Fertige Bücher. ISS. IS Juli 1910. Offener Lrief nn die Iderren Xolle^en v0in Lerfnnenf und VerlnA. und nacb einen derartigen Dmfang angenommen, dass sicb bei einem grossen 'im des Dublikums die lVIeinung festsetren muss, dass biege Vusscbüsse allein nncl der Volks- scbullebrer berufen seien, über den ^Vert und Dnwert der Jugendliteratur ru urteilen. Dies mag für ländlicbe Verbältnisse aucb rutreifen, vielleicbt nocb in kleinen Ltädtcben, wo es an gescbulten und gebildeten Bucbbancllern feblt. In grosseren Ltadten bingegen ist daran kein lVlangel, und aucb das geistig böber stebende Dublikum muss neben dem soliden Bucbbandel diese ^,rt von Dmpfeblung als eine starke Bevormundung empfinden. Diese Oedanken sind aucb scbon trüber da und dort ausgesprocben worden, bauptsacb- licb aber docb wobl mebr im Bucbbandel unter sicb. /Vucb in meinem kürdieb angekündigten Bücblein „Die Dunst im Bucbe des Kindes",") welcbes vorzugsweise für das Dublikum bestimmt ist, wird diese Drage bebandelt, und so bo6e icb aucb nacb dieser Leite bin aulklürend 2u wirken. Dnd sollte mir der eine oder andere der Herren Kollegen einen Wink in dieser fkngelegenbeit geben wollen, so bin icb dankbar dafür und bo6e selbst dadurcb nocb Anregungen für diesen /Vbscbnitt ?.u bekommen. Icb möcbte nocb erwaknen, dass es sicb bier nicbt um eine Kampfscbrift bandelt, sondern dass das Bücblein aucb, obne /tnstoss ?.u erregen, von den Derren Kollegen gelesen werden kann, die auf einem anderen Ltandpunkt sieben. Icb will nicbt nur meine eigene Vleinung kundgeben, sondern babe die ^Kbsicbt, längst ausgesprocbene Oedanken in Kürxe bier rusammenlassen. Der Hauptzweck des Bücblsins ist der der Belebrung, wie ein gutes und gut ausgestattetes Bucb entstebt, womit freilicb aucb die Kostenfrage in engem 2usammenbange stebt, die bei oberdäcblicber Kenntnis gar leicbt unterscbätrt wird, namentlicb seitens der I lerren Debrer. Vielleicbt werden dadurcb aucb die Iderren Oebilfen vom Lortiment angeregt, sicb für die Lcbrilt ru interessieren, die bis )etxt vorzugsweise von ibren Kollegen im Verlag verlangt wurde. Die Datsacbe, dass von dem Bücblein „Die Kunst im Bucbe des Kindes" bis )etrü scbon über 20000 Dxemplare verlangt wurden, spricbt für die glanzende /Vuf- nabme, die dieser Oedanke gefunden bat. Dreundlicben D'aebricbten sebs icb direkt entgegen. Drgebenst lVlü neben 2Z, den 12. ^ub 1910. OeorA XV. Oietriold, V erlagsbucbbändler.