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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 19.10.1911
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1911-10-19
- Erscheinungsdatum
- 19.10.1911
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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12424 «r,eM»tt s. d. Dtschn. Buchhand-I. Fertige Bücher. .P 244, lg. Oktober 1911, Durch dis nationale Presse mit der Kreuz-Zeitung an der Spitze ging in den letzten Wochen der Rus nach einem Nationalen Witzblatt. Das Bedürfnis nach einem solchen wurde allgemein anerkannt. Den ersten Schritt auf diesem Wege tat Ernst Püschel mit feinem Buche Die deutsche Pest Skizzen und Satiren — drosch, ord. M. 1.— ged. ord. M. 1.80, das vor Kurzem im Unterzeichneten Verlage in 2.-6. Auflage erschien. Daß dieses Buch, welches mit scharfer Satire den Schund und Schmutz in der Literatur und vor allem in den Witzblättern bekämpft, wie kein zweites geeignet ist, einem so segensreichen Unternehmen, wie es ein natiouales Witzblatt ist, den Weg zu ebnen, beweisen die zahlreichen, zum größten Teil begeisterten Zuschriften und Besprechungen in den angesehendsten Zeitungen des ganzen Reiches. Wir lassen nachstehend eine Auswahl der Besprechungen folgen: StaatSbürgerzeituug, Berlin. Jeder deutschempfindende Mann wird schon oftmals über die Schamlosigkeiten einzelner Witzblätter empört gewesen sein, die unsere nationalen Heilig tümer mit der brutalsten Gewissenlosigkeit in den Staub ziehen. Püschel hat es in vorliegendem Bändchen unternommen, mit Witz und Satire gegen diesen Krebsschaden des deutschen Volkes zu Felde zu ziehen. Dieser Aufgabe hat er sich aus dem Ge fühl seines innersten Herzens heraus unterzogen; er zergliedert mit beißender Schärfe den grellen Zynismus und die schäbige Gemeinheit, die sich in diesen Blättern breitmachen. Wir müssen dem Verfasser für seine Arbeit dankbar sein, ist er doch einer von den wenigen, die den Mut gefunden haben, dem deutschen Volke einen Einblick in das Labyrinth des Schmutzes zu ge währen, das sich in seiner Mitte, alles zersetzend und vergiftend, mehr und mehr ausbreitet. Mögen sich noch viele finden, die im Geiste Püschels den Kampf aufnehmen gegen alles, was die Ehre der deutschen Nation herabziehen Willi Braunschweigisches Bolksblatt. Im Kampfe gegen die Unsittlichkeit in unserem Volke schweigt leider mancher, dem zu reden Pflicht wäre. Umsomehr freuen wir uns über das mann hafte Wort, das der Verfasser gegenüber den frivolen Witz blättern findet. Es ist noch gar nicht lange her, daß vor der artigen Blättern das gebildete Publikum sich kritiklos verneigte, und wenn es anders wurde — und es muß damit noch viel besser werden —, dann verdanken wir es einer kleinen Zahl kühner Vorkämpfer, und zu ihnen zählt auch der Verfasser. Möge das Büchlein recht vielen die Augen öffnen! Leipziger ALigemsirre Zeitung. Der Verfasser rechnet zu der Schund- und Schmutzliteratur nicht nur jene Zehn- und Zwanzigpfennighefte mit den grellfarbigen Bildern, sondern auch gewisse deutsche Witzblätter und bekämpft diese in nach drücklichster Weise. . . . Deutsche Warte, Berlin. ... In kecken, frischen Worten wendet sich Püschel gegen die Witzblätter. Ohne Scheu öffnet er sein Herz und läßt seinen ganzen Groll in satirischer Form ausfließen. Er spricht es aus, andere halten es in sich. Jetzt, wo der Kampf gegen Schund und Schand im deutschen Lande entbrannt ist, will er auf den unermeßlichen Schaden Hinweisen, den Witzblätter, die das dirnenhaft Nackte und die gemeine Zote kultivieren, erzeugen. Es ist eine Schande, daß das deutsche Volk Gefallen findet an solch elendem Machwerk, das keine Schonung der heiligsten Güter unseres Volkes kennt. Religion und Vaterlandsliebe werden zu den „sittlichen Schäden" eines Volkes gerechnet. Das Buch ist eine Mannestat. Positive Union, Berlin. Der Verfasser deckt in seinem Schriftchen mit schonungsloser Offenheit den schrecklichen Krebs schaden auf, der in der Verbreitung aller schamlosen Witzblätter am Marke unseres Volkes zehrt und fortwährend einen großen Schaden anrichtet, da es dem Staate in feinen Führern und Machthabern an Kraft fehlt, mit eisernem Besen den Augiasstall perverser Gemeinheiten auszukehren, der unserem Volke in jener Witzblattpresse wöchentlich geboten wird. Mecklenburger Warte, Wismar. Unter diesem Titel ist im Kaufungen-Verlage in Rostock eine Streitschrift erschienen, die mit aller Energie die Ausrottung der Schmutz- und Schund literatur fordert. Besonders scharf wird gegen die Witzblätter vorgegangen, die die Grenzen der an sich berechtigten Satire schroff Überschreiten, die auf die niedrigsten Triebe einer sen- jationshungrigen Menge spekulieren. Wenn der Verfasser weiter meint, daß durch solche Lektüre die Vernichtung des religiösen und sittlichen Empfindens unseres Volkes gefördert wird, so ist dies leider nur zu wahr .... Thüringer Landeszeltung, Gotha Seine trefflichen, von dem Gefühle flammender Entrüstung beseelten Ausführungen verdienen von allen gelesen zu werden, die gleich ihm in jenen zotigen, kotigen, jedes Witzes und jeder Satire baren »Witzblättern« — Namen brauchen wohl nicht .genannt zu werden — eine ver heerende P stbeute für unser deutsches Volkstum erblicken. In ähnlicher Weise äußern sich noch eine große Reihe anderer Tageszeitungen wie: Das Reich, Die Wahrheit, Neues Münchener Tageblatt, Dresdner Nachrichten, Liegnitzer Zeitung, Oberelsässische LandeSzeitung. Ostpreußisches Tageblatt, Süddeutsche Tageszeitung, Ermländische Zeitung, Saarbrückener Volkszeitung, Fuldaer Zeitung und viele andere. Unsere Bezugsbedingungen sind für dieses Buch die denkbar günstigsten, wir gewähren: in Rechnung 300/0 Rabatt, gegen bar 350/y und 7/6, einmal zur Probe 2 Exemplare brosch. bar für M. l.10, 2 Exemplare gebunden bar für M. 2.— oder eine Partie von 7/6 Ex. zur Probe bar für M. 3.50 brosch , M. 6.30 geb Weißer Bestellzettel anbei! Rostock i. M., Oktober 1911. Kaufungen-Verlag
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