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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 06.03.1911
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1911-03-06
- Erscheinungsdatum
- 06.03.1911
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- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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>« 5«, 6. März 1911. Nichtamtlicher Teil. Bbrsenblatt f. d. Dtjchn. Buchhandel. 2819 Katalogzettel zum Archiv wird weitergeführt; der Zettelkatalog wurde um etwa 500 Zettel vermehrt. Das Archiv selbst umfaßt gegenwärtig 70 Bände. Die Lehranstalt stand im Berichtsjahre im Zeichen des Schulneubaus, den der Börsenverein der Deutschen Buch händler zu Leipzig, nachdem die bisherigen Lehrzimmer schon seit einigen Jahren unzureichend gewesen waren, für unsern Berein errichtet. Da wir zur Gewinnung des Baugrundes Ende Mai vier unserer Schulräume hergeben mußten, war es günstig, daß wir im nahen »Daheim« einen befriedigenden Ersatz fanden. Ergaben sich auch durch die Entfernung der Klassen von einander und ihre Verteilung an drei ver schiedene Orte — Plato-, Hospital- und Teubnerstraße — für den Unterrichtsbetrieb mannigfache Schwierigkeiten, so handelte es sich doch nur um einen vorübergehenden, im Baujahre unvermeidlichen Zustand. Wir werden die neuen Schulräume, die von uns auf fünfzehn Jahre ermietet sind, nach ihrer Fertigstellung in den Osterferien beziehen; der auf den Nachmittag entfallende Unterricht wird danach eine geringe Einschränkung erfahren, aber ganz wird er niemals in Wegfall kommen können. Die Schule wurde am Ende des Jahres 1910 von 335 Schülern besucht; die Gesamtzahl im laufenden Schul jahr betrug jedoch 421, einschließlich der vorzeitig abgegangenen 19 Schüler und der S7 Teilnehmer an den Fortbildungs kursen des Winterhalbjahrs. Dieselben wurden insgesamt wöchentlich in 185 Tages- und 6 Abendstunden von einem Direktor, drei hauptamtlich und dreizehn neben amtlich angestellten Lehrkräften unterrichtet. Leider steht uns zu Ostern ein größerer Lehrerwechsel bevor, da zwei unserer ständigen Lehrer in ein anderes Handelslehr amt übergehen werden, aber es ist uns nach ergangener Ausschreibung gelungen, sür ihre Stellen auf Grund der eingesandten Zeugnisse und erstmalig veranstalteter Lehr proben aufs neue zwei gutempfohlene tüchtige Lehrkräfte zu gewinnen, die uns nunmehr hoffentlich dauernd erhalten bleiben. Nachdem im Dezember 1909 der Königliche Gcwerbe- schulinspektor Oberregierungsrat Enke zu Dresden gestorben war, ernannte das Königliche Ministerium des Innern als oberste Aufsichtsbehörde der sächsischen Handels- und Ge werbeschulen den stellvertretenden Studiendirektor an der hiesigen Handelshochschule, Herrn Professor vr. Adler, zum Inspektor der höheren sächsischen Handelsschulen, zu denen auch unsere Anstalt zählt. Der neue Handelsschulinspektor, der als ein ausgezeichneter Fachmann gitt, und dessen Wahl wir daher begrüßen, hat inzwischen dem Unterricht ver schiedener Lehrer wiederholt beigewohnt uud sich über den Befund unserer Schule dem Direktor und dem Bericht erstatter gegenüber in warm anerkennenden Worten geäußert. Um den theoretischen Unterricht in dem besonders wich tigen Fache -Buchgewerbekunde« mit der lebensvollen Praxis zu verbinden, haben auch im Berichtsjahre mehrere Lehraus- flllge stattgefunden; es wurde besichtigt die Papierfabrik der Firma Vieler L Vogel in Golzern bei Grimma, die Druck farbenfabrik Berger L Wirth in Leipzig-Schönefeld und der technische Betrieb der Leipziger Neuesten Nachrichten; der Besuch dreier andrer Firmen steht im laufenden Schuljahre noch bevor. Wir danken den Inhabern der genannten Firmen auch an dieser Stelle, daß sie unsern Schülern einen Einblick in ihre Musterbetriebe gewährt haben, und ersuchen die Mit glieder unsres Vereins, ihren Lehrlingen, sofern möglich, die Teilnahme an den technischen Exkursionen auch fernerhin zu gestalten. Außerdem unternahm der Direktor, von mehreren Lehrern begleitet, mit den Schülern der Oberstufe einen wohl gelungenen Schulausflug nach Naumburg, Kösen und der Rudelsburg, um in ihnen die Liebe zum Vaterlande zu kräftigen, ihre geographischen Kenntnisse zu erweitern und insbesondere, um einen größeren erziehlichen Einfluß auf sie zu gewinnen; der Berichterstatter war ihnen nachgeeilt und spricht es gern aus, daß die Haltung der jungen Leute musterhaft war. Wie die Mitglieder unsers Vereins aus den Tages zeitungen ersehen haben werden, haben sich die Ministerien des Kultus und öffentlichen Unterrichts und des Innern auf Veranlassung des Kriegsministeriums entschlossen, ihre be sondere Aufmerksamkeit der schulentlassenen männlichen Jugend zuzuwenden, und daher angeordnet, daß künftighin, und zwar spätestens von 1913 an, auch in Leipzig eine Erweiterung der Fortbildungsschulpflicht auf drei Jahre stattfindet. Es wird das auch insofern für uns von Wichtigkeit, als dann alle vorzeitig ergehenden Abmeldungen einzelner Schüler aus den zweiten Klassen im Einklang mit der Fortbildungsschule in Wegfall kommen, so daß später die Lehrlinge die Schule durchgängig drei Jahre zu besuchen haben. Auch im Berichtsjahre hatte sich die Lehranstalt der wohlwollenden, verständnisvollen und wirksamen Unter stützung des Königlichen Ministeriums des Innern, des Rats der Stadt Leipzig und des Börsenvereins der Deutschen Buch händler zu erfreuen, wofür ihnen hierdurch der geziemende Dank ausgesprochen sei. Wir verbinden damit die Hoffnung, daß sie auch fernerhin unsrer Lehranstalt jegliche Förderung zu teil werden lassen. Die Bestellanstalt überstedelte am 28. Mai, während des Neubaues an der Platostraße, nach Teubnerstraße 2, parterre, um voraussichtlich am 25. März wieder am alten Platze Einzug zu halten in große, Helle und bequeme Räume. Die aufgeworfene Frage: »Enlspricht die Bestellanstalt den Anforderungen des modernen Verkehrs?« vermochre eine Änderung der bewährten Einrichtungen nicht herbeizuiühren, wenngleich eine Verkürzung der Bestellzeit angestrebt wird. Vorher war schon, wie es auch der vorjährige Bericht an kündigte, durch Anschaffung von fünf Fahrrädern eine günstigere Ausnützung des Betriebes in die Wege geleitet worden. Zu einer beschleunigten, zweimaligen Einlieserung der -Empfohlenen Zettel« wurde am 27. Juni ausgefordert, gleichzeitig wurden Bestimmungen erlassen für pünktlichste Ab holung und Austragung vom 1. Juli ab. Bereits am 10. Oktober mußte energisch an die verkürzten Einlieferungs zeiten erinnert werden, denn es beteiligten sich an der zwei maligen Einlieferung der »Empfohlenen« regelmäßig nur die Firmen: Fernau, Herbig, R. Hoffmann, Hofmeister, Kistner, Kittler, Koehlec (Herm. Schultze), Ed. Schmidt, Volckmar (Cnobloch, Staackmann). Wallmann. Im Berichtsjahr harre die Bestellanstalt den 3. und 4. Jubilar unter den Angestellten zu verz-ichnen. Durch den Fahiradbetrteb erweiterte sich auch die Haft pflicht des Vereins gegen die Angestellten, für die durch Vertrag mit einer größeren Versicherungsgesellschaft Rllck- deckung geschaffen wurde. Die Willkür der Zettclformate (kleinster und größter Sorten — anstatt einheitlich annähernd Postkartenformat) wird beim Sortieren recht unangenehm empfunden. — Die Adressen vieler Geschäftspapiere sind un deutlich und matt mit Färb- (Tinten-) Stift geschrieben, was sich als Übelstand recht bemerkbar macht, die schnelle Be arbeitung hemmt und deshalb vermieden werden sollte. Der Verlag hat sich auch im Berichtsjahr trotz allseitiger Mahnungen und Klagen in seiner Produktion keine Be schränkung auferlegt. Bemerkenswert ist die überaus große Zahl neuer und billiger Klassiker-Ausgaben, die aber an scheinend immer noch guten Absatz finden. Das Bestreben, dem Publikum gute Bücher zu billigen Preisen zugänglich zu machen, ist gewiß dankenswert; weniger anzuerkennen ist aber die Verfolgung einer gewissen Warep- SK8»
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