114, 18. Mai 1911. Künftig erscheinende Bücher. Börsenblatt s. d. Dlschtl. Buchhandel. 6089 Jos. Kösel'sche Kempten > <- <- * * * * * Buchhandlung München Fr. W. Foerfter In dritter, vermehrter Auflage mit einem Vorwort an die Kritiker kommt in einigen Tagen zur Ausgabe: Autorität und Freiheit Betrachtungen zum Kulturproblem der Kirche. 8°. XVI und I9l Seiten. Geheftet M. 2 50 ord., M. 1.85 L conä., M. 1.65 bar. Gebunden M. 3.25 ord., M. 2.40 a conrl., M. 2.20 bar. Freiexemplare II IO. Diese Kundgebung Foersters wurde mit ungewöhnlichem Interesse ausgenommen, was der Absatz von 10000 Exemplaren in kurzer Zeit beweist. Der „Bayer. Kurier" urteilt: „Die aktuellste und tiefgründigste Untersuchung über Kirche, Papsttum und Modernismus." So steht auf dem Umschlagstreifeu. Wir müssen bekennen, diese Worte sind richtig. Der denkende Leser wird durch das Buch reiche Anregung und manche Klärung erhalten. Durch ständiges Auslegen im Schaufenster wird das Buch fortwährend gekauft. Zur Verteilung und Ver sendung stellen wir einen neuen 12seitigen Oktav-Prospekt zur Verfügung, den wir auch in 200000 Exemplaren einer Reihe von Zeitschriften beilegen lassen. Zn dritter, vermehrter Auflage erschien ferner: Sexualethik und Sexualpädagogik Eine neue Begründung alter Wahrheiten. 8". XV und 249 Seiten. 22.- 24. Tausend. Geheftet M. 3— ord., M. 2.25 L conck., M. 2— bar. Gebunden M. 3.75 ord., M. 2.80 ä concl., M. 2.— bar- Freiexemplare 11 10. Prof. Fr. Paulsen schreibt im „Tag": „Es ist eine wahre Erquickung, in solcher Zeit einer Schrift zu begegnen. Man atmet auf, wie wenn man die Stimme eines Nüchternen unter einem Ehorus von Trunkene» hört. Focrster hat den Mut, schlecht und recht die Sache der alten Sitte und Sittlichkeit gegen alle jene Exaltierten, Verdrehten, Entgleisten zu führe». Er spricht ernst und kraftvoll, ohne in den Ton salbungsvoller Moralpredigt zu verfallen; er begründet die Heiligkeit der Sitte aus ihrer Notwendigkeit für die Sclbsterhaltung eines menschlich- geistigen Lebens; er zeigt, wohin die sich selbst überlassenen Naturtriebe führen: zu jeder Erniedrigung des Weibes, zu jeder Brutalität des Mannes, zuletzt zu jeder Verkehrung der Natur, zu jeder Perversität der Triebe selbst."