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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 15.01.1894
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- 1894-01-15
- Erscheinungsdatum
- 15.01.1894
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sah. Ebenso hatten sie durch die Vereinigung von Leder und Sammet Vorhänge geschaffen, die de» reichsten Zimmern zur Zierde gereichen müssen. »Die Amerikaner hatten keine seinen Einzelarbeiten in der Aus stellung, dortige Buchhändler aber sehr feine und teuere Bücher, deren Einbände aus Paris von Gruel, Lortic oder aus London von Zähns- dors oder Riviere herrührten. Geschäftsbücher waren aber in größerer Zahl anzutreffen, überaus reich zum Teil, aber nicht schön, doch prakiisch. »Für die Albumsabrikation war Berlin immer der erste Platz; aber aus der Ausstellung habe ich mich vergeblich danach umgesehen. Ebenso hatten von den Amerikanern nur einige Juweliere (der daraus angebrachten Edelsteine wegen) einige Albums ausgestellt». Weltausstellung in Chicago — Ein umfangreicher Brand aus dem Weltausstellungsplatze in Chicago vernichtete das Kasinogebäude und griff auf das Gebäude der freien Künste über Der im Gebäude der freien Künste entstandene Schade wird aus annähernd 200000 Dollars angegeben. Deutsches und österreichisches Ausstellungsgut blieb unversehrt — Das Repräsentationsgebäude des Deutschen Reichs, das -Deutsche Haus» aus dem Weltausstellungsplatze in Chicago, ist kürzlich verkauft worden und zwar nach Milwaukee, wo es wieder aufgebaut werden soll. Neue Bücher, Zeitschriften, Gelegenheitsschriften, Kata loge rc. für die Hand- und HauSbibliothek des Buchhändlers. Allgemeines Bücherlexikon oder vollständiges alphabetisches Verzeichnis aller von 1700 bis Ende 1892 erschienenen Bücher, welche in Deutschland und in den durch Sprache und Litteratur damit ver wandten Ländern gedruckt worden sind rc. rc. Von Wilhelm Heinsius. 19. Band. 1889 bis Ende 1892. Hrsg von Karl Bolhoevener. 9. Lsg. 4°. S. 641— 720. (Ihne — Koch.) Leipzig 1893, F. A. BrockhauS. IVisseosekaitliel-IitterLriseber Llonatsberiebt. Llooatl. Oedersiebt aller viektixen Lesebeiounxen äes Io- n. Luslsnckes. lleisusee- xeben äoreb (. . . Lort.-k'irma . . .) 3. lakrx. llanuar 1894. dir. 4. 8°. 8- 49—64. Berlin, 8. 6alvarx L 6o. 69. Lanstanction von L. Livsie in Vien. Verreiekniss einer 8aww- luvx von llmpferstioben, lütdoxrspdiesu (8port, ckaxck, Uilitaria) etc. Lus äew Xacblssss äes sodann sedrarnmel, Voiksmasiksrs uncl äes äosek Lruttiscb, dlutnrssnxsrs uncl kialers. Vorstsixeruax Llovtax, äsn 22. llavnar 1894 u. k. T. *63 8. 1161 diro. Leanx arts. — Läitions (io luxe. — klsraläigus. — Helles lettrss st distoirs. — llelvstiea. ^ntig-Lataloz dlo. 75 von Oeorx L 6o. in Basel. 8". 50 8. 999 dlrn. Latüol. Tbeoioxis. kbilosopbie nnä Lockeres. Lntig. - Latalox !io. 132 von 6sspar klaoxx io Luxsburx. 8°. 16 8. 498 klammern. Verscbieckenss. Banpt-Latalog von 6. L. klerwanns Lntiguariat in Llänedsn. Boxen 2. 8". 8. 17—32. klo. 508—994. Barr a. lirärinxsn. Oesebiobts, Lulturxssebiodte, Lltertumslcanäs, si klumiswatiü, Versebiscksnes. (Bibiiotdelc äes f staätaroüivars Baal Osrvalä.) Lutig.-Xatalox dir. 4 von ckuiius Loppes Baeir- iiavälunx in diorckbaasea. 8°. 22 8. 520 klammern. staäteaasioliten. Lvtig -Latalox dio. 2 voa Larl Lrebs in Oicsssn. 8°. 16 8. 530 klammern. Llixewsine öootikäoälorrsitvox. Organ k. ä. öerulsilltsrossen äes Laeddanäels. klr. 1. 4". 12 8. Beiprix, Verlag voa 6. B. dlüller. Tveoloxieal Biteratnrs. Bart. II. Lvtig. - Latalog kla. 39 von Oaviä diutt in Boaäon. 8". 8. 35—56. klo. 841—1418. Lehrmittelschau. Deutsches Zentralorgan für das gesamte Lehrmittel wesen u. für Schulzimmerausstattung. Nr. 1. Jan. 1894. 4". 8 S. Leipzig, Verlag von Ernst Wunderlich. Beamtenvereine. — In einer Antwort an den Centralausschuß Berliner kaufmännischer Vereine wegen Einschränkung der Offizier- und Beamten-Warenhäuser nimmt der Staatssekretär des Innern von Boetticher Bezug auf eine von ihm in dieser Angelegenheit schon vor einiger Zeit erlassene Verfügung. Diese Verfügung hat nach dem -Konfeküonär- folgenden Wortlaut: -Sowohl die Reichsverwaliung als die königl. preußische Staats regierung stehen dem Warenhaus für deutsche Beamte, dem deut- schen Osfizieroerein und ähnlichen Bereinigungen streng neutral gegenüber, und von der königl. bayerischen Regierung ist bekannt, daß sie sich gegen die Bestrebungen des Offiziervereins rc. von Anfang an ablehnend verhalten hat. Außerdem habe ich in Würdigung der in manchen Kreisen der Industrie nachteilig em pfundenen Konkurrenz derartiger großer Vereine neueidings sämt liche Bundesregierungen ersucht, zu veranlassen, daß jede Bevor zugung derselben seitens der Behörde» vermieden und Einundsechzigster Jahrgang. der Versuch gemacht werde, auf die Vereine dahin einzuwirken, daß sie bei dem Betriebe ihres Geschäfts auch den selbständigen Handwerkern durch Erteilung von Aufträgen Berücksichtigung zu teil werden lassen. Mit Bezug auf die ausgestellte Behauptung, daß der hiesige Postbeamtenverein unentgeltlich die Kellerräume des Postgcbäudes in der Spandauer Straße für seine Zwecke be nutzt, bemerke ich ergebenst, daß seit dem 1. Januar d. I. auf Veranlassung des Herrn Staatssekretärs des Reichs-Postamts für die Ueberlassung dieser Räume eine Miete erhoben wird. Der Staatssekretär des Innern, v. Boetticher». Hierzu wird uns aus Berlin geschrieben: »Wie hoch mag diese Miete wohl sein? Der Postsparvecein giebt bis zu 25"/» Rabatt.» Vom Reichstage. — Unsere der Tagespresse entnommene Mit teilung betreffs des Tages der Reichstagsverhandlung über die Be schränkung der Kolportage, in Nr. 8 d. Bl, hat sich nicht bestätigt. Es wird uns heute mitgeteilt, daß die Verhandlung wahrscheinlich in dieser Woche stattfinden wird. Zum Antrag Gröber u-Gen. auf Beschränkung des Hausier handels. — Aus klerikalen Kreisen mehren sich die Anzeichen, daß man dort nicht mit allen Forderungen der Centrumsanträge zur Be schränkung der Gewerbefreiheit einverstanden ist. In einer neuerlichen Ausführung der -Kölnischen Volkszeitung» finden wir folgende Bemerkung: -Unserer Ueberzeugung nach geht der Antrag Gröber und Gen, so gut er auch gemeint ist, doch that sächlich über die beabsichtigte und gerechtfertigte Beseitigung von -Auswüchsen» weit hinaus. Er trifft nicht lediglich die unlautern Elemente im Hausierer stande, sondern er gefährdet die Existenz von Tausenden ehrlicher Hausierer. Weil in manchen Gegenden Deutschlands Klagen über das Hausiererwesen laut geworden sind, sollen in allen Gegenden Deutschlands, auch wo gar keine Klage laut geworden ist, die Hausierer mit leiden! Das sind Einwürfe prinzipieller Natur, die wir dem Antrag Gröber und Gen. machen müffen.» Zum Antrag Gröber u. Gen. — Das Agitationskomitee der Berliner Zeitschriftenverleger, unterstützt von anderen Vereinen für die Interessen der Schriftsteller, der Papier- und Buchdruckindustrie, hat jetzt eine Petition an den Reichstag um Ablehnung des Antrags Gröber aus Beschränkung des Kolportage-Buchhandels erlassen. Die Petition schätzt den aus der Annahme des Centrumsamrages zu befürch tenden Schaden für den Buchhandel und die damit zusammenhängenden Jndustrieen aus 120 Millionen Mark und berechnet, daß 50000 Personen brodlos werden würden. Ortsverband Leipzig der Pensionsanstalt deutscher Journalisten und Schriftsteller. — Am 7. Januar fand im Theatcrrestaurant zu Leipzig die Begründung des Ortsverbandes Leipzig der Pensionsanstalt deutscher Journalisten und Schriftsteller statt. Es waren 19 Mitglieder erschienen, welche die von Herrn Redakteur Saski zum Vortrag gebrachten organisatorischen Bestimmungen genehmigten. Aus der Vorstandswahl gingen hervor: die Herren Saski als Vor sitzender, Martin als Schriftführer, Mahn als Kassierer, sowie Gustav Schumann und Krause als Beisitzer. Was Deutschland für England druckt. — Die -Times- veröffentlicht ein Gespräch eines Journalisten mit einem Verleger über die eigentümliche Erscheinung, daß die Herstellung englischer Bücher im wachsenden Maße von Holland und namentlich Deutschland besorgt wird. Das gilt insbesondere von in Farbendruck illustrierten Jugend schristen. Der Anstoß wurde durch die bekannten Kate Greenaway- Bücher gegeben. Deutsche Anstalten für Farbendruck ließen zunächst englische Zeichner und Koloristen kommen und boten die unter deren Leitung ausgesührten Bildwerke englischen und amerikanischen Verlegern an. Sie gewannen in beiden großen Reichen der englischen Sprache alsbald Boden. In den ganz feinen Prachtausgaben von Farbendrucken, die nur in begrenzter Auflage erscheinen, besteht England noch immer den Wettkampf mit der ganzen Welt. Massenartikel aber, die gleich wohl gute und dem englischen Geschmack zusagende Ausführung haben, kann der deutsche Drucker weit billiger als der englische Herstellen, und trotz der bedeutenden Kostenzuschläge nimmt er es auch mit dem amerikanischen auf. Hier und da kommt es noch vor, daß deutsche Koloristen den deutschen Geschmack dem englischen Markt auszwtng-n möchten und an den Zeichnungen und Farben Stiländerungen vornehmen. Solche Bücher werden abgelchnt. Im allgemeinen aber steht die deutsche Arbeitsleistung als solche auf gleicher Höhe mit der englischen, ist zum Teil sogar besser. Aber auch des Buchdrucks haben sich die Deutschen bemächtigt, indem sie sich englische Typen kommen ließen, und sie ge winnen auch immer mehr Boden in der Buchbinderei, namentlich in den broschierten Einbänden, die meist von Mädchen hergestellt werden. Diese Erfahrung hat ihren Grund darin, daß der deutsche Arbeiter bei gleicher 41
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