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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 05.12.1911
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1911-12-05
- Erscheinungsdatum
- 05.12.1911
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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15350 Börsenblatt f. b. Vtschn. Buchhandel. Nichtamtlicher Teil. 282. 5. Dezember 1911. den Handel gebracht mit aufgedruckten fingierten Ladenpreisen. Deshalb ist die Entscheidung für das gesamte moderne Antiquariat außerordentlich wichtig. L. Verein Heidelberger (Sortiments-) Bnchhäudler. — Ein erfreulicher Schritt auf dem Wege zur Gründung von Orts gruppen wird aus Heidelberg gemeldet. Dort hat sich am 25. November die Gründung eines »Vereins Heidelberger (Sortiments-) Buchhändler« vollzogen, dessen Zweck sein soll: »gemeinschaftliche buchhändlerische Ortsinteressen zu ver folgen, durch regelmäßig wiederkehrende Zusammenkünfte Ge legenheit zu geschäftlichen Besprechungen zu bieten, die Schlichtung von Streitigkeiten unter seinen Mitgliedern anzustreben, überhaupt ein angenehmes kollegiales Verhältnis zu fördern.« Bei Anwesenheit nahezu aller Inhaber der Heidelberger Buch- und Kunsthandlungen wurde nach anregenden und leb- haften Debatten eine erfreuliche Einigung in allen Punkten der Satzungen erzielt, die darauf zur Annahme gelangten. Der Vor stand des Vereins setzt sich aus folgenden Herren zusammen: P. Hönicke (L. Meder Nachf.), Vorsitzender; I. Comtesse (Evangel. Verlag), Schriftführer und stellvertretender Vorsitzender; F. W. Rochow (C. Winter'sche Univ.-Buchh. Sortiment), Schatzmeister. — Einzelne wenige Kollegen, die der Anregung vielleicht aus persönlichen Gründen bisher nicht Folge leisteten, dürften wohl im Interesse der gemeinsamen Bestrebungen ebenfalls in Bälde im Kreise der übrigen Mitglieder zu begrüßen sein. Hoffentlich findet das Beispiel in recht vielen Städten, in denen es zurzeit noch an einem engeren Zusammenschluß der Kollegen fehlt, Nachahmung. Denn erst wenn eine Verständigung im engeren Kreise erzielt ist, wird man darüber hinausgehend auch an die Lösung allgemeiner Fragen herantreten können, ganz abgesehen davon, daß in der Regelung der örtlichen Beziehungen der Kollegen schon der erste Schritt auch dazu getan ist. Zur Lohnbewegung der Leipziger Bnchhandlusgsmarkt- Helfer (vergl. Nr. 281). — Wie durch Zettel bekannt gegeben wird, ist eine öffentliche Versammlung der im Leipziger Buch handel beschäftigten Markthelfer, Lagerarbeiter und Burschen für den 6. Dezember nach dem Pantheon (Dresdnerstr. 20) einbe rufen worden, in der über den gegenwärtigen Stand der Lohn frage Bericht erstattet und eine weitere Beschlußfassung vorge- nommen werden soll. Bttgra 1914. - Am 2. Dezember fand im Buchgewerbe hause zu Leipzig eine stark besuchte Versammlung statt, in deren Verlauf die Grundidee der geplanten Internationalen Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik Leipzig 1914 klargelegt und zum Schluß einstimmig eine Resolution angenommen wurde, nach der die Vertreter der verschiedenen Vereine usw. es sich zur Pflicht machen, für eine wirkungsvolle Betätigung im Interesse der geplanten bedeutsamen Ausstellung einzutreten. Deutsches Buchgewerbeha«s. — In den unteren Räumen des Deutschen Buchgewerbehauses ist die Weihnachts-Aus- stellung eröffnet worden, die wieder eine große Anzahl Neu erscheinungen des Buch- und Kunsthandels aufzuweisen hat. Vor allem ist die Ausstellung gut versehen mit allen den Büchern und Erzeugnissen der graphischen Kunst, die vor Weihnachten besonders begehrt sind: Bilderbüchern, Jugendschriften, Reproduktionen nach Gemälden und den bekannten Künstlersteinzeichnungen der Verlagsanstalten von Teubner, Voigtländer, Breitkopf L Härtel usw. Wer nicht weiß, was er zu Weihnachten schenken soll, hat hier die beste Gelegenheit, sich über die neueste Ge schenkliteratur u. dergl. zu orientieren. — Die andere Hälfte der unteren Ausstellungsräume im Buchgewerbehause nimmt eine Ausstellung von modernen Künstler-Buntpapieren ein, die vor einiger Zeit mit einer großen Sammlung von Blättern und Büchern über die Papierfabrikation von dem nun verstorbenen Hofrat Bartsch in Wien dem Buchgewerbeverein für das Museum geschenkt wurden. Ein Kampf um die ungarische LisztauSgabe. — Aus Budapest wird der »Franks. Ztg.« geschrieben: Mehrere ungarische Blätter beschäftigen sich unter dem Titel: »Nachklänge zur Liszt feier« mit einer fatalen Angelegenheit. Nach den vorliegenden Mitteilungen hat das Kultus- und Unterrichtsministerium bei der Firma Breitkopf L Härtel in Leipzig hundert Exemplare der Lisztschen Werke im Betrage von hunderttausend Kronen bestellt. Die Hälfte der Exemplare ist für verschiedene Musikinstitute Ungarns bestimmt, während für die Übernahme der anderen Hälfte vom Ministerium die volle Garantie übernommen wurde. Nun beanstanden die ungarischen Blätter, daß im Text dieser für die Lisztfeier hergestellten »Ungarischen Ausgabe« der Werke Liszts, abgesehen vom Titelblatt und der Einleitung, die in ungarischer Sprache neu hergestellt wurden, alle musikalischen Hinweise usw. in allen möglichen Sprachen gegeben sind, nur eben nicht in der ungarischen. In gewissen Kreisen ist man be strebt, aus der Sache womöglich eine »parlamentarische Affäre« zu machen. — Hierzu wird den »Lpzgr. Neuesten Nachr.« auf eine diesbezügliche Anfrage von der Firma Breitkopf <L Härtel mitgeteilt, daß diese sich bei ihren Lisztausgaben für Ungarn genau an den mit der ungarischen Regierung seinerzeit abge- schlossenen Vertrag gehalten habe, wonach sie nur verpflichtet war, die Haupttitel, Umschläge und die Vorworte, wie sie Liszt selbst geschrieben hat, in ungarischer Sprache wiederzugeben. Be züglich der sonst anzuwendenden Sprachen wurde der Firma freie Hand gelassen. Bereis jüngerer Buchhändler, Bonn. — Am 30 Nov. sprach Herr Christian Kraus vor einem kleinen geladenen Kreis über seine Werke und las daraus vor. Der Name Christian Kraus hat sich ja seit den wenigen Jahren seines Auf tauchens guten Klang erworben und bürgte somit dafür, daß wir etwas Gediegenes zu hören bekamen. Herr Kraus ist aber auch ein ausgezeichneter Vorleser: das Grubenunglück aus der »Traumfahrt« (Albert Ahn, Bonn 1911) z. B. las er mit soviel Ausdruck, daß alle Zuhörer tief ergriffen waren. Er ließ dann das noch unveröffentlichte »Berglied« und darauf einen Einakter »Um Mitternacht« folgen; ersteres wirkte durch die prachtvolle Naturschilderung, das zweite durch feine Seelenmalerei. Alle drei Darbietungen fanden ehrlichen, ungeteilten Beifall. Zwei nese Universitäten in Ungarn. — Der ungarische Unterrichtsminister Graf Zichy hat den gesetzgebenden Körper schaften eine Vorlage über die Gründung von Universitäten in Preßburg und Debreczin unterbreitet. In Preßburg wird eine medizinische, juristische und mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät, in Debreczin eine reformierte, theologische, juristische und philosophisch-philologische Fakultät errichtet werden. Außer den von den betreffenden Städten gewidmeten Fonds werden vorerst für zehn Jahre jährlich zwei Millionen Kronen für die neuen Universitäten in das Budget eingestellt werden. Nese Bücher, Kataloge ssw. für Bschhäsdler. (^VsibnaebtZbek^) 8". 8. 80—109. Personalnachrichten. Friedrich Dernburg s. — Der Publizist und langjährige Redakteur des Berliner Tageblatts Friedrich Dernburg ist am 3. Dezember im Alter von 78 Jahren in Berlin gestorben Die deutsche Presse verliert in ihm einen erfolgreichen Publizisten, der zugleich einer der ältesten deutschen Redakteure war. Trotz rast- loser publizistischer Tätigkeit fand Dernburg auch Zeitund Kraft für größere Werke. So sind ihm »Berliner Geschichten« und die um fangreichen Erzählungen »Der Oberstolze« und »In den Fesseln der Schuld« zu danken. Auch aus seinen journalistischen Arbeiten sind gehaltvolle Bücher hervorgewachsen, so die Reiseskizzen über Spanien, sowie die Schriften »Auf deutscher Bahn in Kleinasien«, «Aus der weißen Stadt« (Chicago) u. a.
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