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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 15.11.1911
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1911-11-15
- Erscheinungsdatum
- 15.11.1911
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- Deutsch
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^ 415 0 Börsenblatt f. d. Dtschn. «uchhanbe. Nichtamtlicher Teil. 266. 15. November 1911. als es der Fall ist bei den Linienmustern der Textilgewerbe und ^ der Tapetenindustrie, den Vorlagen der Konfektion und der Be kleidungsindustrie. Daher hat das Berufungsgericht das Gesetz richtig gehandhabt, indem es, dem Gutachten der Sachverständigen kammer folgend, der Schulfraktur den Kunstschutz abge sprochen hat. Mit dem Ablaufe der Fristen des Gesetzes vom 11. Januar 1876 ist die Schrift daher gemeinfrei geworden. Das Urteil des Berufungsgerichts wurde deshalb insoweit aufge hoben und die Sache zurückverwiesen, als es sich auf die Zeit des Musterschutzes bezieht. (Vgl. Entscheidung des Reichsgerichts in Zivilsachen Bd. 76, S. 339 ff.) (Aktenzeichen: I. 133/10.) Ei« Ibsen-Denkmal in Amerika. — In Washington (Nord-Dakota) wurde kürzlich ein neues Ibsen-Denkmal unter lebhafter Beteiligung der vielen in den Vereinigten Staaten lebenden Norweger enthüllt. Die Büste ist von Bildhauer Fielde bei einem Aufenthalt Ibsens im nordischen Seebad Molde mv-! delliert worden. Ein ne«es Drama von LophokleS entdeckt. — Nach einer Meldung der Frankfurter Zeitung wurde in der Versammlung des ägyptischen Forschungsfonds in London von vr. Hunt mit geteilt, daß in neuen Funden von Oxyrhynchus-Papyri ein großer Teil eines unbekannten Dramas von Sophokles enthalten sei. Es handle sich um ein Satyrstück »Jchneutai«, von dem etwa die Hälfte des ganzen Stückes entdeckt worden sei. Verein der BnchhandlnngSgehiifiunen, Sitz Berlin. Die diesjährige 4. Hauptversammlung des Vereins der Buch handlungsgehilfinnen fand am Sonntag, den 15. Oktober, im deutschen Kolonialhause in Berlin statt. Aus der Begrüßungs rede der 1. Vorsitzenden, Fräulein M. Lesser, bringen wir folgen den Auszug; Im vergangenen Jahre sprachen an Vereinsabenden- Frl. Berger über »Wie ich Buchhändlerin wurde«, Frl. Dinier über »Redaktionstypen«, Frl. Ernst über »Verkehr über Leipzig«, Frau Fahl-Gerdes über »Das Katalogisieren im Antiquariat«, Frl. Greyl über »Antiqua oder Fraktur«, Frau Brielüber »Wie sichere ich meine Zukunft«. Durch einstimmigen Beschluß erklärte sich unser Verein bereit, vorläufig mit einem jährlichen Mitgliedsbeitrag von 30 ^ dem Verein »Erholungsheim« beizutreten. Schon Anfang dieses Jahres wurde beschlossen, den Mitgliedsbeitrag für den Verein wie folgt herabzusetzen: für Gehilfinnen mit einem Gehalt von 126 ^ an 3 unter 126 2 ^l, Lehrlinge 1 60 «Z; Ein trittsgeld 1 ^ 26 c^. Wir hoffen, dadurch mancher Gehilfin den Beitritt zu dem Verein zu erleichtern. Bei der vorjährigen Hauptversammlung beschlossen wir für den Unterstützungs fonds unserer Mitglieder zu sammeln. Bei der Einrichtung einer Unterstützungskasse stellten sich uns aber so viele Schwierig keiten in den Weg, wie staatliche Genehmigung, die Notwendig, keit der Anstellung eines juristischen Beirats usw., daß wir diesen Plan leider fallen lassen mußten. Einen kleinen Ersatz bieten wir nun unseren Mitgliedern dadurch, daß wir ihnen bei einer Sparversicherung eine Ermäßigung von 20 A gewähren. Wie aus dem Bericht der Schriftführerin, Fräulein C. Dinter, hervorgeht, sind im vergangenen Jahre bedeutend mehr Stellen- gesuche und Stellenangebote als im Vorjahre eingelaufen, so daß eine ganze Anzahl stellesuchender Mitglieder untergebracht werden konnte. Nach dem Bericht der Schatzmeisterin Fräulein Schönbach und der Entlastung der Schatzmeisterin fand die Neuwahl des Vorstandes statt, der sich wieder genau so zusammensetzt wie im vorigen Jahre. Rene Bücher, Kataloge «süß. für Bnchhändler. Gute Bücher — Gute Freunde. Eine Auswahl hervorragender Werke der neuen Literatur. Weihnachts-Katalog von L. Staack- mann in Leipzig. 8°. XVI, 160 S. m. zahlreichen Abbil dungen. In Umschlag mit dem Bild von Marie von Ebner- Eschenbach. Xatalox cksr ^utOAiLpbsn-Lammluuxeu Di. 6s,rl Osibsl-Dsipri^, und Dolittiksr. V. dslsbrts, Dbilosopbsv, Iseüniksr. VI. 6s- rübmts I'rausu. VII. Usrlrwürckißs Usnsebsn. Dsx.-8". 216 8. Dsiprix. Dosis 3 Der vorliegende Katalog umfaßt den zweiten Teil der Autographensammlung von -fv.-.CarlGeibel(DunckerLHumblot) in Leipzig, deren erster Teil durch den erzielten hohen Preis für den Brief Luthers an Karl V. so viel Aufsehen erregt hat. Dieser zweite Teil enthält wertvolle Auto graphen von geschichtlichen Persönlichkeiten und solchen aus dem Reiche der Wissenschaft. Die Autographen der letzteren sind zum Teil zu umfänglichen Sammlungen vereinigt, da die Einzel-Aufführung zu viel Raum beansprucht hätte. Den Katalog ziert die Reproduktion eines Pastells des greisen Generals Nelson von der Hand des Dresdener »Dsiotrs äu roi« Heinrich Schmidt. Personalnachrichten. Acstorben: am 12. November in Vevey nach längerem Leiden der Buch- Händler Emil Schlesinger, früher Inhaber der hoch angesehenen Firmen gleichen Namens (vormals B. Benda) in Vevey, Montreux und Territet. Erst vor wenigen Monaten konnte er das 25jährige Jubiläum seiner Selbständigkeit feiern, mußte jedoch infolge schwerer Krank- heit fast gleichzeitig von seiner Tätigkeit zurücktreten Außer seinen zahlreichen Freunden werden viele jüngere Buch- Händler, denen es im Laufe der letzten 26 Jahre vergönnt war, in einem der Schlesingerschen Geschäfte am schönen Genfer See tätig zu sein, an dem vorzeitigen Ableben ihres verehrten früheren Prinzipals herzlichen Anteil nehmen; seine ungewöhnlichen Kennt- nisse sowie seine bewundernswerte Arbeitskraft waren für jeder mann vorbildlich. — Die Früchte seiner harten Arbeit sollte er nicht mehr genießen! Ehre seinem Andenken! 6. ferner: wie wir verspätet erfahren, am 1. November Herr Hofbuch händler Juli us Erler i. Fa. Friedr. Bertram's Hof- buchhandlung in Sondershausen. Der Verstorbene trat am 6. August 1882 Frau Emma Erler verwitwet gewesener Bertram, der Nachfolgerin von Friedrich Bertram, als Teilhaber zur Seit?. Seit dem 4. April 1900 Allein- inhaber der Firma, hat er es verstanden, das alte Geschäft ge- deihlich weiter zu entwickeln. Sein Landesfürst zeichnete ihn mit dem Titel eines Hofbuchhändlers aus, den auch seine Vorgänger geführt hatten. Seine Schwester Elly Erler wird das Ge- schüft fortführen. Otto Donner v. Richter — Der Historienmaler und Ra dierer Prof. Otto Donner v. Richter ist in Frankfurt a. M. im 84. Lebensjahre gestorben. Er Pflegte das großzügige Historien- bild und das Genre, das in ein historisches Milieu versetzt wird. Zu seinen bekanntesten Gemälden gehören »Die Lützower an der Leiche Theodor Körners«, »Lucas Cranach wirbt für Luther um Katharina v. Bora« und »Die Unterzeichnung des Frankfurter Friedens«. Auch literarisch ist Donner v. Richter mit Schriften zur Technik der Malerei der Alten und über antike Hand malereien hervorgetreten. Sprechsaal. Erziehung zum Kundenrabatt. Ein Abonnent der Berliner Illustrierten Zeitung (Verlag Ullstein L Co.) zeigt die soeben erschienene Nr. 44 vor und beruft sich auf eine Stelle des Holländerschen Romans Seite 876, 3. Spalte oben» »Ein Kunde verlangt bei einem Buch- Händler verschiedene Bücher und fragt — was bin ich schuldig? — Antwort: 10 ^ 50, gehen ab 10 A, bleiben 9 45 usw. . .< und verlangt bei Kauf von Büchern für 10 ^ auch 10^. Es hat den Gehilfen viel Mühe gekostet, den Kunden eines Bessern zu belehren. Ein Sortimenter.
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