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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 16.08.1894
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1894-08-16
- Erscheinungsdatum
- 16.08.1894
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Saxonica
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4886 Nichtamtlicher Teil. — Sprechsaal. 189. 16. August 1894. Drohbrief. — Dem Drohbrief vom 31. v. M., der bei der Buchhandlung von Mittler L Sohn. Berlin, Kochstraße 68. ein- gcgcingcn mar (vgl. die Mitteilung in Nr. 183 d. Bl.), ist inzwischen ein zweiter gefolgt. In dem zweiten Schreiben, das aus Berlin kommt, heißt cs, das; die Urheber des ersten anarchistischen Droh briefes wieder in Berlin eingctrofsen seien, und daß das Zerstörungs- wcrk trotz aller Vorsichtsmaßregeln dennoch vor sich gehen werde. Auch dieses Schreiben ist an die Polizei abgegeben worden. Die Aussprache des Lateinischen. — Aus «Elsaß- Lothringen« wird dem Leipziger Tageblatt folgendes mitgcteilt: Bis 1870 war hier an sämtlichen weltlichen und geistliche» Lehranstalten die französische Aussprache des Lateinischen ein geführt, neben der englischen bekanntlich die schlechteste, die es über haupt geben kann. In den weltlichen Anstalten wurde sic mit einem Schlage beseitigt, da mit vereinzelten Ausnahmen der ge samte Lehrkörper von Anfang an aus Alt-Deutschen bestand. In den bischöflichen Anstalten wurde die französische Aussprache da gegen bcibehaltcn; im Bistum Metz ist nach dieser Seite hin zum mindcsteu so lange eine Acndcrung nicht zu erwarten, als Bischof Fleck etwas zu sngeu hat. Im Gegensatz dazu hat Bischof Ur. Fritzen in Straßburg iu den ihm untcrgcbeuen Anstalten die deutsche Aussprache eingcführt. Die damit zusammenhängende Absicht, sie nach und nach auch beim öffentlichen Gottesdienste an gewandt zu sehen, dürfte jedoch an dem zähen Widerstande der Pfarrgeistlichkcit scheitern. Diese hält nämlich darauf, daß die ihr unterstellten Vikare die -preußische« Aussprache so schnell wie möglich wieder oblegen und sich ausschließlich der französischen bediene». Auch die Kirchensüngcr müssen sich dieser Aussprache anbequemen. Bibliotheken in Japan. — Die Allgem. Evangel.-luthcr. Kirchenzeitung berichtet folgendes: In Japan hat das Bibliothekswesen in neuester Zeit wesent liche Erweiterungen erfahren. In lö größeren Städten bestehen jetzt größere Bibliotheken, von denen die in Fuckuschima 18225, die in Mipagi 3719 Bände enthält. Die kaiserliche Universitätsbibliothek besitzt 187 551 Bücher, von denen 81 986 in europäischen Sprachen geschrieben sind, die Bibliothek in Tokio 31 629 Bücher, von denen 2332 in europäischen Sprachen geschrieben sind. Warnung für Briesmarkenhändler.— Die Bricfmarken- handlung von Margarethe Sicbert, Potsdamer Straße 18 in Berlin, ist in der Nacht zum Souuabcnd völlig ausgeraubt worden. Es wurde» Briefmarken im Werte von über 17 000 .// gestohlen. Mutmaßlich ist der Diebstahl von ausländischen Markendieben begangen worden. Die deutschen Markenhändlcr wurden von der Kriminalpolizei bereits vor Ankauf gewarnt. Eine andere Mitteilung in Berliner Blättern gicbt folgende Darstellung: Fachkundigen Einbrechern sind in der Nacht zum Sounabcud Briefmarken im Werte von 24700 .// in die Hände gefallen. Die Verbrecher haben unter dem Vorgefundenen Bestände mit Kenner blick eine sorgfältige Auslese gehalten und besonders alte Marken deutscher Einzclstaaten, Kolumbusmarken, nach Wasserzeichen ge ordnete Marken britischer Koloniccn, insbesondere afrikanischer und australischer, entwendet. Einzelne der gestohlenen Stücke haben einen Wert von hundert Mark. Geschädigt ist die Briefmarken händlerin Margarethe Siebcrt, Potsdamcrstrnßc 18. Die Beute besteht aus einem blauen Universalalbum für 6000 .//, einem zweiten für 4000 V/, ziuei Lagcrbüchcrn über 2500 .//, einem solchen mit Einsteckalbum für 6000 .//, zehn Tausch- und Auswahlbüchcrn für 2l>00.//!, drei blauen Tauschheftcn für 3000 .//und aus verschiedenen Musterbüchern. Alle Bücher tragen den Stempel »Siebcrt». Die Geschädigte hat auf die Ermittelung des Thäters 200 .-4! Belohnung ausgesetzt. Post. — Im englischen Postwescn ist eine angebliche Ver besserung eingeführt worden. Das amtliche Formular der Post karte kann von nun an auch durch einen einfachen Papierzettel von der Größe der Postkarte ersetzt werden, der, mit der Half- pcnny-Marke beklebt, als Postkarte gilt. Ausstellungspreis. — Herr Jakob B. Brandcis in Prag erhielt auf der Ausstellung in San Franzisco die große silberne Medaille. Sprechsaal. Unsere Gehilfen. V. (Vgl. Börsenbl. Nr. 165, 177, 186.) Dem Herrn Einsender des Artikels IV in Nr. 186 des Börsen blattes ist durchaus zuzustimmcu, wenn er behauptet, daß cs ge waltig hinkt im Buchhandel — nämlich beim Rechnen. Es ist ja gewiß eine Ehre für den Sortimenter, mit dein oder jenem Verleger große Umsätze zu erzielen, und zur Ehre gereicht's dem Sortimenter auch, seinen Kunden in jeder möglichen Weise gefällig zu sein; aber — erst komm' ich und dann — komm' ich noch einmal rc. Der heutige Durchschnittssortimcnter ist viel zu sehr Idealist, er fragt zu wenig: welchen Nutzen bringt mir der große Umsatz mit dem Verleger X., welche Opfer kosten mich meine Ge fälligkeiten gegen den Kunden V.? Erst wenn der Sortimenter seine Mühen und Spesen nicht mehr unterschätzen wird, erst dann, wenn er nur da leisten will, wo ihm entsprechende Gegenleistungen gesichert sind, werden dort, wo Gehilfen gebraucht werden, auch die Mittel für deren angemessene Bezahlung erworben werden. B. U. Anzeigeblatt. Geschäftliche. Einrichtungen und Veränderungen. LiivlistLnälkr u. Aküüelitl. Lüvlikrrkvisor in Lsrlin IV., OsnnorvitWtr. 32 omptioblt sieb 2nr VmitlSilU Will- ll. VMlllöN gsnrer Lesobslte u. einreinee Verlsgswerlce. Noi.no Vormittslrmg x-ovvöbrt clon Vorteil, class cliosolbs aut clor Uasis porsönliob von mir vorgonommonor ^orvissovbattor UrntnnA clor Oosobäktsbüobor ortolßst, somit tür clio aiiAggobono IVortbomossrm^ nncl Ilontabil.- LorsolrnnnA clos an vorlrautoncloir Obsoletes clio clonbbar grösste Oarantio biotot. /Int IVrmsob linclon auob ausrvärtiAo Vultröno ibro porsönliobo Lrloclisnns. Uix-a, clon 26. lluli/7. /InAnst 1894. (33919) (> (' Uiorclnrob maobo ivb clio orAobono Nit- tollunA, class iob am bissigon Ulat^o, Uastoi- Uoulovarcl dlo. 8, clomnäobst oino Nudiliniutlu»^, /Viitniuniinl niui Icoillstistliotlioli orriobton cvorclo. Noino Vortrotunq bat lloir Uonis dl a er mann in lloip/.iq nbornowmon. Noinon Loclart rväbls iob selbst nncl bitto um Aot. UoborsonclunA von Oirlcnlaron nncl Latalogon oto. Uoobaobtoncl H. Lnrnirrsrirrnnir. (33940) Vom 16. /Irignst cl. ll. an bolinclon siob moino Oosobäktsrllnins Nl1II»l ill/8llN886 l>. l,oip'/.ig. L. I'. Losdlsr'k /Inticqnariuiil. (34026) Vokalveränderung. Unsere Geschäftsräume befinden sich von heute ab NtWl'lUir !), pari, rechts. Leipzig, den 15. August 1894. Bcrlag der Akademischen Buchhandlung (W. Aabcr) Alfred Janssen. (33914) Ich übernahm die Vertretung der Sortimentsbuchhandlung F. Wenske in Iserlohn. Leipzig, 14. August 1894. N. Gicglcr's Sortiment. Verkaufsanträge. (33716) Buchhandlung in Berlin zu ver kaufen.— Umsatz von 9000 auf 38 000 V/ ge stiegen. Fester Kaufpreis 36 000 .//, bei der Ucbcruahmc bar zu erlegen, ll. L. sch 33716 durch die Geschäftsstelle d. B.-V.
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