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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 16.10.1911
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1911-10-16
- Erscheinungsdatum
- 16.10.1911
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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12190 »orsenblatt s. » Dtschn. «uchha«^ Amtlicher Teil. 241. 16. Oktober 1911. Upeyer L Kaerner, UniverfttätSb«chhandlung in Freiburg i. Br. 12226 kowpletl 2 ^ 40 «eorg Glitte in Berlin. 12231 *1,6^alä: Ois ^Vebrlossn. 2 xsd. 8 Bernhard Tanchnitz in Leipzig. 12236 '1's.uebllit2 Läition. Vol. 4294: «Msrriok: l'bs kositiov ok llr^rpor. 1 ^ 60 OriA.- I^eivsvbä. 2 ^ 20 H; OriA.-övsollSnIrdä. 3 Raphael Tuck «L Lon» in Berlin. 12212 Eduard v. Gebhardt: Kunstmappe mit 24 vollfarb. Studien« blättern. Reproduktionen aus verschiedenen Epochen des Meisters, Studien und Vorarbeiten zu zahlreichen seiner berühmtesten Werke. 12 Luxusausg. Halbfrz. 20 ^t. T. Fisher Uvivin in London. 12208 Visbör: ^air ^msriog-Qs. 10 8Ü. 6 ä. net. I'be IVorlä'g Le8t k'air^ 8tori63. 1'ran8latsä d)' I'rLnlr. 7 8Ü. 6 ä. net. LIg.eäooeII: 7'be Its-lian Loolr. 6 8Ü. net. Liebeve: I'be I'ruitkul Vine. 6 8b. «erlag kolonialpolitischer Zeitschriften «. m. b. H. 12236/37 in Berlin. *8^tken': 2 ^ 603 ^ 50 Carl Winter S Univ -Vnchh. in Heidelberg. ^Stsrn-I'boäe: vs.nte unä 6oetbe. 6eb. *1?bo6s: k'ranr 1.1821, 12241 JnlinS Zeitler «erlag in Leipzig. 12215. 12234 n?50 unä bpo . pp *li,eblen: I'rieäriob Lebillsr. 6sb. 6 1-uxu83.u3xabs 12 Verbotene Druckschriften. Es hat die 3. Ferien - Strafkammer des Königlichen Land gerichts I, Berlin am 1. September 1911 für Recht erkannt: Sämtliche Exemplare der Druckschrift »Ehe und Liebe ohne Kinder« sowie die zu ihrer Herstellung bestimmten Platten und Formen sind unbrauchbar zu machen. 38 I. 741/11. Berlin, 6. Oktober 1911. Der Erste Staatsanwalt beim Landgericht I. Durch Beschluß des König!. Amtsgerichts Berlin-Mitte Abt. 146 — 146 6. 1942. 11 — ist in der Ermittelungsfache gegen Pfchütt gemäß §§ 40, 41, 184 Nr. 1 St.-G.-B. sowie § 98 St.-P.-O. die Beschlagnahme sämtlicher Exemplare der Nr 38 (1019) der Wiener Zeitschrift »Pfchütt« vom 23. September 1911 angeordnet, weil die genannten Exemplare dieser Zeitschrift der Einziehung unter liegen. 38. I. 1064/11. Berlin, 6. Oktober 1911. Der Erste Staatsanwalt beim Landgericht I. (Deutsches Fahndungsblatt Stück 3826 vom 13. Okt 1911.) Nichtamtlicher Teil. Berliner Briefe. VII. Überproduktion und vermehrte Absatzmöglichkeit.— Reklame und Schaufensterwettbewerb. — Kunst und Kunstgewerbe. —. Neue Zeitschriften. — Der neue Buchdruckertarif. Mein Selbstbewußtsein als Prophet hat in den letzten Tagen einen starken Stoß erhalten, denn meine Annahme, daß die mißlichen wirtschaftlichen Verhältnisse den Buchverlag zur Vorsicht bei Herausgabe neuer Bücher verleiten würden, hat sich nicht erfüllt. Mag man die Auslagen der Berliner Sortimenter betrachten oder die umfangreichen Börsenblätter dieser Tage durchlesen — der Eindruck bleibt der gleiche, daß die Zahl der diesjährigen Novitäten an Geschenkliteratur die der Vorjahre noch bedeutend übertrifft. Neben die alten wohlbekannten Schriftsteller, die es in dieser schnell lebigen Zeit für gefährlich halten, mal eine Saison zu über springen, treten immer neue Talente, die — nach den Ver sicherungen ihrer Verleger — der Sortimenter zu seinem eigenen Schaden nicht übersehen darf. Zu den Einzelwerken ge sellen sich dann die Serien »populärwissenschaftlichen wie belletristischen Inhalts» — ein ungeheures Kapital, sestgelegt, um Früchte zu tragen. Neben die wirtschaftliche Sorge stellt sich die ideelle. Dient diese Überproduktion wirklich der Kunst? Ich glaube, daß sich Vor- und Nachteile ungefähr die Wage halten. Eins ist gewiß: die Unternehmungslust unserer Verleger im Ver- ein mit literarischen Wechselströmungen, die keine Kunst richtung ganz ausschalten, läßt es recht unwahrscheinlich er scheinen, daß ein guies belletristisches Prosawerk heute nicht verlegt wird.-) Viel größer ist die Gesahr, daß gute Romane unver kauft bleiben. Nicht daß jemand (immer Erwachsene als! Käufer betrachtet) ein schlechtes Buch kauft, ist das Traurige, sondern daß er dafür ein gutes Buch nicht kaust oder gar! die Lust am Kaufen überhaupt verliert. -Es ist nicht gut, daß man den Kindern das Brot nehme und werfe es vor I die Hunde.« Ich glaube, dieses Bibelwort gibt etwas! drastisch, aber wahr die Schädigung der guten Bücher druck I die schlechten wieder. Kurz, wir müssen mit der praktischen Tatsache rechnen,! daß in diesem Winter die Fülle des Gebotenen in keinem! Verhältnis zur Kaufkraft des Publikums steht. Nun sind! ja schon lange Bestrebungen im Gange, durch Erziehung derl unteren Volksschichten zu Bücherkäufern den Absatzmarkt! unserer Produkte zu erhöhen. Ich möchte mir nun heute! einen neuen Vorschlag erlauben. Wie wäre es, wenn wir! statt nach unten, mal nach oben gingen und prüften, ob! die obersten Schichten unseres Volkes schon durchweg soviel! Literatur konsumieren, wie es ihrem sonstigen Vermögens- und! Bildungsstand entspricht? Ich möchte für Norddeutschlandl wenigstens diese Frage im allgemeinen verneinen. Lasseirj -> Bei Poesie und Dramen wird auch heute der Verfassen immer mit einem Kostenzuschuß rechnen müssen, eine VerlagsartH gegen die sich meines Erachtens durchaus nichts sagen läßt, soserns eben die »Güte des Kunstwerks» und nicht das »Portemonnaies des Künstlers den Ausschlag gibt.
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