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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 01.03.1911
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1911-03-01
- Erscheinungsdatum
- 01.03.1911
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- Deutsch
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2808 I. d. Dtlchu. Buchhandel. Nichtamtlicher Teil. 50. 1 März 1911. Nichtamtlicher Teil. Konkursstatistik. IV. Vierteljahr 1910. (Die ersten 3 Vierteljahre, vgl. 1910 d. Bl. Nr. 93, 193 u. 246.) Im letzten Vierteljahr 1S10 wurden im Börsenblatt, das die betreffenden Anzeigen amtlichen Blättern entnimmt, die Konkurseröffnungen von 15 (im gleichen Viertel jahr 1909: 17) buchhändlerischen Betrieben gemeldet. Eigentlich nur 14, denn eine Konkurseröffnung betraf den Nachlaß eines verstorbenen Buchhändlers, der schon ungefähr ein Jahr vorher seine Selbständigkeit aufgegeben hatte. Von den verbleibenden 14 falliten Firmen sind 2 der buch- händlerischen Organisation nicht angeschlossen gewesen und demgemäß nicht im »Offiziellen Adreßbuch des Deutschen Buchhandels» verzeichnet. Die eine, eine Wiener Firma, widmete sich dem Fachzeitungs-Verlag, während der Inhaber der anderen im Hauptberuf Maurer war und nur nebenher einen kleinen Buch- und Schreibwarenhandel ausübte. Die Konkurseröffnungen betrafen 2 Gesellschaften mit beschränkter Haftung, 1 Kommandit-Gesellschaft in Liquidation und 12 natürliche Personen, darunter einen Nachlaß. Der Verlagsbuchhandel ist an den 15 Konkurs eröffnungen mit 6 Firmen beteiligt. Außer dem oben schon genannten, an die buchhändlerische Organisation nicht ange schlossenen österreichischen Fachzeitungs-Verlag noch mit 3 Buch-Verlagshandlungen, von denen sich eine auch dem Kunstverlag widmete. Die fünfte Firma führte neben Ver lag noch ein Spezialsortiment und die sechste, ein Kunstverlag, war mit einer photographischen Kunstanstalt verbunden, in der die eigenen Verlagsartikel hergestellt wurden. Eine dieser Verlagshandlungen gehörte einer Kommanditgesellschaft, die in Liquidation getreten war, und eine andere wurde als Gesellschaft mit beschränkter Haftung geführt, die übrigen 4 waren im Besitz natürlicher Personen. Die Gründung?» jahre, beziehungsweise die Übcrgangsjahre an die letzten Be sitzer waren von 5 zu ermitteln- 1896 — 1898 — 1902 — 1909 — 1909. Ihren Wohnsitz hatten die 6 falliten Firmen in Berlin (2) — Cassel — Leipzig — Stuttgart-Cannstatt — Wien. Auf den Kleinhandel im weitesten Sinne entfallen von den 15 Eröffnungen 9, der nicht im Offiziellen Adreß buch aufgeführte oben erwähnte Zwergbetrieb und der Nachlaß des verstorbenen Sortimentsbnchhändlers mitgerechnet. Die übrigen 7 Firmen, sämtlich der buchhändlerischen Organisation angeschlossen, waren regelrechte, mit dem Buch handel in Verkehr stehende Sortimentsgeschäfte. Einzelne waren mit Antiquariat, Kunst-, Musik- oder Schreibwaren handel verbunden und eine war einem Buchdruckereigeschäst angegliedert. Als Gründungsjahre, beziehungsweise Über gangsjahre an die letzten Besitzer waren zu ermitteln: 1884 — 1896 — 1898 — 1900 — 1901 — 1908 — 1909. Die Konkurseröffnungen des Kleinhandels betrafen 8 natür liche Personen, darunter einen Nachlaß, und 1 Gesellschaft mit beschränkter Haftung; sie erfolgten iu den Orten: Bochum — Göttingen — Graz — Gummersbach — Katern- berg — Sangerhausen — Sternberg i/Mecklenburg — Völklingen — Zeitz. Im gleichen Zeitraum fanden ebenfalls 15 Konkurs verfahren (1909:5) ihr Ende und zwar wurden a) 1 eingestellt mangels einer entsprechenden Aktiv masse, b) 5 aufgehoben nach Annahme und gerichtlicher Be stätigung des Zwangsvergleichs, c) 9 beendigt nach Abhaltung des Schlußtermins. Ein weiteres Konkursverfahren dessen Eröffnung und Aufhebung durch Zwangsvergleich das Börsenenblatt gemeldet hatte, scheidet für diese Statistik aus, nachdem uns der Konkursverwalter mitgeteilt hat, daß die betreffende Firma kein Mufikaliengeschäft, sondern nur Handel mit Musik instrumenten (Orchestrions usw.) getrieben habe. Über die Konkursforderungen in dem mangels Masse eingestellten (a) Verfahren, das ein kleines Verlagsgeschäft einer Großstadt betraf, konnten vom Konkursverwalter keine Angaben gemacht werden, weil der Konkurs eingestellt wurde, noch che die Anmeldungen eingingen. Die durch Zwangsvergleich (b) abgeschlossenen 5 Konkursverfahren betrasen 3 Sortimentsbuchhandlungen, 1 Musikinstrumenten- und Musikalienhandlung und 1 Mode journal-Verlag, die sämtlich der buchhändlerischen Organisation angeschlossen waren. Über den Ausfall dieser 5 Zwangs vergleiche läßt sich folgende Tabelle ausstellen: Art deS Geschäfts ^Tei- Masse kosten, ^ schlädm. B-«ori-ch- daruiiter (seu Jor- d-rung-n Nicht Ugte For- Dividende de« AUS- Regelrechtes Sortiment einer Großstadt 4876.87 1380.- 1700.— 45056.68 IST 38300.— Kleinbetrieb (Verb, mit Kurz- u Ga- lanteriew.- Handel) einer Mittelstadt ? 1800.— 517.22 43010.83 NV.A 28670.— Kleinbetrieb einer Mittelstadt 6900.— 1572.03 - 13639.48 so-x 6770.— Musikinstru menten. u. Musikalien- handlg. einer Großstadt ? 896.47 3589.33 8936.66 2»A 7160 — Modejourn.- Verlag einer österr. Großstadt X 163613 68 X 67146 X 57160.25 X 921328.12 SL X 876.260 Die 9 nach Abhaltung des Schlußtermins be endigten Konkursverfahren (o) betrafen: 2 Buchdruckereien und Verlagshandlungen (beide nicht im Offiziellen Adreßbuch verzeichnet), 1 Zwergbetrieb des Musikalienhandels (nicht im Adreß buch), 1 Zwergbetrieb des Buchhandels (neben Buchbinderei), 5 regelrechte Sortimente. Von den an erster Stelle angeführten Buchdruckereien und Verlagshandlungen wurde die eine in Form einer ein getragenen Genossenschaft mit beschränkter Haftung geführt. Für unsere Statistik kommt der Konkurs weniger in Betracht, weil die Genossenschaft in der Hauptsache eine Zeitung herausgab und sich nebenbei mit der Anfertigung von Drucksachen befaßte, dagegen Buchhandel nicht betrieb. Im übrigen handelte es sich nach Mitteilungen des Konkursver walters um einen abnormen Fall. Bei der Konkurseröffnug war die Genossenschaft schon seit anderthalb Jahr in Liquidation. Seit dieser Zeit war ihr Betrieb eingestellt. Es waren Schulden in Höhe von ca. ^ 8000.— vorhanden, denen eine Masse von nur einigen Hundert Mark gegenüber stand. Das vorhandene Druckereiinventar war bereits zu Beginn der Liquidation oerkaust worden. Der Erlös war
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