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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 08.06.1910
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1910-06-08
- Erscheinungsdatum
- 08.06.1910
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- Deutsch
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- Saxonica
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^ 129, 8. Juni 1910. Nichtamtlicher Teil. Börsenblatt f. d. Dkschti. Buchhandel. 6799 buchhandel und erblickt in der Bestimmung, daß Maschinen satz wie Handsatz zu berechnen sei, den größten Nachteil für alle Verleger, wozu er einige Beispiele ansithrt. EL müsse daher das ernsteste Bestreben der Verleger sein, die Auswüchse, die im Buchdruck-Preistarif enthalten seien, zunichte zu machen und den Buchdruck-Preistarif in eine Form zu bringen, die es ermögliche, die technischen Errungenschaften auszu nutzen und für die berechtigte Konkurrenz wieder freie Bahn zu schaffen. Herr Johannes Hirschfeld-Leipzig wendet sich gegen die Ausführungen des Herrn Meiner, im besonderen da gegen, daß die von Herrn Meiner angeführte Zusammen stellung in der Deutschen Buchdrucker-Zeitung einwandfrei sei, und betont, daß das Referat für ihn nicht überzeugend gewesen sei, äußert sich zu der in der Buchdrucker-Zeitung veröffentlichten Zusammenstellung von Kalkulationen und stellt fest, daß diese Statistik einige Unrichtigkeiten enthalte. Ec begrüßt die Errichtung der geplanten Auskunstsstelle und fragt an, ob diese nicht paritätisch zu bilden sei, dergestalt, daß sie eingesetzt würde vom Deutschen Verlegerverein^und dem Deutschen Buchdrucker-Verein. Herr Meiner erwidert darauf und teilt mit, daß die veröffentlichten Zahlen in der Deutschen Buchdrucker-Zeitung jedenfalls diese seien, die die Druckereien abgegeben haben und von der Redaktion nur zusammengestellt worden sind. Daß der Zuschlag für Leipzig mit 25"/, berechnet sei, gibt er als irrtümlich zu. Derartige Darstellungen wären aber nicht nur in der Deutschen Buchdrucker-Zeitung zum Abdruck gelangt, sondern auch in dem amtlichen Organ des Deutschen Buchdrucker-Vereins, wie dies ein Beispiel, daß er an führt, beweise. Herr Franz Xaver Bachem-Köln ist der Ansicht, daß das Vorgehen des Deutschen Buchdrucker-Vereins etwas zu scharf kritisiert werde, weist daraus hin, daß Einrichtungen wie die des Buchdruck-Preistarifs nicht sofort Geltung haben könnten, da doch ein gewisser Zeitraum zur Ein führung als notwendig erachtet werden müsse, und betont anderseits, daß eine strenge Handhabung des Buchdruck- Preistarifs gar nicht in der Absicht des Deutschen Buch drucker-Vereins liege. Er verliest einige Sätze aus einem Aufsatz in der Kölnischen Zeitung Nr. 421, in denen gesagt wird, daß die in der Deutschen Buchdrucker-Zeitung ver öffentlichte Kalkulation nicht stichhaltig und nur schematisch zusammengetragen sei. Herr Bachem teilt ferner mit, daß gelegentlich der Kommissionsberatungen im Oktober v. I. in den Kreisen der Vorstandsmitglieder des Deutschen Buch drucker-Vereins der Gedanke aufgetaucht sei, ob der Weg gangbar wäre, daß angesichts der angenehmen alten Be ziehungen zwischen dem deutschen Buchhandel und dem deutschen Buchdruck ein besonderer Tarif für Werkdruck neben dem Buchdruck-Preistarif aufgestellt werden könnte, um damit den Wünschen des deutschen Verlagsbuchhandels entgegenzukommen. Der Herr Vorsteher knüpft an die Worte des Herrn Bachem an und erwidert darauf, daß ein solcher Vorschlag, wenn dieser früher gekommen wäre, vom Ausschuß und Vor stand hätte ernstlich geprüft werden können, schon weil damit ein neuer Anknüpfungspunkt für die Verhandlungen mit dem Deutschen Buchdrucker-Verein gegeben gewesen wäre. Daß der Buchdruck-Preistarif als Gesetz angesehen werden soll, weist der Herr Vorsteher nach, indem ec die Bestimmungen anführt, nach denen ein Mitglied des Deut schen Buchdrucker-Vereins, das den Buchdruck-Preistarif nicht einhält, in den verschiedensten Weisen und Graden bestraft werden kann, und kommt zu dem Schluffe, daß ec persönlich an die Durchführbarkeit des Buchdruck-Preistarifs nicht glaube, letzterer vielmehr zu gründe gehen werde. Herr Heinrich Schöningh-Münster pflichtet den Worten des Herrn Vorstehers voll bei, führt einige Beispiele zur Entkräftigung des Buchdruck-Preistarifs an und be fürchtet, daß die Verschiedenheiten bei Berechnung der Druck arbeiten im Laufe der Jahre immer schlimmer würden, wogegen sich die Verleger auf jeden Fall wehren müßten. Ec spricht sich gegen einen getrennten Werkdruck-Tarif, wie ihn Herr Bachem vorgeschlagen habe, aus. Herr vr. Max Jänecke-Hannooer dankt zunächst dafür, daß ihn der Vorstand in die Kommission gewählt habe, äußert sich in längerer Rede über den Buchdruck-Preistacif, seine Entstehung und Wirkung und vertritt die Ansicht, daß der Deutsche Buchdrucker-Verein dem Deutschen Verleger verein in jeder Beziehung herzlich dankbar sein müsse für die Unterstützung und die goldene Brücke, die er ihm zum Rückzüge biete. Der Deutsche Buchdrucker-Verein habe den Buchdruck-Preistarif zu einem Gesetze werden lassen nur zu gunsten der Buchdruckergehilfen, es sei daher die höchste Zeit, daß der Deutsche Buchdrucker-Verein seine Politik und seine Taktik revidiere. Herr vr. Jänecke kommt ferner auf die Kalkulation in der Deutschen Buchdrucker-Zeitung zu sprechen, teilt einen analogen Fall aus seinem eigenen Geschäft mit und bemerkt dazu, daß die an ihn abgegebenen Kalkulationen ebenfalls größere Differenzen aufgewiesen hätten. Er kritisiert ver schiedene Unternehmungen des Deutschen Buchdrucker-Vereins und gibt bekannt, daß aus Anlaß des Streiks 1891/92 eine Unterstützungskafse für die Arbeitgeber gegründet worden sei, die der Deutsche Buchdrucker-Verein einfach hätte eingehen lassen. Die großen Betriebe hätten unter dem Buchdruck- Preistarif am allermeisten zu leiden, weil ihnen durch die Bestimmungen jeder technische Fortschritt unmöglich ge macht würde. Der Deutsche Buchdrucker-Verein sotzte sich nach Ansicht des Herrn vr. Jänecke die Situation recht ernstlich über legen und die Möglichkeit eines Rückzugs, die ihm durch den Deutschen Verlegerverein geboten würde, ergreifen. Schließlich äußert sich Herr vr. Jänecke zu dem Vorschlag des Herrn Bachem und ist der Ansicht, daß in dem Moment, wo Erwägungen darüber eintreten, für die Verleger einen anderen Tarif zu schaffen, man sich auch noch darüber klar werden müsse, daß die Prinzipien im allgemeinen revidiert werden sollten. Herr Hermann Hillger-Berlin hat in der Rede des Herrn vr. Jänecke vermißt, daß er den Deutschen Verleger verein mit dem Verein Deutscher Zeitungsvcrleger unter stützen will und bezweifelt, daß die Beratungen über einen für die Verleger eventuell aufzustellenden Werkdruck-Tarif zu einem Resultat führen würden. Er erläutert die heutigen Zustände in den Druckereien und weist darauf hin, daß man jetzt nicht mehr die Leistungen der Gehilfen bezahle, sondern lediglich die Zeit. Er ist ebenfalls der Ansicht, daß der Deutsche Buchdrucker-Verein dem Deutschen Verlegerverein für die ihm gebotene Unterstützung danken solle, und wünscht, daß dies dem Deutschen Buchdrucker-Verein gegenüber ein mal ausdrücklich ausgesprochen werde. Nachdem Herr Heinrich Schöningh einige Äußerungen des Herrn vr. Jänecke berichtigt hat, verliest der Herr Vor steher folgende vom Vorstand formulierte Erklärung und empfiehlt diese der Versammlung zur Annahme: »Die Hauptversammlung des Deutschen Verlegervereins nimmt zustimmend Kenntnis von den Verhandlungen, Maßnahmen und Entscheidungen, die die von ihr 1909 eingesetzte Kommission in der Buchdrucker-Preistarif-Frage gepflogen und getroffen hat, und betrachtet die Kommission bis auf weiteres als eine dauernde Einrichtung des 880»
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