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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 04.05.1875
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1875-05-04
- Erscheinungsdatum
- 04.05.1875
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
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Sodann überreichte eine Deputation der Gesellschaft znr Förderung des Buchhandels in den Niederlanden, vertreten durch Herrn Frederik Müller aus Amsterdam und Herrn Sijthoss aus Leyden, dem Vorstände des Börsenvercins die ebenfalls hiernach sub v. abgedruckte Adresse zur Begrüßung an dem heutigen Jubelfeste, aus welche Herr Vorsteher erwiderte - Wir haben immer großen Werth auf die Verbindung mit den Niederlanden gelegt, und dieselbe hat uns zum geschäftlichen Vortheil, wie zur persönlichen Freude gereicht. Wir hoffen, daß der Vertrag des Reiches mit den Niederlanden möglichst bald geschlossen werden wird, und daß die gerechten Wünsche Beider zur Geltung kommen werden. Ich bitte Sie, den Dank dafür auszusprechcn, daß der holländische Buchhandel so freundlich war, unserer in dieser Weise zu gedenken. Nunmehr sprach Herr vr. Eduard Brockhaus an der Spitze der Deputation des Allgemeinen Deutschen Buchdrucker vereins : Im Namen des Bnchdruckervcreins habe ich Ihnen die herzlichsten Glückwünsche auszusprechcn. Die gestrige General versammlung des Bnchdruckcrvereins, die in denselben Räumen stattfaud, hat den Vorstand beauftragt, diese Glückwünsche zu überbringen, zu denen sie eine Berechtigung darin fand, daß gleiche Interessen den Buchdruckervcrcin mit dem Börscnvcrcin verbinden; besonders aber empfindet der Buchdruckerverein und Buchdruckerstand auch eine Verpflichtung, am heutigen Tage hier nicht zu fehlen unterDenen, welche ihrer Theilnahme Ausdruck geben, denn der Börsenvercin hat neben seinen eigenen Interessen sortwährcnd auch die der Buchdrucker gewissenhaft in seinen Schutz genommen, und so wünschen wir als Buchdruckcrvercin dem Börsenvercin Deutscher Buchhändler ferneres Gedeihen und reiche Erfolge wie bisher, und sprechen die Hoffnung und Uebcrzengung aus, daß er auch ferner das Interesse des Buch- druckerstandcs kräftig vertreten werde. und schloß sich hieran das Absingen des Chorals . „Nun danket Alle Gott rc." mit Posaunenbcglcitung. Nachdem hiermit die Festversammlung beschlossen worden, die Ehrengäste sich auch entfernt hatten, ernannte Herr Vorsteher die Herren Alphons Dürr und Herm. Hoefer zu Ordnern und trug dann den folgenden Geschäftsbericht vor: Meine Herren! Indem ich die diesjährige Generalversammlung für eröffnet erkläre, theile ich Ihnen mit, daß die Zahl der Börsenvercins- Mitglieder, welche am I. Juli 1874 1156 betragen hat, um 71 gewachsen ist und jetzt 1227 Namen zählt. Wir gedenken zunächst der Kollegen, welche der Tod uns entrissen hat. Es starben von Nichtmitglicdern des Börsenvereins: L. Bauer in Dresden, C. Danz in Berlin, L. Dcicke in Ludwigslust, B. Friede! in Dresden, F. A. Gall in Trier, I. Greven in Cöln, O. Krellwitz in Buda-Pcst, K. W. Krüger in Wcinheim, G. A. Krüger in Leipzig, F. A. Oertzen in Schwerin, I. Tarmon in Görz. Von Mitgliedern unseres Vereins sind, soweit dies zu unserer Kcnntniß gekommen ist, gestorben: C. Brunn in Münster, H. Eschcnhagcn in Stolp, I. Ewich in Duisburg, Carl Fr. Fleischer in Leipzig, W. de Hacn in Düsseldorf, C. A. Hübner in Leipzig, K.Kir n iuStuttgart, Fran Wittwe Kollmann in Leipzig, I. GeorgLuckhardt in Cassel, M. Mälzer in Breslau, F. W. Otto in Erfurt, Carl Plahn in Berlin, H. v. Rohden in Lübeck, A. Schmelzer in Bernburg, Franz Schott in Mainz, welchem wenige Monate später seine Gattin, Frau Betty Schott, nachfolgtc, A. O. Witzeudorf in Wien. Es starben ferner: Am 21. Juli 1874 Carl Basse in Quedlinburg in seinem 7V. Lebensjahre, Besitzer der seit dem Jahre 1808 bestehenden Handlung Gottfried Basse. Die von ihm seit 1835 hcrausgegebene „Bibliothek der gesammten deutschen National-Literatur" ist ein Werk von hervorragender Bedeutung, welches, mit großen Opfern begonnen und durchgeführt, der Verlagshandlung zur besonderen Ehre gereicht. Am 5. August 1874 starb Carl Gustav Winckelmann in Berlin, ihm folgte am 2. März 1875 sein älterer Bruder George Winckelmann, welcher bereits 1859 aus dem gemeinschaftlich geführten Geschäfte Winckelmann L Söhne ausgetreten war. Der weitverzweigte Jngcndschristen-Bcrlag dieser Firma ist allseitig bekannt. Beide Brüder haben das von ihrem Vater begründete Geschäft zu hohem Ansehen gebracht und die Technik des Steindrucks in hervorragender Weise vervollkommnet. So war es namentlich der Farbendruck, welcher in der Winckelmann'schcu lithographischen Anstalt besondere Pflege fand und zu Prachtwerkcn gediegenster Art verwendet wurde. Beide Brüder Ware» aber nicht nur als intelligente Gcschästsmänncr bekannt, sie wurden auch von ihren Mitbürgern hochgeachtet und geschätzt. George Winckelmann war viele Jahre lang Prüsungs- Cominissar und später Schatzmeister des Buchhändlcr- Unterstlltzungsvercius, und die aufopscrnde Thätigkeit, welche er den Bedrängten und Hilfsbedürftigen unserer Genossen widmete, wird ihm auch in unfern Herzen stets ein ehrendes Andenken bewahren. Am 15. November 1874 verschied nach längerem Leiden im 71. Lebensjahre vr. Heinrich Brockhaus in Leipzig, von 1823—1849 in Gemeinschaft mit seinem älteren Bruder Friedrich, in den letzte» Jahren seines Lebens mit seinen beiden Söhnen Eduard und Rudolf Besitzer von F. A. Brockhaus in Leipzig. Das von dem Vater des Verstorbenen begründete Verlagsgeschäft war in »m- sassendster Weise angelegt, cs war aber, als die Söhne im Jahre 1823 die Fortführung übernahmen, in einer Weise belastet, daß cs einer ungewöhnlichen Energie bedurfte, um nicht der Last der übcrnommcncn Verpflichtungen zu erliegen. Der unermüdlichen Arbeits kraft, dem seltenen Organisationstalente, vor allem aber dem klaren Blicke für die Strömungen der Zeit, welche Heinrich Brockhaus eigen waren, verdankt das Geschäft seine weitverzweigte Ausdehnung und seinen berühmten Namen. Den allgemeinen Angelegenheiten des Buchhandels widmete der Verstorbene stets eine rege Theilnahme, er hat die Arbeiten des Börsenvercins zu allen Zeiten mit Rath und That gefördert. An den Verhandlungen der Generalversammlung nahm er stets den lebhaftesten Antheil und griff als schlagfertiger Redner in die Debatten ein. Die Liebe für unfern gemeinschaftlichen Berus hat er in glänzender Weise auch dadurch bethätigt, daß er dem Börsenvercin die Summe von 4000 Thalcru lctztwillig vermacht hat zur freien Verwendung für irgend einen buchhändlcrischcn oder wissenschaftlichen Zweck, welchen die Generalversammlung zu bestimmen hat. In dem Testamente heißt es u. a.: „Meine Absicht bei diesem Bermächtniß ist gewesen, dem deutschen Buchhandel, dein mein Vater, deni ich, dem die Meinigen ihre Stellung im Leben und ihr Vermögen verdanken, meine Dankbarkeit zu beweisen und den Namen Brockhaus, der 210»
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