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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 10.12.1910
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1910-12-10
- Erscheinungsdatum
- 10.12.1910
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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286. 10. Dezember 1910. Nichtamtlicher Teil. Börsenblatt ». S- Dt'chn BuchhaE. 15465 Smithsonian-Jnstitut dem Amerika-Institut anzugliedern, war somit ein naheliegender Gedanke. Somit wird das Amerika- Institut für diesen Zweck eine besondere Abteilung mit be sonderen Räumen und besonderem Beamtenstab in das Ge samtgefüge der Jnstitutsaufgaben einordnen. Die gesamten Bureaukosten, sowie die gesamten Portokosten innerhalb Deutsch lands und von Deutschland bis zum amerikanischen Hafen werden auf das Konto des Amerika-Instituts übernommen und somit aus deutschen Mitteln bestritten, da das Amerika- Institut nicht ein amerikanisches, sondern ein rein deutsches Institut ist. »Dieser Sachlage entsprechend, hat nun die amerikanische Regierung das Verhältnis zu der Hiersemannschen Agentur freundschaftlichst gelöst und den gesamten Betrieb von Leipzig nach Berlin übertragen. Da die Berliner Zentralstelle nunmehr nicht wie die bisherige Agentur vom Smithsonian-Jnstitut ab hängig ist, sondern durchaus im Verhältnis der Gleichberechtigung steht, so werden sich naturgemäß einige Züge des Betriebes ändern müssen. Beispielsweise haben wir nunmehr keine Ver anlassung, die von den Washingtoner Instituten käuflich er worbenen Drucksachen in unseren Sendungen portofrei hinüber, zuschicken, wie es bisher geschah. Auch die Ablösung von der Hiersemannschen Buchhandlung wird notwendig in einigen kleinen Punkten eine Veränderung, besonders für die Kunden des Hiersemannschen Geschäftes bedeuten, denen mancherlei besondere Gefälligkeiten in bezug auf Verpackung in Leipzig erwiesen werden konnten. Dem Charakter unseres Amerika-Instituts gemäß müssen alle solche Unterscheidungen nach drüben wie nach hier nunmehr aufhören. Unsere Dienste werden allen gleichermaßen zur Verfügung stehen. Die kleinen Veränderungen sind aber ganz unwesentlich neben den Hauptzügen, die genau die bisherigen mal die wesentlichsten Punkte, soweit sie die Versendung von Drucksachen aus Deutschland nach Amerika betreffen. Die Versendung auf dem umgekehrten Wege erfährt für die Empfänger in Deutschland überhaupt keine merkbare Umgestaltung, da sie ihre Sendungen genau wie bisher nur statt von Leipzig jetzt von Berlin aus erhalten werden. Für die Sendungen nach Amerika aber winde das Folgende gelten: »Wir übernehmen ohne irgend welche Kosten fürden Ab sender oder Empfänger die Versendung von Drucksachen von Berlin aus an jegliche Adresse in den Vereinigten Staaten von Nordamerika, unter den folgenden drei Bedingungen: 1. Die Sendung darf nicht in geschäftlichem Interesse erfolgen. Es handelt sich also vom nationalen Standpunkt aus lediglich um einen Austausch, gleichviel ob der Einzelne auch wirk- lich soviel eintauscht, als er hergibt. Es sei dabei übrigens darauf hingewiesen, daß im letzten Jahr von Amerika aus 65 000 Pakete nach Deutschland, von Deutschland aus aber nur etwa 8000 Pakete nach Amerika auf diesem Wege gesandt wurden, Deutschland also im wesentlichen der nehmende Teil war. Sobald von amerika- nischer Seite das Buch oder die Zeitschrift buchhändlerisch bestellt ist oder irgendwie sonst Bezahlung in Aussicht gestellt oder er wartet wird, ist die Versendung auf dem Weg durch das Amerika- Institut ausgeschlossen. 2. Die Sendung nach Berlin muß frankiert erfolgen; während wir alle Kosten von Berlin bis zum Bestimmungsort tragen, würden wir die Annahme ungenügend frankierter Sen dungen in Berlin ablehnen. Wir machen dabei sofort darauf auf merksam, daß das inländische Drucksachenporto für eine einzelne kleine Sendung kaum wesentlich billiger ist als das überseeische. Eine Sendung bis zu 60 A kostet nach Berlin 3 nach irgend einer amerikanischen Adresse direkt 5 -H. Für eine kleine Druck schrift von 60 S Gewicht würde es sich also kaum lohnen, die Sendung an das Amerika-Institut zu dirigieren, da es dem Ab sender nur eine Ersparnis von 2 ^ bringen würde und auf der anderen Seite die Übermittlung naturgemäß eine sehr viel lang samere wäre. Bei der direkten Übersendung für 6 würde der amerikanische Empfänger die Drucksache in etwa 10 Tagen er halten, während bei der Zusendung nach Berlin für 3 H sie erst der nächsten Frachtkistensendung nach Washington beigelegt werden könnte, die etwa 3 Wochen unterwegs ist. Da jedes Stück erst in Washington registriert werden muß, so dürfte der Em- Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel. 77. Jahrgang. pfänger es kaum vor vier Wochen, häufig nicht unerheblich später nach der Absendung erhalten. Bis zu 100 A Gewicht beträgt der Unterschied 6 -Z, bei 250 § würde er allerdings schon 16 H betragen, bei 1000 § 70 Der Kostenunterschied steigert sich natürlich sehr schnell, wenn etwa eine größere Zahl Druck sachen an verschiedene Adressen gleichzeitig als gemeinsames Post paket an das Amerika-Jnstitut in Berlin geschickt werden. Bei größeren Büchersendungen und Dokumentensendungen steigert sich dieser Preisunterschied sehr erheblich und beträgt in jedem Einzel falle viele Mark. 3. Wir übernehmen zur kostenfreien Weitersendung ausschließ lich Drucksachensendungen, welche postmäßig verpackt und mit genauer amerikanischer Adresse versehen sind, so daß sie in der uns übersandten Form in Washington der Post übergeben werden können. Es ist also nicht zulässig, uns in einem Paket eine größere Zahl von Büchern zuzuschicken und nur eine Liste darüber beizufügen, an wen die verschiedenen Exemplare gehen sollen. Jedes einzige Exemplar muß seine genaue Adresse tragen: dagegen ist es für die Zwecke der Registrierung sehr erwünscht, daß jedem Paket, das mehrere Druckschriften enthält, eine genaue Liste beigefügt wird, in der die Namen und Adressen der Empfänger wiederholt werden, und es ist wünschenswert, daß diese Liste in der Reihenfolge geschrieben ist, in der die einzelnen Exemplare in dem Paket verpackt sind. »Wenn Drucksachen unter Erfüllung dieser drei Bedingungen an das Amerika-Jnstitut in Berlin gesandt werden, so wird für eine möglichst schleunige Weitersendung und gleichzeitig für genaue Registrierung in Berlin und Washington Sorge getragen werden. Besondere Empfangsbescheinigungen wird das Amerika-Jnstitut nicht versenden; da der gesamte Betrieb in besonderen Räumen vorgenommen werden wird, so können die Absender das Zu trauen haben, daß im Institut nichts verloren gehen kann, die Sicherheit der Absendung nach Amerika somit ebenso garantiert ist, wie auf dem gewöhnlichen Postwege, wenn es sich um nicht eingeschriebene Sachen handelt. Im Falle, daß die Sendung uns eingeschrieben zugeht, sind wird bereit, eine Empfangs bestätigung einzuschicken. »Auch darauf möchten wir Hinweisen, daß die Schnelligkeit der Übermittlung zu jeder Jahreszeit verschieden sein muß. Wir werden alles nur mit deutschen Schiffen befördern, die zu ge wissen Zeiten im Jahre häufiger gehen als die anderen. Außer dem ergibt sich eine Ungleichheit dadurch, daß die Sammel sendungen sich hier manchmal schneller, manchmal langsamer an häufen, und da alles in großen Sammelkisten versandt wird, so kann es Vorkommen, daß in Berlin eintreffende Drucksachen einmal schon am selben Tag und das andere Mal erst nach acht oder zehn Tagen die Weiterreise antreten. Wir bitten daher dringend darum, nicht ungeduldig zu werden, wenn von den amerikanischen Adressaten Nachricht eintrifft, daß die Sendung zu nächst nicht eingetroffen ist. Eine briefliche Mitteilung nach Amerika, daß ein Paket an die amerikanische Adresse über das Berliner Amerika-Jnstitut abgesandt, mag dort vier bis fünf, in ungünstigen Jahreszeiten auch sechs Wochen früher eintreffen, als das Paket selbst. Nachfragen beim Amerika-Jnstitut sollten daher solange wie möglich verzögert werden, um unnötige Bureauarbeit zu vermeiden. Der ganze Apparat der Übersendung ist so gut organisiert, daß jeder Absender das Zutrauen haben kann, daß jede Sendung den Adressaten richtig erreichen wird. Ist aber eine besonders schleunige Übermittelung erwünscht, so wird dringend geraten, die Sendung direkt durch die Post nach Amerika zu schicken. Eine direkte Frachtftndung würde allerdings kaum schneller das Ziel erreichen. »Wir lehnen es ab, andere Gegenstände als Drucksachen zu übermitteln. Wenn bisher in Ausnahmesällen auch naturwissen schaftliche Sammlungen, Herbarien, Abgüsse und derlei mitge schickt wurden, so bedauern wir, das grundsätzlich ausschalten zu müssen. Auch darauf sei aufmerksam gemacht, daß auf Grund der Postgesetze den Drucksachen keinerlei briefliche Mitteilungen beiliegen dürfen. Von der Übersendung ist auch alles ausge schlossen, was indirekt wirtschaftlichen Interessen dienen soll, wie zum Beispiel die Versendung von buch händlerischen j Katalogen. »Die zur Weiterbeförderung von Washington aus bestimmten ! Einzelpakete dürfen nicht mehr als 5 wiegen: eine Ausnahme 1091
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