^ 244, 20. Oktober 1910. Künftig erscheinende Bücher. «»rl-nblalt I. d. Dllchn. «uchh-ind-l 12419 MSGOKOGGGGGG SOGOMßGGDO GGGOOOGDGGG OOGGGGAG /^^hristine Hebbel, die kongeniale Lebensgefährtin des großen Dichters selbst war es, die Otto TV Ernstens Lebbelwürdigung für so bedeutend erklärte, daß sie mit den Nibelungen fortleben werde, und die versicherte, daß sie dem Verfasser bis an ihr Lebensende zu Dank verpflichtet sei. Zn gleicher Weise waren es die berufensten Zeugen, die Otto Ernst für sein wunderbar getreues Porträt Th. Fontanes Dank und Anerkennung zollten. And so hat er mit seiner gewaltigen Schiller rede, mit seinen „goethefühlenden" Worten über die „Geselligen Lieder", mit seinen Plaudereien und Andachten über Heine, Keller, Anzengruber, mit seiner glänzenden Lessing Monographie, in der er mit schlagender Kraft und Schärfe und mit hinreißendem Humor einen wesentlichen Teil seines künstlerischen Programms entwickelt, in den weitesten Kreisen Bewunderung und Beifall erweckt. Es ist eine der größten Seltenheiten geworden, daß ein Mann, der als vollwertiger Dichter selbst in der ersten Reihe der Lebenden steht, sich mit so liebevoller Hingabe in die Werke anderer Dichter versenkt und sie mit so scharfer Charak terisierungskunst gleichsam vor uns aufbaut. Für den bleibenden Wert des Buches bürgt der Name Otto Ernst den die Breslauer Morgenzeitung „einen unserer ersten Prosaschriftsteller" die Zeitschrift „Niedersachsen" „einen der geistreichsten Denker unserer Zeit" nennt, dessen Dichterporträts der Berner „Bund" „neben die Schriften eines Georg Brandes" stellte und dem die Frankfurter Zeitung nachrühmte, daß er „mit Lessingscher Schärfe und Tiefe seinen Problemen nachgehe". Das inhaltlich und sprachkünstlerisch hervorragende, Leben und Heiterkeit sprühende Buch wird zugleich Belehrung und vornehmste Unterhaltung spenden und zu den wenigen Erscheinungen auf dem Büchermarkt gehören, die einen Platz für sich einnehmen und schon deshalb stark begehrt zu werden pflegen. Das vielseitige Interesse, welches dem neuen Werke von Otto Ernst schon auf Grund der versandten kurzen Vorankündigung entgegengebracht worden ist, deutet darauf hin, daß der vorliegende Band literarischer Plaudereien einen ähnlichen großen Erfolg davontragen wird, wie die „Humoristischen Plaudereien" des Dichters, die insgesamt bisher eine Auflage von 74000 Exemplaren erlebt haben. Ich habe in dieser Voraussicht auch die erste Auflage vom „Blühenden Lorbeer" ent sprechend hoch bemessen, werde jedoch trotzdem nicht in der Lage sein, reine Kommisstonsbestellungen berücksichtigen zu können. Partie, vor Erscheinen 7/6 nach Erscheinen lljlv, gemischt mit anderen Büchern des Autors. Leipzig, Mitte Oktober ISIO. L. Staackmann, Verlag. LGGGGGLGGGG GGGGGGGGGG GGGGGiVGGVGG GGGGGGSGÄ