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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 24.01.1900
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1900-01-24
- Erscheinungsdatum
- 24.01.1900
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- Deutsch
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064 Nichtamtlicher Teil. — Sprechsaal. 19. 24. Januar 1900. auf den in Leipzig einmündenden Eisenbahnen geworden. Nicht der seit Jahren immer wiederkehrende Mangel an rollendem Ma terial allein ist aufs neue in unangenehmer Weise heroorgetreten, als immer unzureichender haben sich auch sowohl für den Eingangs- als für den Durchgangs- und Abgangsverkehr die Betriebsverhält- unwürdig sind die Zerrissenheit und die mangelhaften Zustände seiner Personenbahnhöfe. -Von der Ueberzeugung durchdrungen, daß diesen Mißständen, aus zum Gegenstände ernstester Vorstellungen an den maßgebenden Stellen zu machen und mit allen Kräften dahin zu wirken, daß eine den Verkehrsbedürfnissen unseres Bezirks entsprechende und zugleich Leipzigs würdige Lösung der durch die gegenwärtigen unhaltbaren Zustände sich ergebenden Aufgaben erfolgt. -Der Unterstützung aller unserer Mitbürger in dieser Frage gewiß, richten wir hierdurch an alle Handel- und Jndustrietreibenoe unseres Bezirkes die dringende Aufforderung, mit uns zusammen zu wirken zur Erreichung des gemein samen Zieles und uns zu diesem Zwecke zunächst ihre Er fahrungen und Wahrnehmungen allgemeiner Natur in den eingangs angedeuteten Richtungen zukommen zu lassen, weiter aber durch Mitteilung bemerkenswerter Einzelfälle unS mit möglichst reichem Beweismaterial dafür zu ver sehen, daß, weshalb und inwieweit die einzelnen Handels und Industriezweige des Bezirkes unter den jetzigen Zu ständen leiden und welchen Schäden und Gefahren ein jeder von seinen besonderen Verhältnissen aus bei Fortdauer dieser Zustände ausgesetzt ist. -Leipzig, den 19. Januar 1900. -Die Handelskammer. Zweiniger, Vors. vr. jur. Wendtland, S.. Erhöhung der Papierpreise in Oesterreich. — Die Wiener Papiergroßhändler Leop. Wiener und Franz Waldmann erließen ein Druckschreiben, dem die -Papierzeitung, folgendes entnimmt: -Die überaus triste Lage, in welche die österreichisch-ungarischen Papierfabriken durch die enorme Preissteigerung sämtlicher Roh materialien, insbesondere des Holzstoffes, der Kohlen, Löhne, Ab gaben u. s. w. geraten sind, veranlaßte dieselben, wie Ihnen zweifel los bekannt, zu einer vorläufigen Preiserhöhung von 10 Prozent für holzstoffhaltige und 5 Prozent für alle anderen Papiersorten. -Der Papier-Engrossist, Papier-Konfektionär, Papiersäcke-Er- zeuger, der Karton-Fabrikant, der Papierwaren-Erzeuger wird ge nötigt sein, den Bedarf zu den höheren Preisen zu decken und diesen höheren Preisen bei seinen Kunden volle Geltung zu ver schaffen, wenn er nicht sein Geld verlieren will. -Der größte Teil der Budapester Papierfabriks-Niederlagen und Papier-Engrossisten hat bereits im Vereine mit den nach Ungarn arbeitenden Wiener Niederlagen und Engrossisten eine dahin gehende Vereinbarung getroffen, daß gewisse, im gegenseitigen Uebereinkommen näher bezeichnet Papiersorten nicht unter beider seits bindend vereinbarten Minimalpreisen verkauft werden dürfen. -Eine Parallel-Aktion für die österreichischen Kronländer ein zuleiten, soll der Zweck und die Aufgabe einer Beratung sein, zu oer wir Sie hiermit auf Veranlassung vieler Papier-Interessenten für Sonntag, 21. Januar 1900, Vormittag präzise 10 Uhr, in den großen Saal des nieder-österreichischen Gewerbe-Vereins in Wien höflichst einladen. -Die Einberufer streben die Gründung einer -Korporation der Papier-Interessenten Oesterreichs, an.» Neue Bücher, Kataloge rc. für Buchhändler: Li in 1900. Usx.-Zo. 8. 105—140 mit visisn ^.bbiläunAon. Nit äsn 8.^29—38, 3. Lkkrg, Nr. 4. I.SX 8 . Personalnachrichten. Hoftitel. — Herrn Ernst Ackermann in Konstanz ist von Sr. Königlichen Hoheit dem Großherzog von Baden daS Prädikat Sprechsaal Desinfektion von Leihbibliotheksbänden. (Vgl. Börsenblatt Nr. 13.) Mit Bezugnahme auf die Anfrage der Schatz'schen Buchhand lung in Duisburg in Nr. 13 d. Bl. empfingen wir auS Danzig eine kleine Druckschrift mit folgendem Titel: Der Kampf gegen die Infektionskrankheiten. II. Experimental- Untersuchungen über Desinfektion von Akten und Büchern. Von vr. I. Petruschky, Direktor des bakteriologischen Insti tuts in Danzig. (Sonderdruck aus der -Gesundheit-.) Leipzig 1899, Verlag von F. Leineweber. (8°. 10 S.) Darin ist die hier schon erwähnte Desinfektionsmethode des Herrn vr. Petruschky, der mit vollem Erfolg strömenden Wasser dampf zur Anwendung brachte, ausführlich geschildert. Am Schlüsse^eißt eS: bundenen Büchern zu wiederholen, um die Grenze des Erreich baren festzustellen. Daß alle Lederteile durch Dampf zer stört werden, ist bekannt, ebenso, daß sich im Dampfe die geklebten Flächen lösen; dies konnte von neuem konstatiert werden, wenn auch bei sehr alten Büchern die Lösung der Klebe flächen nicht überall stattfand. Im ganzen und großen aber war die Dampfdesinfektion von Büchern, deren Einbände lederfrei waren, keineswegs unbefriedigend. Die gelösten Klebeflächen können durch geringe Nachhilfe deS Buchbinders wieder in Ordnung gebracht werden. Oft genug dürfte daher die Dampfdesinfektion wertvoller oder den Besitzern lieb gewordener Bücher der Vernichtung derselben vorgezogen werden. -Die Hygiene der Aktenstuben und auch der Leihbiblio theken, die als Krankheitsüberträger nicht ganz mit Unrecht gefürchtet sind, erfährt durch diese Versuche eine prinzipiell wichtige Förderung. Für die Anlegung und Ergänzung von Leihbibliotheken würde eine möglichst einfache Form des Ein bandes oder der Heftung, frei von Leder und womöglich auch von Klebstoff, anzuraten sein.. -Nicht unwichtig für die ganze Angelegenheit ist es, daß die Dampfdesinfektion nicht nur das wirksamste, sondern auch das billigste der bisher üblichen Desinfektionsverfahren ist.. Borsicht! vor dem Reisenden Otto Speck, der gefälschte Unterschriften ab- giebt, um sich dadurch Provision zu erschwindeln. Derselbe operierte in Kassel und soll sich dann nach München gewendet haben. Bei der Staatsanwaltschaft werden wir Strafantrag wegen Urkundenfälschung und Betrug anstrengen. Döbeln. Jacobi L Zocher. ?. 8. Der von uns vor kurzer Zeit im Börsenblatt gesuchte Reisende Emil Schubert aus Borna ist festgenommen und befindet sich in der Gefangenenanstalt in Dresden in Untersuchungshaft. Diejenigen Firmen, die seiner Zeit durch Schubert geschädigt wurden und uns Mitteilung zugehen ließen, wollen ihre Ein aben an die Königliche Staatsanwaltschaft in Freiberg i/Sa. ewirken. Döbeln. Jacobi L Zocher. Mufikalien unter Einkaufspreis. In der Zeitung -Deutschland, vom 10. d. M. findet sich folgendes Inserat abgedruckt unter vermischte Anzeigen: -Musikalienhandlung Theaterplatz 1. -Wegen Umzuges räume ich mein Musikalienlager und verkaufe dasselbe unter Einkaufspreis aus.. Die inserierende Firma ist die Musikalienhandlung -Zum Franz Liszt, hier, Inhaber Herr Hofmusiker Karl Schöpp. Was sagen die Herren Musikalienverleger dazu? Weimar. 1.
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