Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 01.11.1910
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1910-11-01
- Erscheinungsdatum
- 01.11.1910
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
- Zeitungen
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19101101
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-191011016
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19101101
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1910
- Monat1910-11
- Tag1910-11-01
- Monat1910-11
- Jahr1910
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
13026 Börsenblatt s. d. Dlschn. Buchhandel. Nichtamtlicher Teil. 253, 1. November 1910. gelassen für die einzusetzende Initiale, die jedesmal ein v sein mußte. Der Inhalt besteht aus astronomischen und auch medi zinischen Angaben für jeden Monat. Die Sprache ist der ober deutsche Dialekt, und es dienen als Sprachproben die Anfangs zeilen: »Nocb rot, vnck besebluLL cksr meiner cks8 gsst>irns8 vnck ouob cksr von vidsnoaedtsn di8L pkallsn kasdnaedt.« Solche Kalender-Einblattdrucke aus so früher, der Erfindung der Buchdruckerkunst noch nächstliegender Zeit gehören zu den größten Seltenheiten. Die meisten der noch vorhandenen wenigen Exemplare sind dadurch auf unsere Zeit gerettet worden, daß die Buchbinder der damaligen Zeit diese Blätter als Einlagpapier zu ihren Einbänden benutzten. Von vorliegendem Wandkalender sind bis jetzt nur zwei Exemplare bekannt: eins im British-Museum zu London, das andere in der Münchener Kgl. Hof- und Staats bibliothek. Von dem letzteren fehlt jedoch der untere Rand, ent haltend die letzten neun Zeilen. Jngendschriften - Ausstellung. — Die Jugendschriften. Ausstellung in Worms, die der dortige Arbeiterbildungsverein in diesem Jahre wieder vor Weihnachten veranstaltet, soll im Laufe dieser Woche im Saale des Vereinshauses, Karolinger straße 6, eröffnet werden. Die Beteiligung seitens der Verlags- buchhandlungen ist eine sehr rege. Auch Wormser Buchhand lungen haben sich in entgegenkommendster Weise an der Ausstellung beteiligt. Eine Fülle von Jugendschriften für alle Altersstufen, namentlich auch viele billige gute Sammlungen liegen zur Einsicht für die Besucher bereit. Jedermann ist die Besichtigung gern gestattet. Ein ausführliches Verzeichnis dient als Führer durch die reichhaltige Sammlung und kann auch als Ratgeber empfohlen werden. (Wormser Zeitung.) Deutsche Postausweiskarten in Italien. — Die italienische Postverwaltung hat sich auf Anregung der deutschen Reichspost verwaltung damit einverstanden erklärt, daß die vom 1. Oktober 1910 ab in Deutschland ausgefertigten, mit einer Wiederholung des Vordrucks in französischer Sprache versehenen Postausweis karten in Italien bei der Aushändigung von Postsendungen als vollgültige Ausweispapiere angesehen werden. (Vossische Ztg.) * Verbrannte Bibliothek. — In Toulouse hat eine Feuersbrunst die medizinische Fakultät der dortigen Universität zum Teil zerstört. Hierbei ging die wertvolle Bibliothek mit 800000 Bänden und der Sammlung der Doktorthesen zu Grunde. Hörsaal und Laboratorien sind unversehrt. * Ein weiblicher Akademiker in Paris. — Bis jetzt ist in Frankreich die Frau zwar in die meisten Gebiete eingedrungen, die ausschließlich dem Manne Vorbehalten schienen. Sogar bis zum Universitätslehrer hat sie es gebracht; aber die Hochburg der Akademie konnte sie noch nicht erobern. Die Fähigkeit der »Unsterblichkeit« sprach man ihr ab. Doch nun ist auch in diese Hochburg eine Besche geschlagen, die zu den schönsten Hoffnungen berechtigt. Allerdings handelt es sich nur um eine Bresche; die Einnahme der Festung ist noch nicht erfolgt. Auch ist letztere nicht die »Xeacköwis kranyaiss«, wo die40 Unsterblichen in ihrem exklu siven Glorienschein sitzen, sondern deren junge Schwester, die «Xoa- cksniis doneourt«, die weniger auf ihre Unsterblichkeit pocht. Die Xoacksmis Ooneourt hat eine Frau zum Mitglieds gewählt. Es ist Judith Gautier, die Tochter des Dichters Thsophile Gautier, des Verfassers von »Lmaux et Oamss8«. Schon im frühsten Alter entpuppte sich Judith Gautier als eine Schriftstellerin »von Gottes Gnaden«. Zu einer Lebenszeit, wo andere junge Mädchen nur vom Ball und Kotillon träumen, saß sie in einem Winkel und lernte Chinesisch und Sanskrit. Mit 19 Jahren veröffentlichte sie ihr erstes Werk: »Os DraZon imperial«. Seitdem kamen viele andere Bücher zu diesem ersten hinzu, von denen »Os livrs cks lacke« und die »kosmsL cke 1a libelluls« allein die akademi schen Palmen verdienen. Mit Recht wird daher Judith Gautier ' Stuttgarter BuchhandlungS-Gehilfen-Verein. — Der Einladung des Vereins folgend, wird am Dienstag, den 1. No vember, abends 8 Uhr, im Saal dxs Königin Olga-Baus in Stuttgart der Freiburger Schriftsteller August Ganther einen Dialekt-Abend in Schwarzwälder Mundart halten. Der beliebte Dichter wird aus fünf seiner weitverbreiteten nieder-ale mannischen Dialektbüchern eine stattliche Reihe köstlicher Schwarz waldidyllen bieten, die durch urwüchsige Natürlichkeit und herz erfrischende Form erquickenden Genuß bereiten. — Die Preise der Plätze sind; I. Platz 2 ^ 50 -H; II. Platz 2 ; III. Platz 1 Galerie 50 «H. Den Vorverkauf der Karten hat Herr Hofbuch händler Wildt, Stuttgart, Königstraße 38 (Telephon 1376) über nommen. »Bastei«, Verein jüngerer Buchhändler, Dresden. — Am Donnerstag den 20. d. M. hielt unser Kollege, Herr Fritz Kreher (i. H. F. Ries, Hofmusikalienhandlung) seinen zweiten Beethoven- Vortrag. Das Thema lautete: »Beethovens Heiligenstädter Testa ment«. In interessanter, fesselnder Weise verstand es der Vor tragende, seine Aufgabe zu lösen. Beethoven, der nicht allein in der musikalischen, sondern auch in der nicht-musikalischen Welt als hervorragender Künstler gebührend verehrt wird, wurde uns durch das Thema insbesondre als Mensch vorgestellt. Die vielen Zuhörer lauschten den Worten des Redners mit voller Hingabe. Noch gehoben wurde der Genuß und die Begeisterung, als Herr Kreher zum Schlüsse einige Sätze aus Beethovens Sonaten zum Vortrag brachte. Alle Erschienenen zollten dem Beethoven- Kenner reichen Beifall. I'. 0. * Neue Bücher, «ataloge usw. für Buchhändler: 148 8. unck 69 latsln. Lsrlin NONIX, ^M8lsr L kut- Ni8ee1lan6a. — Catalo^o No. 126 (^.ono XXI, Okt-odrs 1910) kiarro 8. Olauckio 94. 8°. 64 8. 913 Nummsrn. dolL in Nüneüsn. 8°. 144 8. 3626 Nrn. Ho888tr. 11. Xntiguariat8-^nL6iAsr Nr. 29. 8". 10 8. 189 Nrn. ring Nr. 19. 8°. 48 8. 814 Nrn. Berlin, Normann6N3tr. 2. 8". 8. 363—404. Nr. 6829—6651. Die 9. Abteilung des auf 14 Hefte berechneten Katalogs »Deutsche Länder- und Städte-Geschichte« bietet den Sammlern von Saxonicis, Kulturhistorikern und den Familienforschern viel des Interessanten. Neben alten Stadtplänen, Porträts (z. B. von B. Ehr. und I. G. I. Breitkopf, F. A. Brock haus usw.) und Autogrammen enthält der Katalog auch alte Hochzeitscarmina, Leichenpredigten, Doktordissertationen u.v.a. Ein besonderes Interesse beanspruchen auch die unter dem Stichwort Dresden vereinigte Sammlung von Illustrations- Werken Ludwig Richters und die Zusammenstellung von patriotischen Gedichten aus dem Jahre 1813 auf die Schlacht bei Leipzig. * Beilage zum Börsenblatt. Nachtragsberzeichnis Oktober 1910 zum Offiziellen Adreßbuch des Deutschen Buchhandels 1910. — Der heutigen Nr. 253 des Börsenblatts liegt das »Monatliche Verzeichnis der neuen und geänderten Firmen: Oktober 1910« (Nachtrag zum Offiziellen Adreßbuch I des Deutschen Buchhandels 1910) bei.
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder