15KVK BSrlmNatt s. d. Dtschn. Buchh»»d-I. Künftig erscheinende Bücher. Zk 286, S. Dezember 1SII « „Endlich eine dem modernen « literarischen Geschmack angepaßte 4. * humoristische Bibliothek! 4» 4> Das wird der Ruf von vielen sein, die „Die Lustigen Bücher von Theodor Etzel und Roda Roda" kennen lernen. Der früheren Lumoreskenschreiber-Literatur ist das Publikum von heute herzlich überdrüssig geworden. Mit Ausnahme einiger weniger Großen, die wirklich echte Humoristen waren oder sind, haben sich berufsmäßig gar manche mit Äumoreskenschreiben befaßt, die nicht im geringsten dazu berufen waren. Größere Plattheiten und Albernheiten als auf dem Gebiet der sogen. Humoreske sind in keiner anderen Literaturgattung jemals geschrieben und leider auch gedruckt worden. Das Lesepublikum früherer Jahrzehnte ließ es sich gefallen, heute aber stellt es an humoristische Bücher andere und höhere Anforderungen, die durch eine billige Bibliothek bisher nicht befriedigt worden sind. In diese Lücke stellen sich nun Die Lustigen Bücher von Theodor Etzel und Noda Noda Mit einer umfassenden Kenntnis der gesamten wirklich wertvollen Lumorliteratur aller Zeiten verbindet sich in den beiden wohlbekannten Herausgebern ein sicheres Gefühl für den Geschmack der heutigen Leserwelt. Bei ihnen darf man getrost darauf vertrauen, daß kein Bändchen dieser lustigen Bücherserie eine Niete sein wird; daß kein Bändchen auf dem veralteten und abgetanen Niveau seichter Witzelei oder süßlicher Lumoreskenhaftigkeit verharrt, daß vielmehr jedes einzelne Bändchen stofflich wie literarisch das kräftige Versprechen hält, das der Titel „Die Lustigen Bücher" gibt. Wer in seinem Buchladen fürderhin die Frage vorgelegt bekommt: „Haben Sie nicht billig was wirklich Lustiges?" der wird sie nicht besser und gewissenhafter beantworten können als durch: „Die Lustigen Bücher von Theodor Etzel und Roda Roda!" Diese originell und solid ausgestatteten 1 Mark-Bändchen (gebunden M. 1.50) beweisen auch dies, daß der wirkungsvollste und wertvollste Humor mit aufdringlicher Pikanterie absolut nichts zu tun hat — ohne daß er sich etwa prüde zu benehmen brauchte.