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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 25.01.1894
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1894-01-25
- Erscheinungsdatum
- 25.01.1894
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- Deutsch
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20, 25. Januar 1894. Nichtamtlicher Teil. 531 die ohne Zweifel eine große Summe von Unzufriedenheit in den gesamten deutschen Handels- und Gewerbestand hineintragen wird. In größter Ehrerbietung der Vorstand der Korporation der Berliner Buchhändler. Elwin Paetel, H. Hertz, Alv. Prausnitz, Vorsteher. Schriftführer. Schatzmeister. H. Heyfelder, E. Vollert, Carl Habel, Stellv. Vorsteher. Stellv. Schriftführer. Stellv. Schatzmeister. Die Festlegung der Ostermrste. (Vergl. Börsenblatt Nr. 17.) Der in Nr. 17 des Börsenblatts abgedruckte, die »Fest legung der Ostermesse« bezweckende Antrag des Herrn Credner hat beim ersten Lesen viel Bestechendes; denn jedermann im Buchhandel hat die starken Schwankungen des Ostertermins Wohl schon als einen großen Uebelstand empfunden, und man ist leicht geneigt anzunehmen, daß sich dieser Uebelstand in ein fachster Weise durch einen Beschluß der Hauptversammlung müsse beseitigen lassen. Aber jedes Ding hat zwei Seiten, und auch die Festlegung im Sinne des gestellten Antrags würde be denkliche Uebelstünde im Gefolge haben, auf die hier mit einigen Worten hingewiesen werden soll. Zunächst muß hervorgehoben werden, daß sich im größten Teil des Deutschen Reichs dem Ostertermine das Schulbücher geschäft untrennbar anschließt. Die Schulbücherzeit pflegt vier- zehn Tage vor Ostern zu beginnen und vierzehn Tage nach Ostern zu enden. Die stärkste Woche ist fast überall die Oster woche selbst. Wie stark das Schulbüchergeschäft die Sortimenter in dieser Zeit in Anspruch nimmt, braucht nicht weiter auseinandergesetzt zu werden. In allen den Jahren nun, in denen Ostern auf einen späten Termin fällt, würden nach Annahme des Credner'schen Antrags die Arbeiten des Schulbüchergeschäfts und die der Aufstellung der Zahlungs liste für die Sortimenter zusammenfallen. Daß eins von beiden unter dieser Häufung leiden muß, ist klar, und da das Schulbüchergeschäst nicht zurückstehen kann, so werden es die Arbeiten an den Listen sein, die ins Hintertreffen kommen. Nun liegt zwar der Einwand nahe, daß, um diese Arbeits häufung zu vermeiden, die Sortimenter ihre Liste nebst Deckung ja nur früher nach Leipzig zu schicken brauchten; es ist hierauf aber zu entgegnen, daß die Erträge aus dem Schulbüchergeschäft in vielen Sortimentshandlungen beträchtlich genug sind, um bei der Deckung der Listen eine nicht unbedeutende Rolle zu spielen. In den Jahren mit frühzeitigen Ostern dagegen würde der Abrechnungstermin erst kurz vor Pfingsten fallen, und der Nachteil würde hier aus seiten der Verleger sein, denn sie würden die Arbeiten des Uebertragens der Zahlungen (oft auch der Remittenden I) auf die Konten, des Ausschreibens der Abschlüsse rc. gerade in der Zeit des schönsten Festes im Jahre vornehmen müssen. Zur Erläuterung möge nachstehende Zusammenstellung dienen: Ostern. Abrechnung nach dem Zelt siir Echulbücher- Trcdnerlchen Vorschlag geschSst n. Meßarbeitcn 1889 21. April 6. Mai 14 Tage 1890 6. „ 5- 4 Wochen 1891 29. März 4. .. 5 » Abrechng. I«Tage vor Pfingsten l 1892 17. April 2. „ 14 Tage 1893 2- .. 1. » 4 Wochen 1894 25. März 6. ., 6 ,. «brcchng. 8 Tage vor Pfingsten: 1895 14 April 6. .. 3 .. 1896 5. ., 4- .. 4 .. 1897 18. „ 3. .. 14 Tage Oster». Abrechnung nach dem Zeit für Tchulbücher- Erednerschen Vorschlag geschäst u. Mcssarbelten 1898 10. April 2. Mai 3 Wochen 1899 2 ., 1. „ 4 , 1900 15. .. 7. , 9 „ In einem Zeitraum von zwölf Jahren wäre also nur vier mal die genügende Zeit von vier Wochen vorhanden — das ist in den Jahren, wo die Abrechnung wie bisher auf den Montag nach Kantate fällt! — in drei Jahren wären nur drei Wochen, ebenso in dreien gar nur vierzehn Tage dazu da; in zwei Jahren dagegen hätten die Verleger den oben hervor gehobenen Nachteil einer Abrechnung kurz vor Pfingsten.*) Auch für die Kommissionäre, deren vermittelnde Thätigkeit ja gerade zur Ostermesse am unentbehrlichsten sein dürfte, würde es eine kaum zu bewältigende Aufgabe sein, Schulbüchergeschäst und Meßabrechnung zusammen in zwei bis drei Wochen zu er ledigen. Die bisher zur Verfügung stehenden vier Wochen haben dazu bei Anspannung aller Kräfte, bei Zuhilfenahme starker Ueberstunden und Einstellung zahlreicher Hilfsarbeiter eben ge rade ausgereicht. Endlich ist für die persönlich zur Messe kommenden Herren Kollegen noch zu erwägen, daß ihre Anwesenheit in Jahren mit späten Ostern (15.—25. April) in die, oder nahe an die Engros woche der Leipziger Ostermesse fallen würde, d. h. in eine Zeit, wo alle Hotels überfüllt sind und Unterkommen nur nach lange vorher erfolgter Bestellung und zu bedeutend erhöhten Preisen zu finden ist, wobei der Aufenthalt in den übervollen Hotels trotz aller Teuerung sehr wenig Annehmlichkeiten bietet. Rudolf Winkler. *) In den Jahren, wo Ostern auf den 23., 24. oder 25. April fällt, bliebe sogar nur eine Woche übrig! Wir hätten acht Tage nach Ostern die Abrechnung. Diese Fälle sind selten; sie kommen aber vor. Im Jahre 1886 fiel Ostern auf den 25. April. Vermischtes. Zur Lesebuchfrage in Sachsen. — Die Administration der von Amwon'schen Stiftung in Dresden hat die eingegangenen drei schrift lichen Arbeiten über die den ehemaligen Zöglingen des Königlichen Se minars zu Friedrichsstadt-Dresden gestellte Pädagogische Preisaufgabe: -Ist die Herstellung eines einheitlichen Lesebuchs für die einfachen evan gelischen Volksschulen des Königreichs Sachsen (Landeslesebuch) zweck mäßig und ausführbar?» geprüft, und der mit den Kennworten: -In neeessariis nintus- versehenen Abhandlung den Preis zuerkannt. Ver fasser dieser Abhandlung ist Herr Kantor Friedrich Moritz Förster in Olbernhau. Post-Zeitungs-Tarif. — Wie die Volkszeitung meldet, beschäftigt sich das Reichspostamt mit einer Reform des Zeitungs-Tarifs. Eine solche Reform erscheint der Postbehörde notwendig, weil sie nach der bis herigen Berechnungsmeise von 25 resp >2'/, Prozent Aufschlag aus den Abonnementspreis bei täglich bzw. wöchentlich oder seltener erscheinenden Blättern für die Beförderung bei vielen Zeitungen mit niedrigem Abonnementspreis die Kosten kaum oder gar nicht deckte, während sich der Preis der Zeitungen mit hohem Abonnementspreise unverhältnismäßig verteuerte. Die Berechnung soll, wie es heißt, in Zukunft so erfolgen, daß auf den Jahrcs-Abonnementspreis 10 Prozent ausgeschlagen und dazu ein Betrag gerechnet wird, der sich aus der Zahl der in einer Woche erscheinenden Nummern einer Zeitung multipliziert mit 25 -) ergiebt. Erscheint also eine Zeitung, die jährlich 6 ^ Abonnement kostet, wöchentlich sechs Mal, so würde die Post nach dem obigen Satz dafür 6 ^ -j- 10 Proz. -- 60 -j -j- 6 x 25 1 ^ 50 also 8 10 4 berechnen, während sie bisher nur 6 -s- 25 Proz. — 7 50 H erhielt. Eine Zeitung, die 16 ^ jährlich kostet und zwölf Mal wöchentlich erscheint, würde 16 ^ -s- 1 ^ 60 H -tz 12x25-) — 3^l, also 20 60 H kosten, und erschiene sie 18 Mal wöchentlich, 16 -s- 1 60 H -s- 18 x 25 H — 4 ^ 50 H, also 22 10 H. Dadurch würde die bisherige Ungleichheit, daß Zeitungen, die nur einmal täglich erscheinen, bei gleichem Preise ebenso viel Zuschlag zu tragen hatten, wie mehrmals erscheinende, ausgeglichen Warenhaus für Aerzte. — Wir haben vor einiger Zeit (in Nr. 169 d. Bl. vom 24. Juli 1893) über den Plan eine? in Berlin zu errichtenden -Warenhauses für Aerzte- berichtet, in dem u. a. auch Bücher zu entsprechend ermäßigtem Preise zu haben sein sollen Die National-Zeitung brachte hierüber vor einigen Tagen folgendes weitere: 71*
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