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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 17.08.1910
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1910-08-17
- Erscheinungsdatum
- 17.08.1910
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- Deutsch
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Nichtamtlicher Teil. ^ 189, 17. August 1910. Im Herbst 1864 begab sich die Verlagsfirma auf ein neues, ihren Inhabern bis dahin völlig unbekanntes Verlagsgebiet durch Gründung einer Zeitschrift: des »Daheim«. Es gehörte, wie die Verleger selbst sagen, in den ersten Jahren »ein Drein setzen aller Kräfte dazu, um das Blatt durch innere Tüchtigkeit über Wasser zu halten, und es waren schwere Zeiten der Sorge und der höchsten Kraftanstrengung, die über die Daheim- Leute hinweggingen«. Sie halten (1867) mit dem Ge ständnis nicht zurück, »daß die mit diesem Unternehmen verbundenen Anstrengungen und Sorgen doch jede vorherige Vorstellung überstiegen haben«. Dazu sei bemerkt, daß sie damals schon eine lange Verlagserfahrung hinter sich hatten und sich wohl etwas zutrauen durften. Die Ausgaben allein der ersten anderthalb Jahre des »Daheim« bezifferten sich auf-80 000 Taler. — Das »Daheim« ist jedem Buchhändler bestens bekannt; jeder deutsche Buchhändler kennt auch den Ernst, mit dem es all die langen Jahre hindurch seinen Charakter als Familienblatt treu gewahrt hat, er weiß auch, welchen großen Verlagserfvlg geschäftlicher Art dieses Unternehmen heute bedeutet. An größeren theologischen Verlagswerken waren zu Langes Bibelwerk Graus Bibelwerk und Riehms Handwörterbuch der biblischen Altertümer hinzugetreten. 1864 wurde neben der »Daheim-Expedition« die Leipziger Zweigniederlassung der Ver lagsfirma Velhagen L Klasing eröffnet, die sich mit glücklichster Hand alsbald im Buchverlage betätigte. Kriegsbücher von Camp- Hausen, Hiltl und anderen, Hesekiels Bismarckbuch, Werners Flottenbuch und ein bestens bekannter, gediegener Jugend schriftenverlag, der »Daheimkalender« und viele andere schöne und gangbare Werke sind Zeugen dieser höchst erfolgreichen Ver lagsbetätigung. Als weitere Marksteine in der Entwicklung der Firma seien genannt: »Der Reichsbote«, ein seit 1875 in 250 000 Exemplaren in Bielefeld erscheinender Kalender, Koenigs Literaturgeschichte, Stacke's Deutsche Geschichte, Oscar Jägers Weltgeschichte, Gabriel und Supprians Lesebücher, Römhelds Biblische Geschichte, Beneckes Sammlung französischer und englischer Schriftsteller, und ein mit Andrees Volksschulatlas eröffneter umfangreicher, gediegener und mit größtem Beifall in der weitesten Öffentlichkeit aufgenommener Verlag von Atlanten und geographischen Hand- und Lehrbüchern, schöne Erzeugnisse der 1873 gegründeten Geographischen Anstalt von Velhagen L Klasing in Leipzig. Von Jahr zu Jahr fügt der Verlag neue schöne Werke seinem alten Bestände hinzu. Sie alle oder auch nur die hauptsächlichsten hier anzuführen, möchte zu weit führen. Der Buchhändler kennt sie. Auch der Ankauf anderer Verlagsfirmen, der Stubenrauchschen Buchhandlung in Berlin, der Rengerschen Buchhandlung in Leipzig, vermehrte den eigenen Bestand beträchtlich. Ein neuerbautes eigenes Haus unweit des Deutschen Buchhändlerhauses vereinigt die in Leipzig erwachsenen, an Umfang beständig sich erweiternden Betriebe. Aus dem kleinen Buchladen in Bielefeld ist im Laufe von drei Vierteljahrhunderten ein gewaltiger Bau erwachsen, eine Firma von größter Bedeutung, hochgeachtet im deutschen Buch handel und weit über dessen Grenzen hinaus. Möchte ihr uner müdliches Schaffen dauernd weiter gesegnet sein, möchten Gesund heit, Tatkraft, frischer Wagemut und gutes Gelingen weiter ihre Inhaber begleiten und beglücken! * Neue Bücher, Kataloge usw. für Buchhändler: internationales reoueillis et annot^s par ^V. L. van Ltoolruw jr. (a La Ua^e). Lublie a l'oeeasion cks la VII« Zession cku Oon- Arö« International ckes Lckiteurs a ^wstsrckaw. La Ua^e 1910. 36x27,5. 216 LI. Leprockulctionsn. 6eb. in Lecker oaed Deutscher Verein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts. — Der Deutsche Ver ein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts begann am 13. d. M. in der Unterrichtsabteilung der Deutschen Ausstellung in Brüssel seine Sitzungen in Anwesenheit des Vertreters des preußischen Kultusministeriums Geheimen Rats Mathias. Im Namen der belgischen Lehrer begrüßte Räumen den Kongreß. Auch England hatte zu den Ver handlungen einen Vertreter entsandt, der mit größter Aufmerk samkeit den Beratungen folgte. In der Vormittagssitzung referierten der Leiter der deutschen Unterrichtsabteilung vr. Mosch, Oberlehrer aus Charlottenburg, über die Deutsche Unterrichts ausstellung, — Geheimer Rat Treutlein-Karlsruhe über den geometrischen Anschauungsunterricht, — Direktor Professor Grimsehl- Hamburg über die physikalischen Schülerübungen, mit denen man in Hamburg gute Erfahrungen gemacht habe, — l)r. Schönichen-Berlin über die Selbsttätigkeit im naturkund lichen Unterricht der Schüler in der biologischen Abteilung der Unterrichtsausstellung. — Nachmittags um 6 Uhr versammelte sich im Konferenzsaale der Deutschen Ausstellung ein geladenes Publikum von etwa 100 Personen, um einen Vortrag des Ober lehrers Di. Driesen-Charlottenburg anzuhören. Er gab Bilder aus dem Schulleben einer deutschen Großstadt, die er durch kine- matographische und grammophonische Vorführungen erläuterte. Sein Vortrag zeigte die neuen Einrichtungen im Charlottenburger Schulwesen, die Schulrat Neufert eingesührt hat. Er bezog sich zuerst auf die Kleinkinderschule, dann auf die Frage der Hilfs schulen und schließlich gab er eine Probelektion des französischen Unterrichts, wie er in Charlottenburg erteilt wird. Zum Schluß gedachte der Referent der Frage des Sports in der Schule. (Vossische Zeitung.) Eine unbekannte Shakespeare-Ausgabe. — In der großen Versteigerung, die am 16. Juni bei Sotheby in London stattfand, kam auch ein seltenes Stück zum Verkauf, nämlich eine Ausgabe der Shakespeareschen Gedichte, die noch in keiner der bisherigen Shakespeare-Bibliographien verzeichnet war. Sie war als Los 6 im Katalog aufgeführt und trug folgenden Ver merk: »Zdalcespsars (VV) Loews / on / Levsral Oeoasions / / sdeep diocking. Lolck Llurcken, L. Newton etc. o. ck. so. 1750—6<Z«. Dazu war noch vermerkt, daß die Ausgabe »sehr selten« und bisher noch in keiner Bibliographie verzeichnet sei. Uber den Inhalt und den Ursprung dieses Buches macht nun der Erwerber Richard C. Jackson in der »Zat-urcka^ kevi^w« einige nähere Angaben. Seite I bis VI enthalten Titelblatt und Inhaltsverzeichnis. Seite 1 trägt den Titel »Venus anck ^ckonis« und auf der Rückseite den bekannten Wid mungsbrief Shakespeares an den Grafen Southampton; das Gedicht selbst geht bis Seite 42. Seite 43 enthält den Titel »'1'arguin anck Luerses«, dann folgt auch hier die Widmung an den Grafen Southampton; Seite 46 beginnt das Gedicht selbst, das bis Seite 108 geht. Von Seite 109 bis Seite 250, die am Schluß den Vermerk »Das Ende« trägt, folgen dann die »Gedichte bei verschiedenen Gelegenheiten«, d. h. die Sonette, denen erdichtete, d. h. in der Ausgabe von 1604 nirgends zu findende Titel beigegeben sind, wie z. B. »Die Pracht der Schönheit«; Wahre Bewunderung; Die Macht der Liebe; die Schönheit der Natur; Die Grausamkeit der Liebe; Guter Rat; Aufforderung zur Heirat; Falscher Glaube; Eine Versuchung usw. Auch sind einige Gedichte aus den Dramen beigefügt, die in der Urausgabe der Sonette nicht enthalten waren. Wann ist nun diese, wie oben erwähnt, ohne Jahresangabe veröffentlichte Aus gabe erschienen? Im Jahre 1775 erschien eine Ausgabe der Shakespeareschen Gedichte ohne Jahresangabe »kspriuteck kor Samuel Foot gewidmet. Diese Ausgabe stimmt bis auf Titel und Widmung mit der obigen überein (der Titel lautet: Loews vritten b/ Nr. ^Villiaw Lüalrespsare), während die Angabe der verschiedenen Buchhändler auf der neu entdeckten Ausgabe be weist, daß es sich dabei um eine Titel-Ausgabe der Vereinigten Buchhändler (»Associated boolrsellers«) handelt. Merkwürdig ist allerdings, daß von dieser 1775 erschienenen Ausgabe bis jetzt noch kein weiteres Stück aufgetaucht ist. (Nach: »Lös Laturcka^ Revier«.) Deutscher Handelssachverständiger in Bukarest. — Der bisher bei dem Kaiserlichen Generalkonsulat in St. Petersburg tätige Handelssachverständige vr. Müller ist in gleicher Eigen schaft dem Kaiserlichen Konsulat in Bukarest zugeteilt worden. In dieser Stellung soll sich seine Tätigkeit außer auf Rumänien auch auf Bulgarien, Serbien, Griechenland und Montenegro erstrecken; er wird seinen neuen Posten in einigen Wochen antreten.
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