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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 19.06.1897
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1897-06-19
- Erscheinungsdatum
- 19.06.1897
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Saxonica
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- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-18970619
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4468 Nichtamtlicher Teil. 139, 19. Juni 1897. sowie der süd- und mittelamerikanischen Länder unterstützt; die Ver treter der hauptsächlich als Durchgangsländer in Betracht kommen den Länder Großbritannien, Holland und Belgien widerstrebten dem Anträge. ES kam schließlich eine Einigung dahin zustande, daß die Gebühren für die Beförderung der fraglichen Poststücke um 1b und um 12 Prozent herabgesetzt werden sollen. Der Generalpostmcister der Südafrikanischen Republik hatte den Antrag gestellt, daß es durchaus verboten sein solle, -un sittliche und obscöne Litteratur- durch die Post zu be fördern. Dieser Antrag wurde von den Vertretern Schwedens, Belgiens und der Vereinigten Staaten unterstützt. In letzterem Lande ist ein derartiges Verbot bereits seit längerer Zeit in Kraft. Der Vorschlag wurde aber abgelehnt, da die Begriffe über unsitt liche und obscöne Litteratur und Postslücke sehr weit auseinander gingen, besonders bei Leuten, die nichts von Kunst verständen. Es würde durch ein solches Verbot insbesondere auch den Post meistern eine zu weit gehende Vollmacht eingeräumt. Wichtige Aenderungen kamen bezüglich der internationaler Geldanweisungen und Wertpaketsendungen zur Annahme. Die Gebühren für elftere, die jetzt für eine Summe von mehr als 100 Frcs. 1 Prozent ausmachen, sollen auf die Hälfte herabgesetzt werden. Die Grenze der Haftpflicht für verloren gegangene Wert pakete wurde von 500 Frcs. auf 1000 Frcs. erhöht. Neue Bücher, Kataloge rc. für Buchhändler. Xaturas XoviOctos. Libliograpbio nsuor XrsoksinuvAsn allsr I-än- äsr ank ilgm 6obisto äor Xaturgssebiebts uncl äor sxalcton IVisssnsebattsn. XIX. llabrgavA. Xc. 10. (dlitt.) Hrsg, von k. k'risä I Lnäor L 8obn in ösrlin. 8". 8. 269—288. Xr. 4139-4457. Oa Vroncs: 8oiolloes moralos ot xolitiguss; litteraturs; zrammairs; boaux-arts; musigns oto. Xntig.-Xats.Iog Xr. 290 von lttst L k'raneüs in I-oiprig. 8". 73 8. 2047 Xrn. Osttros sutograpbss äo porsonnagos trav^ais. Xntig.-Xats.1og Xr. 291. 8". 18 8. 423 Xrn. Xbsnäa. ülittoilnngsn clor Vsrlagsbnebbanälnng ö. 6. Vs ab vor in Ooipv.ig. 30. labrgang. 1897. Xr. 2. 8°. 8. 39—68. Reblaus-Litteratur. — Aus Anordnung der königlichen Negierung der Pfalz wird in den Tagen vom Montag, den 28. Juni bis Sonnabend den 3. Juli für Weinbergsbesitzer und sonstige Interessenten in Neustadt a/H. von sachverständigen Lehrern ein Jnstruktionskursus über das Wesen und die Bekämpfung der Reb lauskrankheit gehalten werden. Zur Auslage von einschlägiger Litteratur im Unterrichtssaale und in seinem Geschäft erbietet sich Herr W. Rocholl (Gottschick-WittcrS Sortimcntsbuchhandlung) dort und ersucht die Herren Verleger um kommissionsweise Ein sendung von Exemplaren. Kolportage mit Preiserhöhung zu wohlthätigem Zweck. — In Nr. 129 d. Bl. vom 8. d. M. haben wir unter der Ueberschrift -Kolportage zu angeblich wohlthätigem Zweck« ein -Eingesandt- aus den -Harburger Anzeigen und Nachrichten- mit geteilt. Der Einsender warnte darin vor einer Kolportcurin, die ein bekanntes Buch mit dem Ladenpreise von 4 ^ 50 H zu angeb lich wohlthätigem Zweck für 6 ./i! anbot und verkaufte. Als Auf traggeber der Kolporteurin war die Firma Max Claus L Co. in Hamburg genannt. Die Berechtigung dieser Warnung zum Schutze des Publikums vor Uebcrteuerung wird durch die nach folgende -Berichtigung- bestätigt, die die Firma Claus L Co. den -Harburger Anzeigen und Nachrichten- zugehen ließ: -In Nr. 204, 53. Jahrg. Ihrer geschätzten Zeitung bringen Sie ein Eingesandt, worin gesagt wird, daß die Verkäuferin des von uns vertriebenen Buches, -Wyl, Rosen des Lebens, unvcr- welkltche Blüthen für Geist und Herz-, ausgewählt aus deutschen Dichtern; mit fünf farbigen Illustrationen, 10 Tonbildern und vielen Text-Illustrationen-, die verschiedensten Angaben über die Verwendung der Sammlung gemacht hat und daß mit Sicher heit anzunehmen sei, daß die ganze Sache auf Schwindel beruhe, auch das Buch überall für 4 ^ 50 H zu haben sei, während wir 6 ^ uns zahlen ließen. -Es handelt sich in erster Linie nicht um eine Sammlung, sondern um den regelrechten kaufmännischen Vertrieb einer Ware und zwar des oben bezeichnten Buches; sodann ist mit Bestimmt heit zu beweisen, daß die Verkäuferin des Buches nicht die ver schiedensten Angaben über die Verwendung des Erlöses gemacht, sondern den Käufern überall nur erklärt hat, daß ein Teil des Reinertrages an die Ferien-Kolonieen Hamburgs abgeführt wird, welcher Umstand sich ebenfalls durch Thatsachcn beweisen läßt. -Es ist wahr, daß das Buch von anderen Handlungen eoent. für 4 50 verkauft wird, doch nur, wenn das Buch vom Käufer verlangt wird, doch machen diese Handlungen keinerlei Auf wendungen für den Absatz des Buches, auch kehren sie — nicht einen Pfennig von dem Reinerlöse an Wohlthätigkeitsanstalten aus, behalten also den ganzen Erlös für sich, — während wir Reisespescn, an den Verkäufer Provision, Reisespesen an den Expedienten und sonstige nicht unbeträchtliche Unkosten aller Art zu zahlen haben und einen Teil des Reinertrages an die Ferien- Kolonieen abführen. -In Anbetracht vorstehender Thatsachen und da jeder Ge schäftsmann zu ihm gutdünkenden Preisen verlaufen darf, kann uns aus dcr Erhöhung des Verkausspreises ein Vowurf irgend welcher Art nicht gemacht werden, wir behalten uns deshalb das Recht vor, gegen den leichtfertigen Einsender der unüberlegten Beschuldigung in anderer Weise vorzugehen. Max Claus L Co.» Jhre Fortsetzung und ihren vorläufigen Abschluß fand diese Erörterung in einer späteren Nummer des genannten Harburger Blattes in folgender Mitteilung von dessen Redaktion: -In Erwiderung auf die vor einigen Tagen gebrachte Be richtigung der Firma Max Claus L Co. teilt uns der Verfasser des -Eingesandt- in Nr. 204 unseres Blattes mit, daß gegen die genannte Firma bei der Königlichen Staatsanwaltschafk (wegen Betrugs) Strafantrag gestellt worden ist. Wir behalten uns vor, unsere Leser seiner Zeit über den Ausgang des Verfahrens zu unterrichten und schließen hiermit die Kontrooerse.» Anzeigeblatt. Geschäftliche Einrichtungen und Veränderungen. Emtragnugen iu das Haudklsrksister. Mitgeteilt von der Geschäftsstelle des Börsenvereins. Berlin, den 31. Mai 1897. vr. E- Mertens L Cie. Die Kommanditgesellschaft ist aufgelöst. Das Handelsgeschäft ist aus die »Graphische Gesellschaft (Eingetragene Genossenschaft mit be schränkter Haftpflicht)" übergegangen. — den 5. Juni 1897. Germania Com- mandit - Gesellschaft für Journal Lesezirkel Levy L Co. Persönlich hastender Gesellschafter ist Max Levy. — Berliner Lithographisches Institut Julius Moser. Dem Fritz Moser wurde Einzelprokura erteilt, dagegen dem Emil Markau und Wilhelm Rothe Kollektivprokura. Berlin, den 8. Juni 1897. Rühle L Hunger. Frau Anna Cäcilie Hunger geb. Saupe ist in das Handelsgeschäft des Friedrich Emil Hunger als Ge sellschafterin eingetreten. — — Joh. Sassenbach. Inhaber der Firma ist Johann Sassenbach. — den 10. Juni 1897. Adolf Eckstein'« Verlag. Inhaber der Firma ist Adolf Eckstein. Danzig, den 4. Juni 1897. Carl Hinstorffs Verlag Gustav Ehrke. Das Handels geschäft ist auf Ernst Cumme über gegangen, welcher dasselbe nach Berlin verlegt und unter unver änderter Firma sortsührt. Dresden, den 11. Juni 1897. Frau Jda Albrecht Buchhandlung. Inhaberin der Firma ist Frau Jda verehel. Albrecht geb. Lurtz. Erfurt, den 3. Juni 1897. Keyser'schc Buchhandlung. Die Firma ging auf Bruno Neumann über. Freiburg i. Br., den 2. Juni 1897. I. C. B. Mohr (Paul Siebeck). InLeipzig und in Tübingen wurden Zweig niederlassungen errichtet. Karlsruhe, den 8. Juni 1897. Malsch L Vogel. Jakob Malsch ist infolge Ablebens aus der Gesellschaft auS- geschieden. Karl Malsch ist als Teil haber in die Gesellschaft eingetreten Kiel, den 8. Juni 1897. Johannes Dreesen. Inhaber der Firma ist Johannes Dreesen. Köln, den 21. Mai 1897. Gebrüder Anthes, Adressen-Bureau. Gesellschafter der Firma sind Wilhelm Heinrich Anthes und Rudolf Anthes. Leipzig, den 9. Juni 1897. Oskar Gott wald. Die Firma ist auf Carl Otto Borggold übergegangen, welcher fir- mirt :Oskar Gottwald, Verlag. Fritz Schulz jun. Der Mitinhaber August Leo Maximilian Montag ist aus der Firma ausgeschieden.
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