beteiligt, und Ihr Vorsteher hat dem Verein herzliche Glück wünsche im Namen der Korporation ausgesprochen. Es war uns eine Freude, dem Verein für die neubegründete »Krebs- Jubiläum-Stiftung» den von Ihnen in der vorigen Hauptver sammlung bewilligten Betrag von 500 Mark zu übergeben, und ihm dadurch den Beweis zu liefern, daß die Korporation mit den Bestrebungen des Krebs namentlich aus dem Gebiete der von ihm geschaffenen Fortbildungsgelegenheiten völlig einver standen ist. Die von unserem Korporations-Mitglied, Herrn Hugo Heimann, in großherziger Weise gestistete Öffentliche Bibliothek und Lesehalle, die außergewöhnlich stark benutzt wird, ist jetzt in das eigene Heim, Adalbertstr. 41, übergesiedelt. Das Institut ist an den Wochentagen von 5s4—10 Uhr abends, an den Sonn- und Feiertagen von 9—1 und 3—8 Uhr geöffnet. Wir sind überzeugt, daß es all unseren Mitgliedern Freude machen wird, die neuen Räume dieses von unserem Kollegen begründeten volkstümlichen Instituts mit seinen vor trefflichen Einrichtungen zu besuchen. Der Zentralvorstand der Allgemeinen Bereini gung Deutscher Buchhandlungs-Gehilfen in Berlin ersuchte den Vorstand der Korporation, seine Stellung in Sachen Mindestgehalt der Gehilfen im Buchhandel Berlins der Bereinigung mitzuteilen. Unser Vorstand beschloß ein stimmig, zu melden, daß er es ablehne, für die gewünschte Fest setzung eines Minimalgehalts einzutreten. Ende dieses Jahres läuft die erste Hypothek von 250 000 Mark aus dem Hause der Bestellanstalt ab. Sie war in Händen der Simonschen Familienstiftung in Königsberg in Preußen, deren Vertreter Herr Or. Rosenthal ist. Der bisherige Zinsfuß betrug 314 Iß. Herr vr. Rosenthal war nicht in der Lage, zu diesem Zinsfuß die Hypothek zu verlängern. Er beanspruchte bei einer Verlängerung aus 5 Jahre vom 1. Januar 1909 ab 4^/- tzß Zinsen und eine Abschlußprämie von Ißtzß, das sind 1250 Mark. Die Kosten für die buchamtlichen Eintragungen und die notariellen Akte tragen beide Parteien zur Hälfte. Sämtliche Mitglieder Ihres Vorstands hatten die Überzeugung gewonnen, - daß wir unter den jetzigen Verhältnissen die Hypothek nicht billiger begeben können und wir haben uns daher mit diesen Bedingungen einverstanden erklären müssen. Die Berliner Wahlen zum Kauf mannsgericht fanden am 12. Februar d. I. statt. Kurz vorher, am 8. Februar, erhielt unser stellvertretender Schatzmeister, Herr Albert Seqdel, folgendes Schreiben:. Sehr geehrter Herr! Wie Ihnen bekannt sein dürfte, stehen die Wahlen für das Kausmannsgericht vor der Tür; wir bitten Sie, uns gefälligst mitzuteilen, ob Sie für den Fall, daß Sie als Kausmannsrichter vorgeschlagen würden, geneigt wären, die Wahl anzunehmen. Da morgen die Sitzung des Zentral-Wahl-Komitees für die Vorbereitung der Kausmannsgerichtswahlen stattfindet, in der die definitive Kandidatenliste aufgestellt wird, bitten wir Sie, uns gefälligst heute noch Ihre Entschließung zugehen zu lassen. Hochachtungsvoll Vorstand des Vereins Berliner Kausleute und Industrieller. Präsidium des Zentralausschusses Berliner kaufmännischer, gewerblicher und industrieller Vereine, gez. Emil Jacob, Präsident. Herr Seydel erwiderte, daß er geneigt sei, die Wahl an zunehmen. Der Berliner Buchhandel war bis dahin unter den Beisitzern des Kaufmannsgerichts nicht vertreten. Vorgeschlagen war unser Kandidat durch Herrn Löwenchal, in Firma A. War- muth, der als Spediteur vieler hiesiger e-uchhandlungen Inter esse für den Buchhandel zeigte und verhindern wollte, daß der Buchhandel auch hier wie in allen bisherigen derartigen Wahl vorbereitungen völlig übergangen werde. Wir unterstützten die Wahl unseres Kollegen durch ein Rundschreiben vom 8. Februar: Herr Seydel wurde gewählt. Um nun im Zusammen hang mit den jeweilig zur Verhandlung stehenden wichtigen wirtschaftlichen Fragen und derartigen Wahlen zu bleiben, hat Ihr Vorstand beschlossen, die Korporation in den Zentral- ausschuß hiesiger kaufmännischer, gewerb licher und industrieller Vereine aufnehmen zu lassen. Dieser Zentralausschuß ist begründet zur Beratung von Fragen des Handels und der Industrie, die für die einzelnen bei tretenden Vereine von besonderem Fachinteresse sind, für deren Verfolgung aber ein gemeinsames Vorgehen zweckmäßig erscheint. Jeder Verein entsendet zwei Delegierte, die Dele gierten vertreten durch ihre Abstimmung ihren Verein. Die Korporation ist zunächst vertreten durch ihren Vor steher und stellvertretenden Vorsteher. — Es ist Wohl der erste Fall, daß eine Buchhändler-Korporation sich als Mitglied einer Vereinigung von kaufmännischen, gewerblichen und industriellen Vereinen als Mitglied anschließt, trotzdem derBuchhandel schon durch seinen Namen zeigt, daß er dem Kaufmannsstande angehört und in Berlin gesetzlich gezwungen ist, zu den Kosten der Handelskammer beizusteuern und Gewerbesteuer zu zahlen. Wir glauben, daß der Zusammenhang unserer Korporation mit dem genannten Zentralausschuß uns in Zukunft nur vorteilhaft sein kann. Die Ältesten'der Kaufmannschaft von Berlin haben den Vorsteher unserer Korporation in den Ausschuß für Handel und Industrie berufen. Am 30. Mai d. I. richtete Ihr Vorstand ein Schreiben an das Königliche Kammergericht zu Berlin, in welchem mit-
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