Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 14.11.1908
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1908-11-14
- Erscheinungsdatum
- 14.11.1908
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19081114
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-190811142
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19081114
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1908
- Monat1908-11
- Tag1908-11-14
- Monat1908-11
- Jahr1908
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
266, 14. November 1808. Nichtamtlicher Teil. — Sprechsaal. Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. 16073 * Neue Bücher, Kataloge usw. für Buchhändler: dur§. 8». 36 8. 1420 iu HeA6N8 (6xklu8. Lll^lised). Orientalia. 8". 56 8. 2089 Xrn. Allgemeine Militär- und Sport-Bibliographie. Monatsbericht über die Militär- und Sportliteratur des In- und Auslandes, Organ für militärische Winterarbeiten, nebst literarischen Auf sätzen und Besprechungen. Verlag von Zuckschwerdt L Co. in Berlin. XVII. Jahrg. 19 8. Nr. 10. 8". S. 145—160. Persoualnachrichten. Jubiläum. — Vergangenen Sonntag, am 8. November, waren 50 Jahre vergangen, seit der Notenstechereifaktor Herr Hermann Hey er in das Haus Breitkopf L Härtel in Leipzig eingetreten ist. Aus diesem Anlaß vollzog sich am Morgen beim Eintritt des Jubilars in das Geschäft ein weihevoller Festakt. Vom Breitkopf L Härtelschen Gesangvereine mit dem Hauptmann- schen Liede »Du Herr, der alles wohlgemacht« empfangen, wurde der Jubilar zunächst von den Chefs des Hauses, den Herren Ge heimen Hofrat I)r. von Hase und I)r. Ludwig V olkmann, begrüßt. Der letztere hob in einer Ansprache die Treue der Familie Hetzer hervor. Schon der Vater des Jubilars habe dem Hause Breitkopf L Härtel 53 Jahre lang als Schriftgießer angehört, und auch ein Sohn des Jubilars arbeite bereits 21 Jahre lang als Notenstecher mit ihm, so daß Großvater, Vater und Sohn derselben Firma insgesamt 124 Jahre treuer Mitarbeit gewidmet haben, ein Um stand, der in unserer unbeständigen Zeit gewiß besonders her vorgehoben zu werden verdiene. An die Ansprache schloß sich die Überreichung wertvoller Ehrengaben. Der Jubilar dankte mit bewegten Worten, betonend, daß die Treue seiner Familie in erster Linie das Haus ehre, denn wo man sich wohl fühle, lasse man sich nieder. Hieran schlossen sich die Glückwünsche der Arbeiterschaft, in deren Namen Herr Noten- s.echer Thieme sprach. Ein Schlußgefang beendete die erhebende Feier. An Ratsstelle wurde dem Jubilar von Herrn Oberbürger meister vr. Dittrich das ihm von Sr. Majestät dem König ver liehene Al brechtskreuz in Gegenwart des Chefs, Herrn vr. Volkmann, überreicht. Am Abend fand ein von der Breitkopf L- Härtelschen Notenstecherei zu Ehren des Jubilars veranstalteter Kommers unter Teilnahme der Prinzipalität statt, der durch An sprachen, humoristische und musikalische Vorträge angenehm ge würzt war. Carl Schmidt. * Gestorben: am 29. Oktober im sechsundfünfzigsten Lebensjahre uner wartet infolge Herzschwäche der Buchhändler Herr Eugen Konetzktz in Witten a. d. Ruhr, Inhaber der am 1. Mai 1880 von ihm gegründeten Buchhandlung seines Namens. — Ehre seinem Andenken! Sprechsaal. Kontrollkassen. <Vgl. Nr. 23g, 243, 244, 24S, 248, 24g, 2S4, 259 d. Bl.) Zum Semester-Anfang hat der Buchhändler in einer Univer sitätsstadt die Hände voll zu tun, daher wird man es Unter zeichnetem nicht verübeln, wenn er zu der »Kontroll-Kasseno-Aus- sprache erst heute das Wort ergreift. Während meiner Gehilfen zeit habe ich Gelegenheit gehabt, in die verschiedensten Kassen systeme Einblick zu erhalten und mir ein eigenes Urteil zu bilden. Alle die einzelnen Kassen hatten ihre Nachteile, keine aber konnte allen Anforderungen gerecht werden; mochte es nun eine Schreib ender Kontrollkasse sein oder gar, wie in meiner letzten Stelle, ein Schecksystem mit einer eigens für diesen Zweck engagierten Kassiererin. Bei Übernahme der früher Cariusschen Buchhandlung fand ich zwei Kontrollkassen (System Meteor Carius-Würzburg) vor, die für die Vielseitigkeit meines Geschäftes unbedingt vonnöten waren. Für den ersten Augenblick leuchtete mir auch der Vorteil Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel. 7b. Jahrgang. ich mit Gewißheit feststellen, daß der erste Angestellte systematisch mich betrog, meinen Vorgänger, sogar trotz peinlichster Aufsicht, um Hunderte geschädigt hat. Ich sann nun lange Zeit darüber nach, ein Kassenwesen ausfindig zu machen, bei dem einmal ein Betrug ausgeschlossen ist, und ferner, das alle Vorteile der ver schiedensten Kassen vereinigte und womöglich die Nachteile auf 2. Barverkäufe. 3. Leihbibliothek und zwar: a) Einzeln. d) Abonnements. ^ 4. Ausgaben. 5. Kreditverkäufe. Um eine ordnungsgemäße Übersicht der einzelnen Vorgänge einzelnen Vorgänge dem Auge des Käufers angezeigt werden. Ehe ich nun weiter fortfahre, sei es mir gestattet auf einen Punkt etwas näher einzugehen, der Inhaber von Leih- Zettelsystem, wo jeder Einzelleser ein Konto eingerichtet erhielt. Da auch meine Leihbibliothek — wie alle solche in Universitäts städten — an dem unpünktlichen Zurückbringen der ausgeliehenen Bücher leidet, so hat mein Vorgänger Strafgelder eingeführt, und zwar dergestalt, daß für Einzelleser jeder weitere Tag über die eigentliche Ausleihefrist (für 8 Tage IO H) 5 ->) kostete. Behält also ein Leser ein Buch 13 Tage, so mich er 10 H für 8 Tage be zahlen und nochmals 25 c) für die anderen Tage. Diese Berechnungsmethode führte nun zu großen Mißhelligkeiten, und zwar einmal bot sich hier ungetreuen Mitarbeitern die Gelegenheit zu betrügen, indem sie bei der großen Zahl von Lesern von dem Standpunkte ausgingen, daß eine Kontrolle der einzelnen Konti, Tag für Tag nicht durchführbar sei, und so u. a. die Daten änderten, den richtigen Betrag vom Leser zwar erhoben, in Kassenwesen rc. und meine besonderen Wünsche an eine Buch händlerkasse. Nach manchen Beratungen fanden wir endlich eine in allen ihren Teilen automatisch arbeitende Kasse der oben- Jch will nun gleich von vornherein betonen, daß eine solche Kasse natürlich nicht billig sein konnte, und ich bitte die Herren Kollegen, die sich hierfür interessieren, und eigentlich sollte rückständig bleiben, nicht auf den Rücken zu fallen, wenn ich zuerst den Preis hier nenne. Diese Kasse kostete: 2125 Von dieser Summe gingen die beiden in meinem Besitze befindlichen Meteor kassen mit 150 ab; bei Auftragerteilung zahlte ich 100 ^ an, bei Empfang der Maschine wiederum 100 ^ und den Nest von 1775 in 6 Raten ä 100 und fünf weiteren Raten ä 255 sämtlich in monatlichen Raten, so daß die Kasse innerhalb Jahres frist bezahlt war. Für diese immerhin gewaltige Ausgabe sind auch die Anforderungen große, und bis zum heutigen Tage habe ich noch keinen Tag den Kauf dieser Kasse bereut und möchte des weiteren auch keinen Tag die Kasse vermissen. Es sei mir zum Schlüsse noch ganz kurz eine gedrängte Er klärung der Kasse gestattet. Linkerhand an der Kasse befindet sich eine verschließbare Klappe, unter der die Einzelzähler der vier Zweige, die besonders getrennt sind, sich befinden. Ein Hebel rechts daneben ermöglicht es dem Verkäufer, jedesmal eine genaue Einstellung vorznnehmen: 1704
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder