172. 27. Juli 1904. Mchtamtlrcher Teil. 6357 §ean l^oubier, Oer Ouctieinband in aller unc! neuer /eil. 21it 197 ^.5b. Lorlin, 8srniann sssmaurl ^aeük. (1904) 186 8. 40. Asb. 5.— (UonoZrapüien äe8 XuustASvverbss, llr8A. v. 3. 1^. 8pou86l. Lanck X.) Ein Gegenstand des Studiums für den^ Buchhändler, der, zu- Douglas Cockerell (in Nr. 60, 1903 d. Bl. besprochen), das sich im bis zur Mitte des sechzehnten Jahrhunderts aber noch lediglich als Überzug von Holzdeckeln. Die im vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundert und n^ur in^Deutschland geübte Te^nik des^Lede^- Jcan Grolier, Thomas Maioli und Demetrio Canevari, abge bildet und gewürdigt, und alsdann die Buchbinderei in Frankreich geschildert. Dieses Land übernimmt in der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts bis zum achtzehnten die Führung. Deutschland hatte so reiche Bücherliebhaber nicht. Für einfachere Gebrauchsbücher gab es Halbeinbände, wo nur die Hälfte des Holzdeckels vom Rücken aus mit Leder überzogen ist: das sind die Vorläufer unsers Halbfranz- und Halbleincnbandes. Ver dient machte sich Kurfürst August von Sachsen, indem er den Augsburger Buchbinder Jakob Krause an seinen Hof zog (1566—85), der ganz hervorragende Decken schuf. Auf die französischen Stile des Fanfares, der -k6i-8 pointiIl68» und des Fächermusters folgt das Rokoko mit zierlichen Spitzen mustern, wie denn ja Spitzen auch an der Kleidung sehr beliebt waren. Aber das deutsche Rokoko war, wie überhaupt, auch in der Einbanddekoration plumper und überladener als das fran zösische. Kommen wir ins neunzehnte Jahrhundert, so treten uns, nachdem das Empire mit seinen dürftigen antikisierenden Börsenblatt für den deutschen Buchhandel. 71. Jahrgang. Kleine Mitteilungen Preisausschreiben. (Vgl. Nr. 169 d. Bl.) — Der Preis, -Concordia- in Prag für einen Einakter zur Ehrung Schillers ausgesetzt hat, beträgt 1000 Kronen ö. W. Das Preisgericht besteht aus den Herren: vr. Friedrich Adler, Professor vr. Freiherr von Ehrenfels, Direktor Angela Neumann, Alexander Richter, vr. Hugo Salus, Professor vr. August Sauer, Heinrich Teweles. Die Arbeiten sind in der für Wettbewerbe üblichen (Prag, Graben, Deutsches Haus) einzusenden. Die Beteiligung steht jedem offen. Die Preiszuerkennung erfolgt an, 1. März 1905. Dem mit dem Preise gekrönten Berfasser bleiben alle Rechte gewahrt; das Deutsche Landestheatcr in Prag ist berechtigt und verpflichtet, das Preisstück unter den üblichen Bedingungen im Monat Mai 1905 aufzuführen. teilt. Die bisher der medizinischen Fakultät unterstellt gewesene pharmazeutische Schule wurde der neuen naturwissenschaftlichen Fakultät zuge^oiesen,^ n deren Ausgestaltung d^ie ^Ernennung voi^ Öffentliche Rechtsauskunft. — Die Errichtung öffent licher Stellen für Rechtsberatung bezweckt ein gemeinsamer Erlaß der preußischen Minister des Innern und für Handel und Gewerbe. ^ Im Staatshaushallsetat sind zur Förderung dieser Gemeinden mit einer starken Arbciterbevölkerung oder mehr als 100 000 Einwohnern soll für eine Rechtsauskunftsstelle Sorge ge tragen werden, die nicht gewerbsmäßig betrieben wird und allen Minderbemittelten ohne Rücksicht auf Konfession, Organisation oder politische Parteizugehörigkeit leicht zugänglich ist. Durch gleich mäßige Beteiligung der Arbeitgeber und Arbeitnehmer an der Aufsicht soll die Gewähr für Unparteilichkeit geboten werden. Zweckmäßig erscheine es, diese Rechtsbureaus in engere oder losere Verbindung mit allgemeinen Arbeitsnachweisen zu bringen. Auf 837