^ 74, 30. März 1907. Künftig erscheinende Bücher. Nur hier angezeigt! In unserem Verlage erscheint in Kürze- Briefe von Robert Browning und Elizabeth Barrett-Barrett Wohlfeile Ausgabe Geh. M. 4.-, geb. M. 5.— „Wenn Robert Browning, als er vor seinem Tode seinen übrigen Briefwechsel verbrannte, auch den Inhalt des kleinen Schreins vernichtet hätte, in dem er sorgsam seine und Elizabeth Barretts Briefe geordnet hatte, dann würde nach der höheren Rechenkunst die Menschheit mehr verloren haben, als wenn die ganze Bank von England zu Asche geworden wäre." — So beginnt Ellen Key ein Kapitel ihres um fangreichen Essays über die Brownings. Und weiter sagt sie von diesem Briefwechsel: er offenbart „die Möglichkeit höherer Gefühle, als sie selbst die meisten Ausnahme menschen sich träumen lassen, er zeigt einen großen und im hohen Grade männlichen Geist, der so lieben konnte, wie die seelenvollsten Frauen unserer Zeit geliebt zu werden wünschen; und einen großen und im hohen Grade weiblichen Geist, der eine solche Liebe einflößen, erwidern und bewahren konnte." Und in der Tat haben diese Briefe nicht viele ihresgleichen in der gesamten Briefliteratur aller Zeiten und Völker, sie spiegeln einen unerhörten Reichtum an Geist, Bildung und Seelenkrast- Sie sind zudem wie ein Roman; es ist, als ob das Leben selber gedichtet und komponiert hätte. Oscar Wilde: De profunde Auszeichnungen und Briefe aus dem Zuchthaus in Reading 11.-13. Auflage. Geh. M. 3.—, geb. M. 4.— Von einem Buche will ich sprechen, das man als Seelenenthüllung einst vielleicht über alle Bücher unseres Kulturalters stellen wird. Groß ist sein ethischer Ernst, größer seine Wahrhaftigkeit, leuchtend und blühend sein Stil, herzauswühlend seine Klage, zu Tränen versöhnend sein Schmerz und seines Schmerzes Echtheit. Wer Ohren hat, der höre — höre diese Stimme eines Menschen, die so erschütternd aus der Tiefe schallt. Eines . .. ? Des Menschen, denn es ist ein Dichter. Wer aber könnte Äöhen und Tiefen des Menschengeheimnisses so zugleich erfassen, wie ein Dichter? Aus der Fülle eines Elends heraus, das keine Phantasie vergrößern kann, redet dieses Dichters Stimme so ernst und tief und groß zu uns, als wäre der Sänger des „Inferno" auf diese Erdenbühne zurückgekehrt und spräche nun aus der Empfindung eigener Schmerzen heraus, was er einst aus beflügelter Phantasie mit der Lust am Fabulieren in Terzinen goß. (Tägliche Rundschau, Berlin) Wir versenden nur auf Verlangen. Bestellzettel liegen bei. S. Fischer, Verlag, Berlin