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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 14.11.1908
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1908-11-14
- Erscheinungsdatum
- 14.11.1908
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19081114
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Sprechsaal. 266, 14. November 1903. I bedeutet: Bezahlte Rechnung: II: Leihbibliothek, Abonnement; III. Barverkauf; IV. Leihbibliothek einzeln. Die Tastatur weiter rechts weist jedem einzelnen Verkäufer 4, Ü, I?, v an, also für 6 Verkäufer. Die direkt unter diesem Taster sich befindenden Buchstaben 6, 6, .4 sind auch in der Farbe verschieden und ermöglichen so eine schnellere und richtigere Handhabung: 11 (gelb) bedeutet: Bezahlte Rechnung, 6 (rot) „ Kredit-Verkäufe, Um nun z. B. eine Rechnung zu buchen, stellt man den Hebel auf I und den Taster auf 6 und bewegt die Kurbel, die Kasse springt hörbar auf, der Betrag wird auf dem Zifferblatt — sowohl für Verkäufer als auch Käufer sichtbar — angezeigt und auf dem Zähler I gleichzeitig addiert. Um nun über die Anzahl der schluß zu erhalten, befindet sich weiter rechts, anschließend an eben beschriebene Tastatur, eine verschließbare Klappe, die auf ihren drei Rubriken den jeweiligen Geschäftsvorgang addiert: 8: 6: Des Weiteren befinden sich noch die Zahlreihen für Mark und Pfennig, und zwar von 1 o) bis 99.— höhere Beträge müssen durch zwei oder noch mehrere Stellungen gedrückt werden. Unten am Sockel befindet sich ein Kundenzähler, der sowohl auf den vier einzelnen Zweigen als auch noch insgesamt die An zahl der Kurbeldrehung addiert; oben unter dem Anzeigebrett befindet sich der Hauptzähler, auf dem die vier Nebenzähler auf addiert werden. Die Kreditverkäufe und Ausgaben sind durch eine sinnreiche Einrichtung von dieser Addition ausgeschaltet. Nun komme ich zu einzelnen Vorgängen im Geschäftsverkehr. Kauft ein Kunde ein Buch für 1 80 H, so stellt der Verkäufer v zuerst den Hebel auf III — drückt sodann seinen Buchstaben v nieder, desgleichen den Betrag I ^4 80 H und dreht sodann die Kurbel links am Apparat. Es fällt ein Bon heraus, der das Datum, die Kundenzahl und den Betrag anzeigt; nunmehr nimmt der Verkäufer den Bon, schreibt auf denseben das be treffende Buch auf (sehr wichtig!) und spießt den Bon auf einen Nagel auf. Eine bezahlte Rechnung wird auf I und 8 nebst dem Betrag gedrückt, der herausfallende Bon wird mit dem Namen des Zahlers beschrieben und in einen eigens für diesen Fall im Innern der Kasse befindlichen Kasten geworfen. Kreditverkäufe und Ausgaben werden auf III und auf den betreffenden Buch staben, also 6 oder gedrückt, und der Bon wird ebenfalls be- chrieben und in eine dafür eingerichtete Schublade in der Kasse gelegt. Der Kunde erhält in keinem Falle den Bon. Mit dieser Karte ist aber auch das übliche Zettelwesen für die Leihbibliothekskunden weggefallen. Für die Leihbibliothek habe ich mir einen Kasten einrichten lassen, der 26 Kästchen in der Größe der Bons enthält. Jedes dieser Kästchen dient für einen Buchstaben im Alphabet; für 8, 8eb und 8t je eine Rubrik. Der Vorgang an der Maschine ist nun folgender. Ein Leser erhält die Nummer 1200; der Verkäufer L stellt den Hebel auf IV und auf seinen Buchstaben X ein — tastet aber keinen Betrag und dreht die Kurbel; es fällt ein Bon mit 00,00 heraus; auf diesen Bon schreibt er Nummer des Buches und Namen des Lesers auf, wirft sodann den Bon in eine Schublade, m wo diese Bons zweimal am Tage in den oben beschriebene en alphabetisch eingeordnet werden. Bringt hingegen ein Kunde ein Buch zurück, so wird aus dem Alphabet der betreffende Bon herausgenommen, der fällige Be trag ausgerechnet und dann auf der Maschine der Betrag mit Buchstaben des Verkäufers (Hebel auf IV) gedrückt. Beide Bons werden nun mit dem Rücken entweder aneinander aufgespießt oder zusammengeheftet mit einer Handheftmaschine. So kann ich immer, da sich auf jedem Bon das Datum be findet, feststellen, ob der richtige Betrag gezahlt und auch in die Kasse gekommen ist. Die Vorteile für dieses System fallen in die Augen. Das lästige Zettel-System fällt weg — ich brauche also einen Zettel gar nicht mehr zu führen, wenn der betreffende Leser z. B. in Ferien weilt, es wird somit das Anwachsen der! einzelnen Zettel in den Alphabeten verhindert; sodann kann kein Leser behaupten, er hätte an irgend einem anderen Tage das betreffende Buch entliehen — man zeigt den Bon mit dem Datum vor, und der Kunde muß zahlen. Zum Schlüsse überhaupt die Kontrolle über sein Personal? Übersicht durch den nur für ihn allein zugänglichen Kontroll streifen, auf dem sich die einzelnen Phasen des Geschäftslebens der Reihe nach aufdrucken. Noch eine Reihe von feinen Einzel heiten hat diese Maschine, die hier aufzuzählen zu weit führen wird. Nur eins erwähne ich: Verläßt der Chef das Geschäft, so dreht er an dein Kontrollstreifen, ebenso wenn er wiederkommt, und beim Kassemachen sieht er, was in dieser Zeit los war. Die I§. 6'. 8. Oo. gibt ein vorzügliches Kassabuch bei, auf dein man die einzelnen Posten genau eintragen kann, ein Kassabuch, das die Summe der einzelnen bezahlten Rechnungen oder Bar verkäufe usw. alle von Tag zu Tag vor Augen führt, das ferner die Summe der Ausstände (Kreditverkäufe) feststellt, von denen wieder die bezahlten Rechnungen von Tag zu Tag abgeschrieben werden können, so daß man eine fortlaufende Bilanz (mit Aus nahme des Lagerbestandes und lausender Verpflichtungen) stets in Händen hat. Die Kasse sieht sehr elegant aus und ist ein Schmuckstück für jedes Geschäft; das einzige, was ich an ihr auszusetzen habe, ist der Umstand, daß ich sie nicht vom ersten Tage an aufgestellt habe, — mir wäre viel Verdruß und viel Geld erspart geblieben- Zu weiteren Erläuterungen bin ich stets bereit. Ich kann diese Kasse nur jedem rechnenden Buchhändler mit gutem Ge wissen empfehlen. Eine solche Kasse und daneben eine geordnete, dingte Notwendigkeit und —' sollte es auch für jeden vorwärts strebenden Sortimenter sein. Göttingen, den 4. November 1908. Anbei ein Abschnitt des Kontrollstreifens, auf dem die Vor gänge automatisch sich abdrucken. Man sehe hier die bedeutend vereinfachte Übersichtlichkeit zum Vergleich mit der Kasse des Herrn Oscar Eulitz (siehe Börsenblatt Nr. 244, S. 11570.) Der Streifen beginnt mit einem 000 Bon und einem Kreuz- chen — ein Zeichen für mich, daß die Kasse von mir am ver gangenen Tage auf 0 eingestellt wurde. L IV —0.00 Ls lrormut 1 8on Lür Leibbibliotbelc IV rrvsolrs sines Vsllcüuker L. Ich überspringe die weiteren Bons bis zu Nr. 12. 6r I 30.— Line be/.ablte üeebuunA: vr. LritL (Auf den Bon wird Name und Folio geschrieben, an der Handschrift erkennt man den quittierenden Verkäufer. Sollte auch einmal ein solcher Bon ab Händen kommen, so bemerkt der Chef am Abend 1. beim Offnen der Klappe, wo die bezahlten Rechnungen, Kreditverkäufe und Ausgaben automatisch addiert werden, daß ein Bon fehlt; er sieht 2. auf dem Kontrollstreifen nach und fragt jeden einzelnen Verkäufer dann, wer diese Zahlung angenommen; es wird somit dann auch der Name des Zahlers festgestellt. 0. 6. 103) » 17 6V. III. 12.— Lin Oeäitverknul (viäe 6on). Name des Verkäufers durch die Schrift erkenntlich; außerdem darf nie ein Buch aus dem Haus gehen, das nicht belastet ist; Kontrolle auch hierfür: das Folio auf dem Bon. ^ „ 21 V II. 1.75 Lin Leibbibliotbeks-^bonneinent (auf dem
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