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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 24.11.1911
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1911-11-24
- Erscheinungsdatum
- 24.11.1911
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- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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14666 Börjenblatt f. d. Atschn. Buchhandel. Nichtamtlicher Teil. ^5 273, 24. November 1911. Lidrairis I'lootibaolisr in k»ris. Luekuelc, Nt., 1'Hoivsi», Lire vivaat. 8°. 15 kr. ksrrin L OLs. ia karis. Nioati, ^V., kswms et poöts. Llisabslk krowniu^. 16". 3 kr. 50 o. vuplessis äe kourildae, k., Iss viertes <iui tuent. 18". 3 kr. 60 o. Llg-rotrss äs I^'Lst in karis. Aioaise, Vot., ^.IlemLnäg et kolonais. 8". 3 kr. 50 o. H.. Llsrioant ia karis. klon-I^ourrlt L 6o. iu karis. 6L88L^ve, ^.., 1a vis polivicius äe 1'ru.QHoi» äs 6bg.tgLudri^nä. lolüe I. 8°. 7 kr. 60 o. 3 kr. ^60 ^o^ ^ k a ex 6 äe Laint-Lbsroo, k., Is. bsSire ä'oxals. 8". 3 kr. 50 e. Roussst io Llsäriä. Lorsil, k'., et V. vsville, l'rait^ äe ääsillkeetioo. 8". 16 kr. lallanäisr in karis. Violet, Nme., 1e 8^ut äs veloars. 18". 3 kr. 60 o. Über die Errichtung einer geschäftlichen Ver tretung des deutschen Verlagsbuchhandels in den Vereinigten Staaten von Amerika. Das in den nachstehenden Blättern behandelte Projekt ist seit Oktober des Jahres 1908 Gegenstand eingehender Erwägungen und Beratungen im Schoße des Börsenvereins gewesen, und viele Stimmen fachmännischer Berater und kun diger Amerikafahrer sind gehört worden, ehe sich der Vorstand entschloß, die Früchte seiner Arbeit im Lichte der Öffentlichkeit weiter reifen zu lassen. So weit nun auch die Meinungen und Urteile der Sachverständigen in Einzelfragen auseinandergehen, so sind sich doch alle darin einig, daß der deutsche Verlags buchhandel, ja das gesamte deutsche Volk ein materielles, wie ideelles Interesse daran haben muß, engere Fühlung mit den Deutschen Amerikas zu gewinnen und für die Erhaltung und Ausbreitung deutscher Sprache und Kultur einzutreten. Diese Pflicht gegenüber seinen Angehörigen im Ausland hat Deutschland lange genug außer acht gelassen und so mit dazu beigetragen, nicht nur das Ansehen seiner Landeskinder im Aus- lande zu mindern, sondern auch diese selbst dem fremden Volks tum in die Arme zu treiben. Heute, wo Deutschland in der ganzen Welt geachtet dafteht und die Erinnerung an die politische Zerrissenheit der einzelnen »Vaterländer, in dem Gedanken an ein großes einiges Deutsches Reich untergegangen ist, haben wir nicht nur Ursache, uns mit Stolz unseres Deutschtums zu rühmen, sondern auch die Pflicht, uns derer anzunehmen, die gleiche Sprache und gleiche Art mit uns verbinden. Und über den Kreis der Volksgenoffen hinaus, die in der Fremde ein neues Vaterland gesunden haben, ohne darüber des alten zu vergessen, wollen wir auch diejenigen zu uns herüber ziehen, die in deutscher Kultur und Wissenschaft die schönste Blüte menschlichen Geistes sehen und aus dem Geistesborn unserer Nation zur Erquickung des eigenen Geistes schöpfen wollen. Es handelt sich also einerseits um Erhaltung unseres alten, nur räumlich von uns getrennten Besitzstandes an Volksgenossen, auf den wir die Hand legen und ihn sür uns reklamieren möchten, wie eine Mutter das Kind für sich in An spruch nimmt, auch wenn es längst dem Elternhause den Rücken gewandt hat, andererseits aber darum, die Zahl der Freunde deutscher Literatur und Sprache in Amerika zu vermehren, von denen viele schon ein näheres Verhältnis zu unserer Sprache und Literatur gewonnen haben oder noch ge winnen möchten. Und nicht zuletzt geht unsere Absicht dahin, den Erzeugnissen der amerikanischen Dichtkunst und Wissenschaft in unserm Lande die Wege bereiten helfen, soweit durch sie eine Befruchtung deutscher Wissenschaft und Kultur herbeigeführt werden kann. Es handelt sich demnach hier um eine friedliche Eroberung auf geistigem Gebiete, um ein Wirken im Sinne der Ausfassung Goethes von der Welt literatur: daß sich die Völker zunächst einmal kennen und verstehen lernen möchten. Zu wiederholten Malen hat der deutsche Kaiser dem amerikanischen Volke in den letzten Jahren Beweise seiner freundschaftlichen Gesinnungen gegeben — es sei hier nur an die Amerikafahrt des Prinzen Heinrich, die Schenkungen an das germanische Museum zu Harvard, sowie seine Be mühungen um eine würdige Vertretung der deutschen In dustrie auf der Weltausstellung in St. Louis erinnert. Auch der Professoren-Austausch und die Errichtung des Amerika- Instituts in Berlin sind sichtbare Zeichen des Wunsches, die gegenseitigen Beziehungen der beiden Völker immer frucht bringender zu gestalten. Besonders die letztere seit 1. April 1911 bestehende Einrichtung, in der zum ersten Male der Versuch einer planmäßigen Förderung der kulturellen Interessen zweier großen Völker gemacht wird, verdient die Aufmerksamkeit des Buchhandels, nicht zuletzt aus rein praktischen Gründen, da in Ver folg dieser Bemühungen das Institut nicht nur den ge samten Drucksachenaustausch zwischen Deutschland und Amerika, sondern auch die Vermittlung der sür die Copyright- Registrierung bestimmten deutschen Bücher übernommen hat.') Waren die Bestrebungen des Börsenvereins, soweit es sich um den Schutz deutscher Interessen in Amerika handelt, in früheren Jahren mehr aus die Verbesserung unsrer urheber rechtlichen Beziehungen, besonders aber auf die Beseitigung der nnmutueturiiig oiauss, jener Bestimmung, durch die nur in Amerika hergestellte Werke des Schutzes dort teilhaftig wurden, gerichtet, so wurde nach Inkrafttreten des neuen Urheberrechtsgesetzes am 1. Juli 1909, das diese Klausel beseitigte, die Bahn sür weitergehende Aufgaben frei. Sie lassen sich kurz dahin zusammenfassen, die lite rarischen Beziehungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten reger zu gestalten und den amerikanischen Markt aufnahmefähiger für deutsche Literatur zu machen, was durch Gründung einer geschäftlichen Vertretung des deutschen Berlagsbuch- handels in den Vereinigten Staaten in Form einer Gesellschaftsgründung ähnlich unseren Gesell schaften mit beschränkter Haftung (oorxorations) nach Maßgabe der Beteiligung der einzelnen Verleger erreicht werden könnte. Neben der Pflege der allgemeinen kulturellen Beziehungen zwischen den beiden Ländern würden dieser Gesellschaft folgende praktische Aufgaben zusallen: 1. Verkauf geeigneter deutscher Bücher und Zeit schriften in Amerika, eventuell Schaffung und Vertrieb deutsch - amerikanischer Ausgaben von Büchern, Bildern u. a. graphischen Erzeug nissen. ') Die Bedingungen, unter denen die Eintragung der Bücher in die Registerrolle bewirkt wird (Copyright-Vermerk und Über, sendung zweier Exemplare sür die Kongretzbibliothek in Waihington nebst einer Einschreibegebühr von 4 ^ 20 H), sind derart gestellt, daß es auffallend ist, den Schutz nicht in noch größerem Maße nachgesucht zu sehen, als es gegenwärtig geschieht.
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