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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 05.07.1911
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1911-07-05
- Erscheinungsdatum
- 05.07.1911
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
- Zeitungen
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
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- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19110705
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- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-191107058
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1911
- Monat1911-07
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.V 153. s. Juli 1911. Nichtamtlicher Teil. BSttenblatt I. d. Dttchlt. Buchhanb». 7933 eine Ersparnis gemacht worden; 4098SMark beträgt dasPapier- konto jetzt, gegen 47 198 Mark im Vorjahre, also eine Ersparnis von 6200 Mark. Der gesamte Minderertrag des Börsenblatts gegen das Vorjahr beträgt demnach 11600 Mark. Aber nicht genug damit, der Ertrag des Börsenblatts ist im ersten Vierteljahr 1911 weiter zurückgegangen, so daß wir sür diesesJahr mit einer Mindereinnahme von gewiß 20000Mark zu rechnen haben. Nun können Sie sagen: ein Gewinn von 87 000 Mark aus einem solchen Unternehmen ist immerhin noch schön genug, und man brauchte deshalb noch nicht große Resormen einzuführen. Aber das Börsenblatt ist sozusagen der Grund- und Eckstein des Börsenvereins, er zieht aus ihm seine Haupteinnahmen, die er braucht, um allen den Zwecken gerecht zu werden, die an ihn herantreten. Jnsolgedessen hat der Börsenvereinsausschuß die Frage gründlich geprüft und Ihnen den Vorschlag gemacht, das Börsenblatt durch unentgeltliche Lieferung sämtlichen Mit gliedern — aber gegen entsprechende Erhöhung des Jahres beitrags — zugänglich zu machen. Diese unentgeltliche Liese- rnng mühte zur Voraussetzung haben, daß das Börsenblatt jedem Mitglied durch den Postdebit zugeführt wird in der Form, daß die Post cs jedem Mitglied jeden Tag zu einer bestimmten Stunde ins Haus liefert. Ich glaube, das wäre ein Antrieb, das Börsenblatt aufmerksamer zu lesen, als wenn es zu unbe stimmter Zeit und mehrere Nummern aus einmal den Mitglie dern zugcht; denn das Börsenblatt ist jetzt so umfänglich, daß, wenn man drei Nummern, oder gar die Nummern einer ganzen Woche vor sich hat, man schon die Lust verliert, anzusangen und überhaupt etwas zu lesen. Wenn es einem aber tropfenweise tagtäglich gebracht wird, dann glaube ich, richtet sich jeder eine Viertelstunde ein, um das Blatt zunächst einmal zu überschlagen und einen Artikel, der ihn interessiert, zu gelegener Stunde ganz zu lesen; aus jeden Fall ist man orientiert, und das ist sicher ein Vorzug sür jeden Sortimenter. Es ist weiter ein Vorzug für den Verleger, daß er sich sagen kann: das Börsenblatt wird jetzt von allen Mitgliedern des Börsenvereins gelesen, auch von denjenigen, die bisher aus den Bezug verzichtet haben. Run wird eingewendet werden, diese Maßregel sei gar nicht so notwendig, denn die Mitglieder des Börsenvereins, die das Börsenblatt bisher nicht bezogen haben, die wollten es nicht haben, denen liege nichts daran. Dieser Entwurf ist zum Teil richtig, denn die Zahl ist auch nicht so erheblich, daß wir nur deshalb diese ganze Sache in Szene gesetzt hätten. Wie Sie aus dem Jahresbericht ersehen, hat der Börsenverein zurzeit 3459 Mitglieder; Ende des vorigen Jahres waren darunter Bezieher des Börsenblattes 2671; es waren also 788 Mitglieder nicht Empsänger des Börsenblatts. Auf der anderen Seite beziehen 1020 Nichtmitglieder das Börsenblatt; also eine recht stattliche Zahl. Wenn nun eingewenbet wird, es würde der Eindruck erweckt werden, daß dieser Postdebit, so wie früher, die Sekretierung des Börsenblattes aufhebe, so ist das nur äußerlich richtig, und ich bedaure, daß der Ausschuß — wobei ich also mich selbst beschuldigen muß — diese Art der Veröffentlichung gewählt hat. Sie ist irreführend, und wir würden nach den Einwürsen, die wir jetzt gehört haben, uns anders ausgedrückt haben. Wir wollen die Geheimhaltung unter allen Umständen ausrecht- erhalten, wir wollen nicht, daß irgend ein Klub oder Lesezirkel das Börsenblatt bekommen kann; infolgedessen haben wir den Vorschlag gemacht, daß in der Preisliste der Post eine Art Prohibitivpreis eingesetzt werde, etwa ein Bezugspreis von 100 Mark; wir sind ebenso einverstanden, wenn Sie 200 oder 300 Mark setzen wollen, es macht dies in bezug auf die Kosten gar nichts aus. Es ist aber notwendig, daß jede Zeitschrift, die durch die Post bezogen wird, mit einem Abonnementpreis in der Postzeitungsliste verzeichnet wird, und so müssen auch wir einen Preis angeben; es ist aber nicht notwendig, daß die Mit- B (Menblatt für den Deutschen Buchhandel. 78. Jahrgang. glieder des Börsenvereins nun etwa bei ihrem Postamt die 100 Mark bezahlen. Das Börsenblatt wird von der Geschäfts stelle dem Postzeitungsamt sür die Mitglieder überwiesen, und infolgedessen erhält es jedes Mitglied ohne Zahlung der 100 Mk. Bei den Nichtmitgliedern würde zu unterscheiden sein zwischen denjenigen, die bereit sind, die Geheimhaltung aufrecht zuerhalten, und infolgedessen das Börsenblatt zu dem ermäßig ten Bezugspreis erhalten, und denjenigen, die es versehentlich sür 100 Mari beziehen, oder solchen in Ländern, in denen die Postüberweisung nicht zulässig ist. Diese letzteren würden sür 100 Mark bei der Post abonnieren, würden aber bei Einsendung der Postquittung die Differenz von der Geschäftsstelle zurück vergütet bekommen. Es würden also nur diejenigen übrig bleiben, die dem Börsenverein unfreundlich sind, die sagen: wir wollen wissen, was die Bezugsbedingungen sind, wir abonnieren deshalb für 100 oder 200 Mark. Theoretisch wäre das denkbar, aber wer hat ein Interesse daran, das Börsenblatt für einen so hohen Preis zu beziehen? Sicher nur eine sehr kleine Zahl. Die Auch-Buchhändler oder dergleichen werden nicht in der Lage sein, soviel sür das Börsenblatt auszuwcnden; die Warenhäuser, die vom Börsenverein nicht als Buchhändler anerkannt werden und sich die Kenntnis unserer Bezugsbe dingungen verschaffen wollen, die werden das Börsenblatt in Zukunft genau so lesen können wie jetzt. Es gibt leider eben in jedem Stande Kollegen, die man Kollegen nennt, die aber Leuten mit entgegenstehenden Anschauungen doch zu ihren Wünschen verhelfen, wenn sie nur zahlen. Ich glaube also, die Eintragung des Preises in der Postzeitungsliste wird die Geheimhaltung nicht gefährden, und die Geheimhaltung wird, vorausgesetzt, daß die Ausdrucke erfolgen und gegenseitige Reverse gewechselt werden, die gleiche bleiben wie bisher. Insofern muß ich also die Mitteilung in dem Expose des Börsen- blattausschnsses, die auch in den Jahresbericht des Börsen vereinsvorstandes mit übergegangen ist, richtigstellen: die Aus hebung der Geheimhaltung ist nicht beabsichtigt, sie erfolgt nur theoretisch durch die Einsetzung eines Preises in die Zei tungsliste. Von den Börsenvereinsmitgliedern beziehen jetzt 1030 das Börsenblatt unter Kreuzband. Diese Herren müssen jährlich einen Betrag von 37 Mark für die Versendung aufwenden. Das ist ein sehr hoher Betrag. Die Postüberweisung wird nur 8 bis 7 Mark kosten, gleichviel, ob der Preis, der in der Liste steht, 100 oder 300 Mark beträgt. Es wird also eine Ersparnis von 30 Mark cintreten für alle diejenigen, die sich das Börsen blatt jetzt direkt unter Kreuzband schicken lassen. Aber auch sür diejenigen würde eine Ersparnis erzielt, die sich das Börsen blatt durch den Kommissionär in Paket oder in Brief schicken lassen, und sie würden das Börsenblatt jeden Tag zu einer be stimmten Stunde erhalten. Größeren Nachteil werden nur wir Leipziger haben. Wir erhalten jetzt das Börsenblatt tagtäglich durch die Bestellanstalt; in Zukunst werden wir den erhöhten Preis zahlen müssen, der von jedem Mitglied bezahlt werden muß; aber wir Leipziger werden, glaube ich, auch das zu tragen wissen. Die Kosten der Mitgliedschaft stellen sich also wie folgt: Mitgliedsbeitrag 6 Mark, Bezug 10 Mark wie bisher, llbcr- weisungsgebühr 7 Mark, macht zusammen 23 Mark, vielleicht 22 oder 24 Mark. Er wird also dann allerdings dahin kommen, daß der Mitgliedsbeitrag plus Börsenblatt 24 Mark beträgt, eine Erhöhung, die vielleicht herbeiführen wird, daß einige von den Mitgliedern, die jetzt das Börsenhlatt nicht zu haben wün schen, demnächst abspringen. Ich bin aber sicher, daß von den 1020 Nichtmitgliedern, die jetzt das Börsenblatt erhalten, ein großer Teil zu den Mitgliedern übertreten wird, weil sie aus diese Weise das Börsenblatt billiger erhalten. Meine Herren, die weiteren Reformvorschläge des Börsen blattausschusses beziehen sich auf den redaktionellen Teil und ivso
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