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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 20.07.1910
- Strukturtyp
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- 1910-07-20
- Erscheinungsdatum
- 20.07.1910
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- Deutsch
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165. 20. Juli 1910. Nichtamtlicher Teil. Tutkowskij, P. A. Mineralien einer Wüste der nördlichen Halb kugel. M. 8°. 373 S. P. f. Überblick über die Geschichte der russischen Literatur von Lomo nossow bis Gogol einschließlich. Bon P. G. G. Pg. 32°. 179 u 1!1 S. 60 K. Volksencyklopädie der wissenschaftlichen und angewandten Kennt nisse. 2. Bd. Naturwissenschaft. 2. Halbbd. M. 8". S. 375 bis 700 mit Abbildgn. P. f. — 4. Bd. Landwirtschaft. 1. Halbbd. Viehzucht. Ebd. 8°. 356 S. P. f. Wagner, W. Biologische Grundlagen der vergleichenden Psycho logie (Biopsychologie). 1- Bd. 8". 435 S. mit Abbildgn 3 R. Wassiljewa, N-S. Erzählungen. 1. Bd. Pg. 8°. 114 S. IR. Wassiljewitsch, S. Die titulierten Geschlechter des Russischen Reichs. Aufzählung aller titulierten russischen Adelsfamilien mit Angabe ihrer Herkunft usw. Pg. 8°. 296 S. P. f. Welichow, P. A. Einleitung in den Kursus der Metallkonstruk tionen. Nietverbände und Auswahl der einfachsten Schnitte. M. 8°. 1 R. Wengerowa, Sinaida. Literarische Charakteristiken. 3. Buch. Pg. 8°. 306 S. 1 R- 50 K. Werchowskoj, N. P. Turkestan im Bereich der Taschkenter Eisenbahn und die Frachten dieser Bahn. Pg 8". 310 S. P. f. — Die Baumwollkultur in Turkestan und die Beförderung der Baumwolle auf der Taschkenter und der Mittelasiatischen Eisen bahn. Pg. 8'. 84 S. P. f. Winogradow, B. A. Die Verbreitung der progressiven Paralyse in Rußland nach den Angaben der medicin. Statistik. Dissertation. Pg. 8°. 119 S. P. f. Winogradow, L. A. Die Miete der Wohnungen und anderer Räume. Sammlung von Gesetzen mit Erklärungen des Regierenden Staats usw. M. 8. 204 S. 1 R. 70 K. Witte, Sophie. Leonid Andrejew. Kritische Skizze. Odessa. 8°. 28 S. P. f. Wolkow, N., Die Gesetze über die Polizei. Die administrativen Gesetze. Bestimmungen über die gerichtliche Untersuchungs- und die vollziehende Tätigkeit der Polizeibeamten. M. 8°. 848 S. 3 R. 60 K. Wolnogorskij, P. Auf der weiten Welt. Lief. 4. Die Meeres tiefe. M. 8°. 632 S. mit Abbildgn. 2 R. 60 K. Woronezkij, A. Jllustr. geograph. Schulchrestomathie in drei Teilen. 2. Tl. Außereuropäische Länder. 10. Aufl. Pg. 8°. 266 S. 2 R. Woronichin, N. N. Die Rottange (Hbockopb^eeLe) des Schwarzen Meeres. Arbeiten der Kaiserl. St. Petersb. Gesellschaft der Naturforscher. Pg. 8°. S. 175—366mit2Taf. Abbdgn. 1R.70K. Wyssozkij, W. F. Uber die Bindung der Derivate des Jods an das Gewebe der Leber. (Zur Frage der schützenden Rolle der Leber.) Pg. 8°. 128 S. P. f. Zwjet, M. S. Die Chromophylle in der Pflanzen- und in der Tierwelt. Warschau. 8°. 379 S. mit 5 Taf. P. f. Zwjetajew, D. W. Zur Geschichte der Unruhigen Zeit. Samm lung von Dokumenten. Lief. I. Warschau. 8°. 33 S. P. f. — Der Zar Wassilij Schujskij und der Ort seines Begräbnisses in Polen 1610—1910. 1. Bd. Historische Untersuchung. Warschau. 8°. 610 S. 6 R. Kleine Mitteilungen. wegen Schundliteratur. — Ju der Jahreskonferenz der Direktoren, Lehrer und Lehrerinnen des Schulaufsichtsbezirks Chemnitz sprach Herr Lehrer Schreiber über die vom Chemnitzer Prüfungsausschüsse für Jugendschriften im Kampfe gegen die Schundliteratur geleistete praktische Arbeit. Aus der umfang reichen, vielgestaltigen Arbeit des Ausschusses, die sich auf die Verbreitung guter, billiger Bücher und auf Aufklärung über den Von der in der »Deutschen Jugendbücherei«, der ersten im Kampfe gegen die Schundliteratur entstandenen Sammlung, gingen 200 Händlern und allen Chemnitzer Schulen Hefte zu, im Pädagogischen Vereine und in sieben Bezirkslehrerkonferenzen wurde persönlich, in zehn anderen schriftlich durch den Ausschuß auf das Unternehmen hingewiesen, seine Prospekte wurden in 22 000 Exemplaren in den Schulen verteilt. Zwei Korrespon denzen: »Wer hilft mit!« um Sammlungen billiger, guter Bücher gingen an 65 Zeitungen. 100 Hefte einer anderen Sammlung erhielten 50 Chemnitzer und 60 auswärtige Schulen. 200 Schreiben au Vereine empfahlen die Quellen, Bücher zur Freude und Förderung als zur Verteilung bei Kinderfesten geeignet. Eine von der Brunnerschen Buchhandlung in Chemnitz in uneigen nütziger Weise auf Wunsch des Ausschusses übernommene Bücher bude brachte gegen 1000 Bücher unters Volk. Sendungen guten Lesestoffes an die drei Chemnitzer Regimenter bezweckten Ver teilung guter Bücher an die Mannschaften zur Weihnachts- befcherung. In Chemnitzer und auswärtigen Vereinen wurde über die Schundliteratur gesprochen. Neben dieser nach außen gerichteten Tätigkeit hat der Aus schuß alle in Deutschland gegen die Schundliteratur gerichteten Bestrebungen verfolgt und vor allem die billigen, guten Bücher eingehend geprüft. Als Frucht der Tätigkeit hatte der Aus schuß eine lehrreiche Ausstellung aufgestellt und ein Verzeichnis in 2000 Exemplaren herausgegeben, das den Lesestoff unter dem Gesichtspunkte der Klassenlektüre, zum Vorlesen geeignet, ordnet. Durch die Agitation des Ausschusses wurden hier und in der Um gebung die guten, billigen Bücher eingeführt, aus vielen Aus lagen verschwand das Schundheft. Dank dem Entgegenkommen des Schulausschusses entstanden Vorlesestunden. Erfreulicher weise hat sich auch der Ausschuß ganz im Sinne der kultusministe riellen Verordnung vom Oktober 1909 betätigt. Der Referent wünschte, daß der Chemnitzer Stadtbücherei, die nach Geschichte und Charakter eine wissenschaftliche Bibliothek ist, eine selbständige Abteilung mit gutem belletristischen und populär-wissenschaftlichem Inhalt als sogenannte freie öffentliche Bibliothek angegliedert werde. Den Grundstock bilde die schon jetzt am meisten benutzte Abteilung »Nationalliteratur«. Für die reifere Jugend, den besten Konsumenten des Schundes, wünschte der Referent eine Jugend abteilung. — Zum Schlüsse dankte der Referent der Königlichen Bezirksschulinspektion, dem Schulausschusse, der Presse und der Lehrerschaft für das reiche Vertrauen, das dem Ausschüsse ent- gegengebracht worden sei, und für die mannigfaltige Unterstützung. (Nach: »Allgemeine Zeitung«, Chemnitz.) Die ältesten gedruckten Karten. — Die älteste gedruckte Karte — so entnehmen wir im Auszug einer Abhandlung von Tbomas William Huck im »^ntiguar^« — ist ein in Deutschland gefertigter Holzschnitt etwa aus dem Jahre 1460, der sich im Besitz der Pariser Nationalbibliothek befindet. Sie beruht indessen offenbar nicht auf selbständiger kartographischer Tätigkeit, sondern scheint einer alten römischen Karte von Deutschland und dem westlichen Europa nachgebildet zu sein. Die Grundlagen der modernen Kartographie wurden erst wieder gelegt, als im 15. Jahrhundert die 6o8M0Arapiiig. des Claudius Ptolemäus, des berühmten, zur Zeit des Antoninus Pius und Hadrian in Alexandrien lehrenden Mathematikers, Astronomen und Geo graphen, durch den Humanismus neu entdeckt und zum Aus gangspunkt der kosmographischen Tätigkeit genommen wurde. Die schönste Handschrift dieser Kosmographie befindet sich heute in der Kaiserlichen Bibliothek in Wien. Die dazu gehörigen Karten, 27 an Zahl, umfassen eine Gesamtkarte, zehn Karten von Europa, vier von Afrika und zwölf von Asien. Sie sind farbig behandelt, das Wasser grün, die Berge rot oder dunkel gelb, das Land weiß. Diese Karten waren indessen nicht das Werk des Ptolemäos selbst, sondern wurden auf Grund seiner Angaben von einem alexandrinischen Künstler und Bewunderer des Ptolemäos, namens Agathodaemon, angefertigt. Die erste gedruckte Ausgabe des Ptolemäos, die diese Karten enthielt, erschien im Jahre 1478 in Rom. Sie enthielt die ersten Karten, die je nach Kupferplatten hergestellt waren, und mit Ausnahme des erwähnten Pariser Holzschnitts die ersten gedruckten Karten überhaupt. Jede Karte nimmt zwei Folio-Seiten, und zwar die Versor-Seite der einen und die Rektor-Seite der nächsten ein, so daß es beim Aufschlagen des Buches aussieht, als wären die anliegenden Blätter von einer Platte gedruckt. Die Ausgabe wurde von Domitius Calderinus aus Verona geleitet, der indessen starb, ehe das Werk die Presse verlassen hatte. Sein Drucker war Conrad Sweynheym, der berühmte deutsche Drucker in Rom, der mit Hilfe einiger Mathematiker, denen er die Karten auf Kupferplatten zu übertragen lehrte, das Werk begann; doch starb er nach dreijähriger Arbeit, ehe das 1094*
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