12ÜKS VSrl-ndla» d. DIMx Buchyxndkl. Künftig erscheinende Bücher. 23g. 13. Oktober 1911 Mnstig erscheinende Sucher. Lncls N'ovsmdsr ersebsint rum LOOfätiriAsii KedrirtstLAS äes grossen Löllixs io 11 resp. l 8 ^uklsxe jllllitl. v. Mierlii, ü. klifzel u. ü. Verlag von Jos. Scholz in Mainz (Z) In meinem Verlag erscheint am 18. Oktober: frieckncli äerOro88e unä sein ttok V. 1^. NLülbaeü. 3 öanäs. Or. 8°. OL. 600 Leiten. 11. ^.uüaAS. Ait f». 60 i-utionon LIsA. dr. ^6.— orä., >L4.50 no., ^L4.— bar,7/6. Oebunäen ^ 7.60 orä., ^ 6.25 bar. ?rieärick cl. Or. u. s. Nok lifbns roixs: kerlin unä 8an880uci väer brieäricb 6.0. u. 8. freunäe 4 8anä6. Or.Zo. Oa. 600 Leiten. 10. Ait «» 56 lüu^frktionpn in Iil8tori86li Astrsusr Vai'8t6l1un8. L1e§. br.^ 6.— orä., ^4 60no., ^4.— bar, 7 6. In Ori^bä. ^ 7.60 orä., ^ 6.25 bat. I probeexpl. deiner >Verke bi8 25 k^ov. ^ >2.— orä., kür 6.5V dar. 7/6 Lxpl. xemlsclit 42.— orä. t. 18.— dar. äem xro8sen besepublikum, äas von alters ber mit Vorliebe liofLerctiicliten las. boben Oenuss ^e^väbrt uncl äen grossen Löni§ in klermülla k«r8äort Verlsx ia kerlia W. ZV. i Rust die Geschichte eines Lebens Von Kurt Geucke 460 Seiten 8". Geheftet 4 M., gebunden 5 M. no. M. 2.85, bar 2.60 bezw. 3 60, 3.25 und 13/12. Der Verfasser, Kurt Geucke, ist als Schöpfer mehrerer Dramen, besonders seiner im Dresdener Loftheater mit tiefgehendem Erfolg aufgeführten Tragödie „Sebastian", sowie seines Buches „Nächte" in der Literatur kein Unbekannter mehr. In seinem neuen Werke „Nust" darf man, glaube ich, den ersten wahrhaft bedeutenden deutschen Kolonialroman erblicken. Die packenden Milieuschilderungen des Buches, besonders des Bergwerks und Lüttenbetriebs, der Lamburger Lasen- und Landelswelt, und vor allem seine Meerespoesie, die farbensatten Schil derungen der Südsee werden am besten für sich selbst sprechen. „Ruft", um den Inhalt kurz zu skizzieren, ist die entwicklungsreiche selt same Geschichte eines Lebens. Der Leld, ein Mann in der Vollkraft der schaffen den Jahre, wo sonst die meisten sich bescheidend, schon irgend ein schützend Lasen- plätzlein erreicht haben, wird infolge einer Schuld, die er auf sein Gewissen ladet, von Laus und Leimat vertrieben. Ein neues, fernes, fremdes Leben empfängt ihn nach heißen Läuterungen und bittersten Erfahrungen, und, nach einem merk würdigen, ungewöhnlichen Aufstieg aus tiefster Erniedrigung auf die Lohen des Daseins, gewährt es ihm in einer Tätigkeit, die ihn die Erfüllung einer schweren, großen Aufgabe gelingen läßt, die ersehnte wunderbare Erlösung. Im ersten Teil des Buches steigen wir mit „Ruft", dem Bergmann, als er noch Michel Mattheis heißt, im schwarzen Land in die Tiefen des „David Richtschachtes" hinunter und in die tieferen Tiefen seiner Seele, wo wir seine Schuld und Schmerzen lesen; wir begleiten ihn sodann durch die Läuterfeuer der Lochöfen eines Lüttenwerkes der Noten Erde; wir folgen dem unstet Flüchtigen weiterhin an die Wasserkante in das alte meermächtige Lamburg mit seinen Kaufmanns burgen, seinem welterbrausenden Lasen- und Landelsbetrieb, wo wir sehen, wie sich Rust ein neues Leben zimmert, und wir fahren mit dem Rast- und Ruhelosen, nachdem er sich inzwischen durch eigene Kraft, Unternehmungsgeist, Glück und Wahrnehmung günstiger Umstände zum Lerrn eines Welthauses, einer großen Lamburgischen Reederei aufgeschwungen hat, durch Sonnenbrand und Stürme dann noch weiter hinaus in die Meere der Ferne. Dort, auf einer einsamen Südseeinsel, auf die wir im zweiten Teil des Buches gelangen, lernen wir Rust immer mehr als den „königlichen Kaufmann" kennen, der mit seinen Schiffen Länder und Völker verbindet; wir sehen ihn die Erbschaft jenes Johann Cesar Goddefroy antreten und ihn, wie diesen großen Sohn