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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 27.11.1911
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1911-11-27
- Erscheinungsdatum
- 27.11.1911
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- Deutsch
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14828 Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel Nichtamtlicher Teil. 275, 27. November 1911. 8. Kriegswissenschaft. S. 17—20. V. Bau- und Jngenieurwissenschaft. S. 33—44. 10. Schöne Literatur und Kunst. S. 73—106. 11. Landwirtschaft. S. 26—34. Vierteljahrs.Katalog der Neuigkeiten des deutschen Buchhandels Nach den Wissenschaften geordnet. Mit alphabetischem Register- 66. Jahrgang, Heft 3. Juli —September 1911. Ausgegeben durch (. . . Sort.-Firma . . .). Bearbeitet und verlegt von der I. C. Hinrichs'schen Buchhandlung in Leipzig. 8", S. 669—924. 4 latolu ^bbilckuv^sn. 346 I§rn. — Vorstoi^orünA su 6onv: vionstax, äon 6. Ösriomdsr 1611, unter 1,6itunS von kotsr llanstoin, Inbaber cker k'iring. ^Irrtb. l-oinportL' Luob- 138 8. 2500 ^ro. ^ 6 lin , o ^1aE8ti. 278. Für den Weihnachtstisch. Neue Bücher aus dem Verlage der Königl. Hofbuchhandlung Ern st Siegfried Mittler LSohn in Berlin 8W. 68. (Zu beziehen durch jede namhafte Buch handlung.) 8°. 16 S. Deutsche Weihnacht. Literarischer Jahresbericht 1611. Heraus gegeben von Theodor Ebner. Gr.-8°. 178 u. 26 S. Mit vielen Abbildungen. In Farbendruck-Umschlag von Peter Schnorr. Stuttgart 1611, Neff <L Koehler. VertriobgmittsI von 6ar1 Uüülo'u Nusikvsrlg.^ in 1. Latalox über Works von kbilipp Zobarrvsnka. unä Wilbolm XI. 8". ^ 8 8. w. Xortrg.d^uLä IrurLgr LioArg-xliis 6er Wilhelm Raabe. Ein großer deutscher Dichter. Den Deutschen, die ihn noch nicht kennen und denen, die ihn nur wenig kennen, ans Herz gelegt von Robert Lange. Herausgegeben im Auftrag der Leipziger Ortsgruppe der Gesellschaft der Freunde Wilhelm Raabes. 8°. 16 S. Unberechnet zu be ziehen durch die Serig'sche Buchhandlung (Inhaber Leopold Hagemann) in Leipzig, Neumarkt 7b. Personalnachrichten. Wilhelm Jensen -j-. — Der Romanschriftsteller Wilhelm Jensen ist am 24. November in der Kuranstalt Thalkirchen bei München im Alter von 74 Jahren gestorben. Mit ihm ist einer der fruchtbarsten und eigenartigsten Erzähler dahingegangen, dessen Werke sich vor allem durch treue Naturschilderungen der Heide und des Meeres auszeichneten. Einige seiner besten Romane, z. B. »Nirwanas und das herrliche Werk »Runensteine«, enthalten eine poetische Verherrlichung seiner philosophischen Welt anschauung, deren Blüte die wahre Menschenreligion ist. In anderen Werken findet man viel von seinen persönlichen Lebensschicksalen, wie in »Die Namenlosen«, »Drei Sonnen«, »Aus stiller Zeit«. Eine andere Gruppe ist ganz der Schilderung der See, der Küstengebiete und ihrer Bewohner gewidmet, und mit diesen in der Heimat spielenden Romanen feiert der Dichter seine höchsten Triumphe als Natur- und Menschenschilderer. (»Luv und lee«). Den Hauptteil seiner Romane und Novellen aber machen die geschichtlichen aus. Besonders die deutsche und nordische Geschichte hat ihn zu poetischem Schaffen begeistert, und hier ist bis zum Jahre 1848 kaum eine wirklich bedeutungsvolle Periode seiner Darstellung entgangen, die ihren Ehrgeiz darin suchte, ver sunkene große Zeiten mit warmem Menschenherzschlag neu zu beleben. Die stolze Hansezeit, die Zeit des Kampfes zwischen Kaisertum und Papsttum, die Periode des 30jährigen Krieges, die Zeit Friedrichs des Großen erfreuten sich seiner besonderen Vor liebe. Der Gegenwart stand er fremd gegenüber. Aus der Zahl seiner geschichtlichen Romane und Novellen seien besonders hervor gehoben: »Karin von Schweden«, »Aus den Tagen der Hansa«, »Aus dem 16. Jahrhundert«, »Am Ausgang des Reiches«, »Chiemgau-No vellen«, »Die Pfeifer vom Dusenbach«, »Der Hohenstaufer Ausgang« und sein Lebenswerk »König Friedrich« (der Große), an dem er ein halbes Menschenalter gearbeitet hat. Auch als Lyriker ist Jensen wiederholt hervorgetreten (Gesammelte Gedichte: »Vom Morgen zum Abend«) und darf wohl den Anspruch erheben, als solcher neben Keller, Meyer und Storm genannt zu werden. Selbst verständlich stehen nicht alle Werke Jensens, der sich bei so über reicher Produktion von Manier nicht völlig freihalten konnte, ans gleicher Höhe. Aber es gibt kein Buch von ihm, in dem mau nicht einen Hauch von Poesie verspürte. Von Jugend an mit den Besten verbündet, hat er sich vom lauten Literaturmarkte immer fern gehalten und nur seine Werke für sich sprechen lassen. Hugo von Tschudi -s-. — Der Direktor der Bayerischen staatlichen Gemäldegalerien, Geh. Reg.-Rat Professor vr. v. Tschudi, ist am 24. Nov. im Sanatorium Voll bei Cannstatt im Alter von 60 Jahren aus dem Leben geschieden. Als Direktor der kgl National-Galerie in Berlin hat er eine hervorragende Tätigkeit entfaltet. Er ordnete die Sammlung völlig neu an und ergänzte sie durch Ankäufe, die anfänglich Bedenken erweckten und mannigfache Zweifel erregten, sich aber in der Folge fast ausnahmslos als wohlüberlegte, planmäßige Vervollständigungen der Bestände erwiesen. U. a. kaufte er auch die Werke der französischen Impressionisten rechtzeitig an und sicherte Böcklin und Anselm Feuerbach der Berliner National-Galerie, die er durch seine Tätigkeit zu einer der wichtigsten Kunstsammlungen Europas machte. 1906 war vornehmlich Tschudis schöpferischer Initiative die große Deutsche Jahrhundert - Ausstellung zu danken. Seine Tätigkeit in Berlin brach er vor wenigen Jahren ab, als er einem Rufe nach München folgte, wo er, obwohl schon ein kranker Mann, sich doch mit Eifer in die neue Arbeit stürzte. Er trachtete, durch Tausch aus den bayerischen Provinzgalerien die ihm geeignet erscheinenden Kunstwerke nach München zu bringen, wodurch er sich auch hier manchen heftigen Angriff zuzog. Hugo v. Tschudi war ein Kenner von internationalem Ruf. Von seinen zahlreichen literarischen Arbeiten nennen wir bloß die 1902 erschienene Biographie Edouard Manets, dann sein Buch »Aus Menzels jungen Jahren«, die Beschreibung der Böcklins in der Nationalgalerie und seine vortrefflichen Abhandlungen über die altniederländische Malerei. Sprechsaal. Freiexemplare. <Vgl. Nr. 2S8.> In den Ausführungen der betreffenden Buchhandlung heißt es auf Seite 13914 Spalte II oben wörtlich: »Es ist leider eine nicht fortzuleugnende Tatsache, daß selbst bessere Autoren Exemplare ihrer Werke an Antiquare häufig anbieten, obwohl zweifellos der Verleger sie nur zu Dedikations- und Geschenkzwecken geliefert hat. Wenn ein Verleger sich da gegen sichern wollte, so müßte er mit dem Autor abmachen, daß die Freiexemplare lediglich für den eigenen Gebrauch und als Geschenke verwendet werden dürfen. Aber schon diese Zu mutung an den Autor zu stellen, würde ich niemals wagen, weil ich eben von meinen Autoren erwarte und voraussetze, daß sie die Freiexemplare nicht anders verwenden.« Dazu möchte ich bemerken, daß ich in meinen Verlagsver trägen bezüglich der Freiexemplare folgenden Absatz habe: »Die Verlagsbuchhandlung .... liefert dem Verfasser.... Honorar-Exemplare unentgeltlich. Weitere von dem Verfasser gewünschte Exemplare liefert die Verlagsbuchhandlung zu drei Vierteln des Ladenpreises. Doch dürfen diese Exemplare nicht gegen Entgelt veräußert werden.« Meine Autoren, zu denen nicht wenige auch »bessere« gehören, haben diesen Paragraphen bisher anstandslos unterschrieben. Es leuchtet mir deshalb nicht ein, daß der Herr Kollege »es nicht wagen dürfte«, in seinen Verlagsvertcägen einen gleichen Para graphen ebenfalls aufzunehmen. Köln, den 24. November 1911. I P. Bachem Verlagsbuchhandlung.
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