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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 03.09.1901
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1901-09-03
- Erscheinungsdatum
- 03.09.1901
- Sprache
- Deutsch
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Wertheim in Berlin, an das zu liefern deutsche Verlagsbuchhändler sich weigerten, um Aufnahme in den Börscnverein der Deutschen Buchhändler nachgesucht hat und die Verpflichtung eingegangen ist. kein Buch billiger zu verkaufen, als es jedem Buchhändler gestattet ist.*) ^Thatsächlich wird Deutschland — und ers^ auf dem^ intcr- Deutsche haben demnach gar keine Veranlassung, das Projekt des Herrn Frank F. Lovell in New Dork in irgend welcher Beziehung zu bewundern.« ihre Angestellten an den Sonn- und Feiertagen der verflossenen Sommermonate von beruflicher Arbeit befreit. Auf eine neuer liche Eingabe der Gehilfen haben die Chefs dieser Tage den ge meinsamen Beschluß gefaßt, das Ansuchen der Angestellten, soweit es das Geschäft gestattet, zu bewilligen und die vollkommene Sonntage ab, der Dezember und der Jänner. Am ersten Weih nachtsfeiertage und am Neujahrstage sind die Geschäfte geschlossen.« Post. — Im Verkehr mit der Insel Malta sind von jetzt an Briefe mit Wertangabe bis zu 2400 zugelassen. Sie unter ließen dem Porto und der festen Gebühr für Einschreibbriefe von Carl Maria von Weber auf der Suche nach einem Operntext. — Der Neuen Freien Presse entnehmen wir folgende Erinnerung an den Komponisten des -Freischütz«: Gute Operntexte waren zu allen Zeiten rar! Die -Allgemeine musikalische Zeitung« vom Jahre 1818 enthielt nachstehende Aufforderung. Der Unterzeichnete wünscht sobald als möglich Musik setzen und anständig honoriren will. Er fordert hiermit die Dichter Deutschlands, die sich dieser Arbeit unterziehen wollen, auf, ihre Manuscripte, nebst Bedingungen, baldigst ein zusenden, indem er zugleich dafür steht, daß im Falle der Nicht benutzung das Manuscript ohne den mindesten Mißbrauch wieder dem Verfasser zugestellt werden wird. Prag, den 12. März 1813. — Karl Maria von Weber, Kapellmeister, Director der Oper der königl. böhm. ständ. Theater zu Prag. bis Ende Septeinber 1816 blieb. In Prag hat er aber den ge suchten Operntext nicht gefunden. Im Januar 1817 trat er seine neue Stellung als Kapellmeister am Hoftheater in Dresden an. Dort machte er die Bekanntschaft des Dichters Friedrich Kind, der ihm am 1. März den Text zum -Freischütz, übergab. Vier Jahre lang hat er also auf den gesuchten guten Operntext warten müssen. Zur Komposition des -Freischütz«, die Weber am 12. Juli mit dem Duett -Schelm, halt' fest« begann und am 13. Mai 1820 mit der Vollendung der Ouvertüre vorläufig abschloß, brauchte er lieber die Beschlüsse der internationalen Vereinigung der Akademien, die vom 16. bis zum 20. April in Paris getagt hat, erstattet im Septemberheft der -Deutschen Revue« Professor Hermann Diels in Berlin einen zusammenfassenden Bericht. Die Beilage zur Allgemeinen Zeitung berichtet daraus wie folgt: Der Gedanke, Wirrungen ins Leben getreten, von denen Diels nur so viel verrät, daß der Ministerialdirektor Althoff und Professor Mommsen in Berlin und sodann Präsident Sueß und Minister v. Härtel in Wien den eigentlichen Anstoß zu dieser Bewegung gegeben haben, die nach manchen Peripetien im Oktober 1889 zu dem Zusammen schluß von zunächst zehn Hauptakademien führte, denen sich dann noch acht weitere angeschlossen haben. Das Programm erwähnte Erklärung den Thatsachen entspricht; den Wunsch, in den Börsenverein ausgenommen zu werden, hat die Firma Wertheim nicht ausgesprochen. (Vgl.: R. L. Prager-Berlin auf Seite 6777 im Börsenblatt Nr. 203.) Red. umfaßte siebzehn Nummern; die Beratungen, die teils in Plenar- teils in Sektionssitzungen stattfanden, führten zu folgenden greif baren Beschlüssen: In den ersteren wurde auf Antrag der Berliner Akademie ein Beschluß über die gegenseitige Verleihung von Handschriften und Archivalien einstimmig angenommen und zweitens nach einer meisterhaften Berichterstattung des erblindeten Philosophen Brochard einstimmig beschlossen, eine von der Asso ziation herzustellende vollständige Leibniz-Ausgabe ins Auge zu fassen; der nächsten Versammlung soll ein Editionsplan vor gelegt werden und inzwischen ein Aufruf an alle öffentlichen und privaten Bibliotheken erlassen werden, in dem man um Mitteilung aller Leibniziana ersucht. In der naturwissenschaftlichen Sektion, erstattete die Londoner ko^al Looist,^ Bericht über das großartige Katalogunternehmen, das sie angeregt hat; es soll vom 1. Januar 1901 ab ein bibliographisches Verzeichnis aller in der Welt erscheinenden naturwissenschaftlichen Publikationen aus genommen werden. Ein -Centralbureau« in London leitet die -Negionalbureaux« der einzelnen Länder, wie in Berlin ein solches mit Anfang dieses Jahres begründet wurde. Das von den letzteren gelieferte Material wird dann in London in einem Riesen- katalog jährlich veröffentlicht, von dem ein Exemplar 340 ^ kosten wird. Besonders ausführlich verweilt Diels bei der einstimmigen Annahme des Gileschen Planes, die Regierungen, die es angeht, zu ersuchen, im Anschluß an die Gradmessungen in der Kapkolonie eine aus dem 30. Meridian vorgenommene Messung durch Afrika zu veranlassen, die an dem Tanganikasee, also zwischen Deutsch-Ostafrika und dem Kongostaat, entlang geführt, dann, durch den Sudan an den Ufern des Nils bis Alexandrien weitergehend, Struveschen Meridianmessung in Rußland ^in Verbindung gesetzt würde. Die Erreichung dieses Ziels würde in Bezug auf die Er kenntnis der Größe der Erde einen eminenten Fortschritt bedeuten und zugleich für die Figur der Erde und Zusammensetzung der Erdkruste äußerst werlvolle Aufschlüsse gewähren. Die weiteren Beschlüsse der naturwissenschaftlichen Sektion betrafen fachwissen schaftliche Fragen, so die einheitliche Kontrolle der physio logischen Instrumente und die internationale Organisation der Gehirnforschung. Auch die Beschlüsse der geisteswissenschaftlichen Sektion bewegen sich mehr auf dem Boden der Fachwissenschaft. Man beschloß, eine Realencyklopädie des Islam ins Leben zu rufen, ferner eine Sammlung der griechischen Urkunden der byzantinischen und nachbyzantinischen Zeit. Diels hebt auch die Schwierigkeiten der Verständigung hervor. Die drei Welt sprachen, Deutsch, Englisch und Französisch, wurden gesprochen, und schließlich dominierte namentlich in den Kommissionen, um die Zeit des Dolmetschens zu sparen, das Französische; aber dieses wurde mit den nationalen Accenten der verschiedenen europäischen keit, die sich auch bei einer Universalsprache erheben würde. Neue Bücher, Kataloge rc. für Buchhändler: 6ata.1oA0 Asnsrals äslla Indrsria. Italiava. äall' anno 1847 a tutto N. 8, 9 (ä. U. 2.50). Usx.-8". p. 561—720. Oipelli Us l?ran- Nr.^9 °(8spt6wb6i-Ol901). ^§^8°. ^8. Ä—143. 80. 8. 2473—2520 mit ^.bbiläuvASn. 8. 3abr§av^, Nr. 31—35, ^.u§v8t 190!. 4". 8. 447—492. in'I'üdinAen. 8". 8.209—232. 686 Nrn. u. ^nLsiASn-^nbavA. Polnisch-nationale Ansichtskarten. — Wie die Papier zeitung mitteilt, hat die Reichspostverwaltung Ansichtskarten mit der Inschrift: -Noch ist Polen nicht verloren« (3682026 Uolslra vio LAinsla) oder dem polnisch-nationalen Liede der Legionen auf Grund des § 5, I der Postordnung von der Beförderung aus geschlossen. Die Inschriften der Karten, die von allegorischen Zeichnungen umgeben sind, wurden in einem Fall durch Gerichts urteil dahin ausgelegt, daß in ihnen ein Verstoß gegen 8 130 des Strafgesetzbuches erblickt werden kann.
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