Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 04.07.1911
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1911-07-04
- Erscheinungsdatum
- 04.07.1911
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
- Zeitungen
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19110704
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-191107048
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19110704
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1911
- Monat1911-07
- Tag1911-07-04
- Monat1911-07
- Jahr1911
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
7894 m-,°n»iEd, Dt,«n. ,uchy»nd°i. Nichtamtlicher Teil. Sprechsaal. ^ 152. 4. Juli 1911. gehörte der Sieg! Getanzt wurde bis zum späten Abend. Wer Spargel bestellte, bekam sie; zu freiwilligen Spenden sah sich der Vorstand gegenüber den Damen veranlaßt, die sich mit Maiblumen schmücken konnten. So haben wir fröhlich unser Frühlingsfest begangen. Am Samstag, den 20. Mai, veranstaltete der Verein zu Ehren des nach Leipzig übersiedelnden Ehrenmitglieds Herrn Theodor Märcker eine Abschiedsfeier im Eberhardsbau-Restaurant. Die Beteiligung an diesem Abend war so groß, daß das geräumige Lokal zur Aufnahme aller Gäste kaum ausreichte. Nichts konnte deutlicher die allgemeine Verehrung und Beliebtheit unseres Theodor Märcker in Erscheinung treten lassen, als diese Zusammen kunft fast aller Freunde unserer Gemeinschaft. Herr Maier be- zeichnete es in seiner Ansprache als eine Gewissenspflicht, dem scheidenden Ehrenmitgliede einen besonderen Abschiedsgruß zu sagen. Alle die vielen bleibenden und unvergeßlichen Ver dienste als langjähriger Vorsitzender des Vereins wie der Kranken- lasse aufzuzählen, sei unmöglich. Die vor Jahren erfolgte Er nennung Theodor Märckers zum Ehrenmitglied sei der Ausdruck des innigsten Dankes gegenüber einem Manne gewesen, der sich durch seine hingebende Tätigkeit für die Wahrung und Förderung der Vereinsinteressen ein bleibendes Denkmal in unseren Herzen geschaffen habe. Wohl beschleiche den Scheidenden beim Ver lassen eines Wirkungskreises, in dem er die zwanzig besten Jahre seines Lebens hingegeben, ein leises Wehgefühl. Alle aber hegten den innigsten Wunsch, daß es dem lieben Kollegen in Leipzig ebensogut gehen möge wie hier. Nicht nur um den Verlust eines hochverdienten Ehrenmitgliedes handle es sich, sondern um einen treuen Freund, dem wir ein herzliches »Auf Wiedersehen« zurufen. Die vom Verein gewidmete Ehrengabe wolle Herr Märcker als ein Sinnbild der zwischen ihm und dem Verein be- stehenden Beziehungen und als die Bekundung herzlicher Dank barkeit und treuer Anhänglichkeit entgegennehmen. Herr Ennen betonte, wie Herr Märcker mit den ganzen Fasern seines Herzens an Stuttgart hänge und was er im Dienste der Humanität für die Gehilfenschaft geleistet habe. Als Arbeiter sei der Mensch wohl zu ersetzen, als Persönlichkeit aber nicht. Wer in so schöner und liebens würdiger Weise seine freundschaftliche Gesinnung betätige, wie der Scheidende es stets getan, müsse sich viele Freunde erwerben Mit der Versicherung, daß man Theodor Märcker immerdar im besten Andenken behalten werde, verband Herr Ennen die innigsten Wünsche für stetes Glück und Wohlergehen seiner Familie. Dann sprach Herr Märcker. Es koste ihm Mühe, sich an den Gedanken zu gewöhnen, Stuttgart, das er von ganzem Herzen geliebt, zu verlassen. Herzlicher Dank gebühre Herrn Maier für diese Veranstaltung, den Freunden für ihr zahlreiches Erscheinen. Bei seiner Hierherkunft im Jahre I89l habe er das Gefühl gehabt, daß es das Schicksal mit ihm gut meine. Im Verein habe er sich sofort wohlgefühlt, mit Freude blicke er auf die Jahre seiner Vorstandschaft zurück, und gern gedenke er seiner Tätigkeit bei der Krankenkassen- Verwaltung, wo er sich hilfreich der Kollegen annehmen konnte. Sei er schon durch die Ernennung zum Ehrenmitglied hocherfreut gewesen, so bilde die ihm heute überreichte Ehrengabe eine neue Überraschung. Die schöne Kette betrachte er als ein Symbol der innigen Verbindung zwischen ihm und dem Verein. Stets werde er der im Kreise des Vereins verlebten köstlichen Stunden gedenken, und schon bei diesem Abschiedsfest freue er sich auf ein Wiedersehen, allen Zurückbleibenden viel Glück für ihren ferneren Lebens weg wünschend. — Herr Büsching gedachte der Angehörigen des Herrn Märcker, für die sein Scheiden eine Prüfung und viel Entsagung in ihrem hohen Alter bedeute, Herr Heinz Müller bezeichnete den Gefeierten als ein seltenes Werk in Pracht einband, Herr Friedrich Zimmermann übermittelte den Ab schiedsgrub der Sängerrunde Schimmelklub und gab mit herz lichen Worten der innigen Dankbarkeit der Sangesbrüder Aus druck. Als sichtbares Zeichen der Anhänglichkeit überreichte er Herrn Märcker eine vornehm ausgestattete Lieddichtung. Herr Hermann, als Ehrenmitglied in besonderer Harmonie mit dem Scheidenden vereint gewesen, wünscht diesem, daß er in Leipzig eine ebenso treue Gemeinde freundschaftlich ge sinnter Kollegen finden möge, wie er sie hier gehabt. Zum Schluß sprachen noch die Herren Jaeck und Wegner. Für den unterhaltenden Teil waren besorgt: der neue Stern an unserm Dichterhimmel Herr Scheiffele und die Herren Wohlfeld, Erpf, Schwering, Sohn und besonders die Sängerrunde Schimmelklub. — Wir alle aber, die wir seit Jahren in herzlicher Dankbarkeit und Verehrung zu unserem Theodor Märcker aufgeblickt haben, rufen dem treuen, vielbewährten, lieben und guten Menschen ein herzliches »Lebe wohl! Auf Wiedersehen!« zu. Ed. Büsching. Personalnachrichten. Felix Mottl -f-. — Aus München meldet der Telegraph das am 2. Juli erfolgte Ableben des Hofoperndirektors Felix Mottl, mit dem einer der größten Dirigenten der Neuzeit dahin geschieden ist. Als Komponist ist Mottl mit einem Streich quartett, mehreren Liedern und dramatisch-musikalischen Werken (»Agnes Bernauer«, »Ramin«, »Fürst und Sänger«, »Eberstein« und »Pan im Busch«, ein Tanzgedicht) hervorgetreten, die in Weimar und Karlsruhe mit Erfolg über die Bühne gingen. Auch seine Bearbeitungen auf dem Gebiete der älteren französischen Musik für Orchester und seine geschmackvollen Transkriptionen vieler (vor allem auch Schubertscher) Gesänge mit Orchester an Stelle des Pianofortes verdienen rühmend hervorgehoben zu werden. Gestorben: am 30. Juni im Alter von 63 Jahren Herr Paul von Versen, seit September 1904 Geschäftsführer der Baedeker- schen Buch-, Kunst- und Lehrmittelhandlung G. m. b. H. in Elberfeld. Sprechsaal. Zur Reform des Börsenblattes. (Vgl. besonders Nr. 147.) Zu dem Artikel des Herrn H. Ehlers i. Fa. C. A. Koch's Verlag in Dresden bemerke ich, daß ich im Interesse des Er trages des Börsenblattes dem ersten Punkt desselben beipflichte. Punkt 2 möchte ich auf alle Inserate ausgedehnt sehen. Keine andere Zeitschrift oder Zeitung knüpft an die Ausstattung der Inserate Bedingungen. Bezüglich Punkt3 bemerke ich, daß ja insofern eine Beschränkung beim Bezug des Börsenblattes bestehen bleiben kann, als die Be stellung bei der Geschäftsstelle des Börsenvereins erfolgen muß, daß aber auf Wunsch und Kosten des Bestellers das Börsen blatt durch die Post überwiesen wird. Die Überweisungsgebühren sind sehr gering, die wird mancher Kollege gern tragen, während die Zusendung unter Kreuzband die Kosten des Börsenblatts um das Fünffache jährlich übersteigen. Außerdem weiß dann die Ge schäftsstelle des Börsenvereins ganz genau, in wessen Hände das Börsenblatt gelangt. Und schließlich erwächst der Geschäftsstelle da durch nicht mehr Arbeit, als bei Zusendung durch den Kommissionär. Wenn Beilagen angenommen werden sollen, was ich auch für ratsamer halte, empfehle ich, bei Berechnung der Beilagen gebühr die diesbezügl. Postgebühr in Ansatz zu bringen. Zum Schluß empfehle ich noch, für den Umschlag Kunstdruck papier zu benutzen, denn manche Verleger würden entschieden gern feinere Illustrationen bei ihren Anzeigen zum Abdruck bringen, was bei dem jetzigen Umschlagpapier nicht gut möglich ist. Eventuell könnte auch das Kunstdruckblatt in der Mitte oder gleich hinter dem Umschlag eingeheftet werden. Berlin >V.-Zehlendorf. H. Krüger Richard Eckstein Nachf. Anfrage. Um Aussprache über nachstehende Frage an dieser Stelle wird gebeten: Ein Musik-Berlag verkauft seinen ganzen Verlag, wie er steht und liegt und ohne besondere Vereinbarung, daß auch die be reits gedruckten Original-Manuskripte an den Käufer über gehen. Hat der Käufer in diesem Fall ein Anrecht auf die schon gedruckten Manuskripte, insbesondere wenn diese, da von berühmten und bereits verstorbenen Komponisten herrührend, einen eigenen, sehr hohen Wert besitzen? m. i. x.
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder