Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 13.05.1895
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1895-05-13
- Erscheinungsdatum
- 13.05.1895
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Saxonica
- Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-18950513
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-189505131
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-18950513
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1895
- Monat1895-05
- Tag1895-05-13
- Monat1895-05
- Jahr1895
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
^ 110, 13. Mai 1895. Nichtamtlicher Teil. 2607 Herr Goeritz all § 33 1 spricht aufmunternd zu dem Paragraphen und führt richterliche Entscheidungen an. Er habe ausdrücklich die Klage erhoben, um einen richterlichen Entscheid zu haben. Sein Standpunkt sei der, daß es zu viel von dem Sortimenter verlangt sei, wenn er, nachdem er sich die Mühe gegeben habe, das betreffende Buch herumzu schicken, dasselbe, wenn es ausgeschnitten sei zu bezahlen. (Heiterkeit). Herr Riedel fragt Herrn Goeritz, was er als Verleger thun würde, wenn ihm ein großer Teil seiner Bücher be schmutzt und zur Unkenntlichkeit entstellt zurückgesandt werde. Herr Warn ecke-Hannover führt ein entgegenstehendes richterliches Urteil an. Vorsitzender: Der allgemeine Wunsch ist, sich über diese Angelegenheit nicht weiter zu verbreiten. Sie werden einverstanden sein, daß unsere Abgeordneten für die Aenderung der Verkehrsordnung stimmen? (Kein Widerspruch.) Punkt 11: Gründung eines Sortimenteroereins. Herr Calvör: Dieser Punkt der Tagesordnung betrifft die Gründung eines Sortimentervereins. Wenn man im Börsenblatt« gelesen hat, daß das Interesse des Sortiments buchhandels besser vertreten werden soll, so kann man das mit Freuden begrüßen. Wenn man nachher die Rede des Herrn Meißner gehört, so kann man sich ebenfalls darüber freuen. Ob es aber wirklich gut ist, einen Sortimenterverein zu gründen, das ist die Frage. Ein Bedürfnis, einen Sor timenterverein zu gründen, ist nicht vorhanden, dann ist der Plan auch nicht durchführbar. Wir dürfen nicht einseitig vorgehen, sondern Hand in Hand mit den Verlegern. Ein einseitiges Vorgehen ist stets fehlerhaft. Es würde sonst sehr leicht eine gegenseitige Gehässigkeit eingeführt, ein Treiben, das dem ganzen Buchhandel schädlich ist. So gut es von Herrn Meißner gemeint ist, er ist aber reiner Idealist. Von unserm Standpunkt müssen wir den Antrag ablehnen und zur Tagesordnung übergehen. Herr Riedel glaubt, daß der Zusammenschluß der Sortimenter als eine Spitze gegen die Verleger aufgefaßt werden könne. Praktisch seien die Interessen der Sortimenter durch die Kreisvereine gewahrt und er sehe nicht ein, daß durch einen besonderen Zusammenschluß noch viel mehr er reicht werden könne, als bis jetzt erreicht sei. Vorsitzender: Wir haben im Vorstand schon öfter darüber gesprochen und wollten Ihnen nur einmal die Frage vorlegen, um zu erfahren, wie Sie darüber denken. Ich freue mich, daß Sie anerkennen, daß für die Mitglieder unsers Verbandes ein weiterer Zusammenschluß nicht nötig ist. In der That hat sich unser Vorstand die Aufgabe gestellt, die Interessen seiner Mitglieder wahrzunehmen und thut dies bereits in erfolgreicher Weise. Punkt 12: Besprechung über Einrichtung von Ortskassen zur Unter stützung durchreisender Angehöriger des deutschen Buch-, Kunst- und Musikalienhandels in den größeren Städten (Hannover, Hildes heim, Osnabrück, Göttingen rc.) Herr Goeritz: Das wenige, was ich spreche, habe ich in Herr» Klinkhardts Namen zu sagen. Die Kasse besteht aus freiwilligen Beiträgen, die die einzelnen Prinzipale und Gehilfen beisteuern. Es besteht ein Aufsichtsrat, der am Schluffe des Jahres prüft, ein Kassenrendant, der das Ganze führt und jeden nach Bedürfnis unterstützt. Diese Einrichtung haben wir als eine segensreiche erprobt und ich möchte Ihnen anheimgeben, in allen größeren Städten ähnliche Kaffen zu begründen. Ich habe dabei im Sinn, daß in Fällen, wo Not bei einheimischen Kollegen cintritt, geholfen werden könne. Ich möchte es Ihnen ganz besonders befürworten, daß Sie möglichst viele Einrichtungen derartiger Unterstützungskassen im Auge behalten. Da sich niemand weiter zum Wort meldet, wird zum folgenden Punkt der Tagesordnung übergegangen. Punkt 13: Das ärztliche Versandhaus in Berlin. Herr Goeritz spricht über das ärztliche Versandhaus in Berlin, das sich gegründet habe nach dem Vorgehen des Offiziervereins. Es sei ein Katalog erschienen und es sei besonders Wert darauf gelegt worden, einen Centralpunkt des Bezuges für die Aerzte zu erhalten, ohne aber anzustreben, daß etwaige alte Verbindungen zerstört würden. Es handele sich um die Frage, wie der Buchhändler sich zu der Ange legenheit stelle, damit er nicht zu sehr geschädigt werde. Er sei durch eine Leipziger Buchhandlung aufmerksam gemacht und gebeten worden, auf dem Verbandstagc die Sache zur Sprache zu bringen. Zu Weihnachten seien zwei Aerzte bei ihm ge wesen, voit denen der eine 10 Prozent Rabatt gefordert habe mit dem Hinweis darauf, daß er in Berlin ebensoviel erhalten habe. Der andere wollte noch mehr erhalten haben. Die betreffende Rechnung sei ihm gezeigt worden. Er habe die Forderung der Aerzte abgelehnt und sich an den Börsenverein gewandt mit der Anfrage, ob er gehalten sei, selbst nach Ablegung eines Eides die betreffende Rechnung im Original beizubringen. Redner bittet, darüber schlüssig zu werden, was für ein Antrag bei dem Börsenvereinsvorstande zu stellen sei und plädiert dafür, den Vorstand mit Bezug auf Z 1 des Börsenvereinsstatuts zu veranlassen, Mittel und Wege zu suchen, um derartigen Unterbietungen Einhalt zu gebieten. Herr Gude fragt an, ob es nicht möglich gewesen sei, eine Abschrift der Rechnung zu erhalten. Herr Goeritz verneint das und stellt den Antrag, den Börsenvereinsvorstand zu ersuchen, Schritte zu thun, um der artige Unterbietungen unmöglich zu machen. Herr Fuendling bemerkt, daß der Verbandsoorstand die Sache weiter verfolgen werde, und giebt Herrn Goeritz einen Klageantrag zur Ausfüllung. Punkt 14: Verschiedenes. Vorsitzender fragt, wer von den Herren noch etwas vorzubringen habe. Herr Calvör bemerkt, daß die Firma Mayer L Müller in Berlin bekannt gemacht habe, sie gewähre 10°/g Rabatt. Es sei bewiesen, daß sie 15o/<, gewähre. Vorsitzender stellt fest, daß von den hannoverschen Herren nur Herr I. Veldmann unentschuldigt fehle. Herr Riedel: Aus den Verhandlungen, die wir heute gehört, scheint mir mit großer Klarheit hervorzugehen, daß unser Vorstand sich unendliche Mühe gegeben hat, die Angelegenheiten in der vorzüglichsten Weise zu ordnen. Ich halte es für eine Pflicht, demselben den Dank der Versamm lung auf irgend eine Weise zum Ausdruck zu bringen, vielleicht haben die Herren die Güte, sich von den Sitzen zu erheben. (Geschieht.) Vorsitzender: Ich danke Ihnen im Namen des Vor standes auf das verbindlichste für die Ovation. Ich kann konstatieren, daß cs eine Freude ist, Ihr Vorstand zu sein, da die Mitglieder eine große Anhänglichkeit und Dankbarkeit beweisen. Es ist uns eine angenehme Pflicht, Ihnen bei stehen zu können, und was wir leisten können, wird auch fernerhin geschehen. Herr Georg macht auf die Ausstellung von Illustrationen aus Schaumbergers Werken aus dem Verlage des Herrn Zwißler aufmerksam. Dieselben wurden als großartige Leistungen allgemein bewundert. Erklärend dazu erwähnte Kollege Zwißler, daß die Illustrationen die Typen und Stätten der Schaumbergerschen Werke möglichst getreu wiedergäben. Der Ort und die Gegend, wo die Schaumbergerschen Erzäh lungen spielen, seien Weißcnbrunn vor dem Walde bei Coburg und die Nachbarorte, dort habe der Maler Rud. Kocselitz ans Annabcrg i. Sachsen die Typen Schaumbergcrs, wie den
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder