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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 30.10.1911
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1911-10-30
- Erscheinungsdatum
- 30.10.1911
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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13104 Börsenblatt f. d. Dts-Hn. Buchhandel. Nichtamtlicher Teil. 253. 30. Oktober 1911. Leopold Botz in Hamburg. 13164 ^Vs^nsr: 6oetke, Hskksl u. äa8 rsli^. krodlsw ibrsr Wiedukinds Verlag Otto Maier in Leipzig 13123 Wiedukinds Märchen. 10.—16. Tausend. 1 60 -ß. Ed. Winklers Buchhandlung in Eisleben. 13128 Der Ratgeber in Rechts- und Grundbuchsachen unter Berück sichtigung der neueren Gesetzgebung. Bearb. von Drebinger. 2. Aufl. 1 25 H Hellmuth Wollermann in Braunschweig. 13146 *Göpe: Meine Palästinareise. 1 50 H. Verbotene Druckschriften. In der Strafsache wider den Prokuristen Ferdinand Wolf und Genossen hat die 4. Strafkammer des König!. Landgerichts l Hier selbst vom 10. 10 11 für Recht erkannt: Die am 14. 6. 11 in Paris erschienene Nr. 473 des Witzblattes »I/amoura ist in allen Exemplaren nebst den zu ihrer Herstellung bestimmten Platten undHormen unbrauchbar zu machen. 38. I. 595/11.. Berlin, 19. Oktbr. 1911. Der Erste Staatsanwalt beim Landgericht I. (Deutsches Fahndungsblatt Stück 3838 vom 27. Oktbr. 1911.) Nichtamtlicher Teil. Verband der Kreis- und Ortsvereine. Außerordentliche Herbstversammlung in Eisenach am 23. und 24. September 1911. (Fortsetzung zu Nr. 250, 2SI u. 252 d. BI.) 2. Tag. Eröffnung 9^ Uhr. Herr vr. Erich Ehlermann holt die Bitte nach, ihm Vor schläge und Wünsche in Sachen der Verkaufsordnung zugängig zu machen, um alles als Material zu benutzen. Er bittet ferner, ihm weiteres Material über Verlagsschleuderei einzuhändigen. Punkt 1 der Tagesordnung: Die Frage des Verleger rabatts. Referent Herr Bernhard Staar. Herr Bernhard Staar als Referent: Meine Herren! Es ist heute im Buchhandel eine allgemein bekannte Tatsache, daß der Sortimentsbetrieb ein unrentabler ist. Die Erklärung dafür suchte man früher in allen möglichen schlechten Eigenschaften, die man dem Sortimenter in die Schuhe schob, indem man ihm einer seits Untüchtigkeit, andererseits zu kleinen Umsatz und dergleichen vorwarf. Schließlich, veranlaßt durch den Streit mit dem aka demischen Schutzverein, wurde die Rentabilität der Sortimente genauer untersucht, und man erkannte, daß die Unrentabilität der Sortimentsbetriebe in den ungünstigen Einkaufsbedingungen, d. h. in dem ungenügenden Verlegerrabatt begründet war. Daß diese sich endlich durchgerungene Ansicht nicht ganz unrichtig ist, und daß besonders der Vorwurf, daß der ungenügende Umsatz an der Notlage des Sortiments schuld sei, nicht richtig ist, dafür möchte ich folgende Beispiele ansühren: Herr Hartmann-Elberfeld, einer der größten Sortimenter Deutschlands, erklärte im Börsenblatt vom 18. Januar 1908: »In meinem Geschäft betragen seit einer Reihe von Jahren die Unkosten genau 25«/„ meines Umsatzes. Ich erziele also an den mit 25"/, rabattierten Werken weder einen normalen, »och über haupt einen Gewinn!«- In ähnlicher Weise äußerte sich Herr Göritz-Braunschwcig, ebenfalls Besitzer eines sehr großen Sor timents, ferner Herr Horn-Danzig und viele andere. Von Äußerungen aus letzter Zeit erwähne ich nur den Jahresbericht des Schweizerischen Buchhändlervereins, Börsenblatt vom 4. August 1911, in dem es heißt: »Der immer dringlicher werdenden Klage des Sortiments über zu geringen Rabatt, stehen leider noch immer viele Verleger ,kühl bis ans Herz Hinalp gegenüber. Es kann daher nicht eindringlich und nicht oft genug wiederholt werden, daß ein Durchschnittsrabatt von 25"/, angesichts der ständig wachsen den Spesen nicht mehr genügt«. Ferner verweise ich auf einen Artikel des Herrn Prager im Börsenblatt vom 22. Juli 1911, der in vorzüglicher Weise nachweist, daß der jetzige Rabatt ebenfalls ein ungenügender ist. — Auch auf der letzten Ostermeßverhandlung in Leipzig erklärte Herr Müller-Wien, ebenfalls einer der größten Sortimenter Österreichs, »daß es so (nämlich mit 25"/,) nicht weiter gehen kann.« Herr Paetsch-Königsberg und ich selbst haben in der Delegiertenversammlung auf derselben letzten Ostermesse uns ähn lich geäußert. — Sie sehen also daraus, daß die Stimmen aus Nord und Süd, Ost und West unseres Buchhandelsgebietes und ebenso von großen und kleinen Sortimentern durchaus gleich sind. Ich möchte noch aus der Österreich - Ungarischen Buchhändler- Correspondenz vom 20. September 1911 erwähnen, daß in Öster reich, ein Antrag auf die Tagesordnung der Hauptversammlung des Österreichischen Vereins gesetzt werden soll, den Mindestrabatt bei Büchern auf 30"/, zu erhöhen. — Diese Beispiele könnte ich nach Belieben vermehren, ich glaube aber, um unsere kostbare Zeit nicht zu sehr in Anspruch zu nehmen, mich damit begnügen zu können. Sie werden aus diesen Beispielen ersehen, daß die Stimmung des überwiegendsten Teiles des Sortiments dahin geht, daß der Verlegerrabatt von 25"/,' ein durchaus ungenügender ist. Im Gegensatz zu anderen Detailladengeschästen ist der Betrieb eines Sortiments ein viel teuerer und komplizierterer und zwar deshalb kompliziert, weil es in der Eigenart des Buches als Ware begründet ist, daß unverhältnismäßig großes Personal ge halten werden muß, um den Betrieb ausrecht zu erhalten. Ich erinnere nur an die unendlichen Korrespondenzen, Journal-Expe ditionen, Führen von KontinuationSlisten und sonstige Arbeiten, von denen man im übrigen Deiailgeschäft keine Ahnung hat. — Ferner müssen wir Sortimenter ein ganz anderes Personal halten, als die Verkäufer und Verkäuferinnen in anderen Detailgeschästen sind. Unsere Gehilfen müssen eine gute Schul- und Fachbildung haben, und wir müssen daher ganz erheblich höhere Ge hälter zahlen, wie sonst Angestellte in anderen Branchen hinter dem Ladentisch beziehen, womit ich nicht etwa sagen will, daß unsere Gehilfen etwa zu hoch bezahlt werden. Um ein Beispiel zu erwähnen, möchte ich folgendes Mitteilen: Es gibt in Berlin u. a. die Filiale eines großen Zigarren geschäfts, die einen Umsatz von 100000 ^ pro Jahr macht. Dieses Geschäft wird von zwei Herren vollständig besorgt und geleitet. Machen Sie sich klar, wieviel Personal ein Sortiment mit einem Jahresumsatz von 100000 gebraucht, und Sie werden an diesem einen Beispiel schon scheu, wieviel Spesen wir sür Personal im Verhältnis zu anderen Branchen mehr aufwenden müssen, und dabei verdient der übrige Detailhandel an sich brutto mehr. — Dazu kommt, daß wir Sortimenter mit einem großen Maß Fachkenntnis ausgerüstet sein müssen und mit einem im Gegensatz zu anderen Branchen ganz erheblich größeren Kapital überhaupt schon ansangen müssen, und trotz großer Kapitalanlage, genügender Fachkenntnisse und großer Umsätze prosperieren auch die großen Sortimente nicht, sondern ernähren im günstigsten Falle grade ihren Inhaber. Von einem Zurürklegen fürs Alter oder Sparen eines kleinen Kapitals selbst im Laufe langer Jahre ist in den seltensten Fällen die Rede. — Infolge des festen Laden preises, den ja sicher niemand missen will, ist der Sortimenter nie imstande, seinerseits erhöhte Spesen, wie es überall geschieht, abwälzen zu können. Als typisches Beispiel, wie in anderen Branchen Mehrkosten nicht nur abgewälzt werden, sondern gleich noch ein Nutzen daraus gezogen wird, möchte ich etwas anführen,
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