X- 104, z. Mai 1924, Fertige Bücher, Börsenblatt f. d. Dtschrr. Buchhandel gl 57 o ^ ^IX. * V ^ r. ^ e: os e. rr. 4 r .^x/ To ^: Hans Land Flammen Novellen AN^ie in den früheren Werken, besticht auch in diesen kurzen Novellen, die im Grunde nur leicht hingeworfen«, aus augenblicklichen Stimmungen und kleinen Erlebnisten heraus entstandene Skizzen sind, die Schlichtheit des Entwurf« und der Grund- idee. Aus wenigen Seiten drängt er so manche« Erlebnis, so manche« erschütternde Geschehnis knapp und wirksam zusammen. Mag er, wie in der Novellette „Flammen", die Tragik eine« von ver zehrender Leidenschaft getriebenen Krüppels oder das AlltagSlo« eine« unglücklichen, am Tage seiner Zurruhesetzung sterbenden kleine» Bankbeamten schildern, immer hält die flott« Erzählungsart den Leser in Spannung. Ein hübscher Einband von Erich Büttner erhöht noch den Wert des Bändchen«, „Berliner Zwölf-Uhr-MittagSblatt", VorzugSangebote aus Seite öl53 Walter Bloem Die Ungkborcnen Geschichten von unerfüllter Liebe allbekannt« Verfasser großer Kriegs- und Geschichteromane zeigt sich in diesen fein sinnigen Novellen als ei» Psycholog der Liebe. In all diesen spannenden Erzählungen, unter denen auch ein prachtvolles Schlachtgemälde „Beresina" nicht fehlt, handelt es sich um tragisch unerfüllte Liebe, die an der Rauheit des Lebens scheitert und ihren tiefsten Sinn, über sich hinauSzuzeugen, nicht erfüllt. Besonders wohltuend berührt in unserer so kraß-materialistischen Zeit die ausgesprochen ritter liche Art, mit der Walter Bloem seine Frauen figuren zeichnet, und da«frische und flotteTemposeiner männlich-gesunden und blutwarmenErzählungekunft. Vorzugsangebote auf Seite öl 53 ^ * I 7? * L. r. . L. » />z L ' LZ < Hans Reisiger Jugend und Tod Nachdenkliche Geschichten tz 7 ber den Geschichten dieses Buches lieg« ei» Hauch jugendlicher Schwermut, die sich bis zu Todes ahnungen und zur Melancholie über die Vergäng lichkeit alles Schönen und Blühenden steigert. Reisigere Menschen stehen alle im Bann ernster Schicksale, ganz gleich, ob sie ihnen wie in „Will kommen und Abschied" noch entgehen oder ob sie nur milleiden, oder aber sich das Richtamt anmaßen. Johannes Haase I^UX in renet)N8 Inet Roma» r^ohannes Haase, einer unserer jüngsten deutschen Dichter, schildert hier einen moderne» Men- schcn, der, unbefriedigt durch die heutige leiden- schaftS- und erlebnisarm« Zeit, an der Hand einer Selbstchronik eines mittelalterlichen Hepenrichters dessen fanatischen Sadismus erlebt. Seine Selbst verwechselung mit diesem löst sich in religiösem Wahnsinn aus. Vorzugsangebote aus Seite öl 53 VorzugSangebote auf Seile öl53