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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 30.04.1910
- Strukturtyp
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- 1910-04-30
- Erscheinungsdatum
- 30.04.1910
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- Deutsch
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98. 30. April 1910. Nichtamtlicher Teil. Börsenblatt s. d. Dtschn. Buchhandel. 5165 Nur 300 Xüustlsräruoks ä .<L 168.—. Nur 250 Xüngllsrdruolcs ä .k 84.—. 1bo8. »d 8ou8. 8onckon. 1907. 8obablLun8t von ^1. 8. 8radt. 61,5 : 38,5 om Nur 300 I(üu8tltzr6ruolc6 ä 210.—. ^rt. loodb L 8on8, 8onckon. 1909. 8oliadkuu8t von O. ü. kbi1ip8. 22,2 : 17,3 om. Kleine Mitteilungen. Ausstellung von Schülerarbeiten (Ostern 1908 bis Ostern 1910) in der Königlichen Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig. — Was in den früheren, auf die Umwandlung der Leipziger Kunstakademie in eine Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe unmittelbar folgenden Jahren als tastende Versuche in den Arbeiten der Schüler sich geltend machte, ist jetzt aus der hoffnungsvollen Verheißung in schöne Erfüllung getreten, denn die in den letzten zwei Jahren erreichten Fortschritte sind so in die Augen springend, daß sie von keinem übersehen werden können, der die Entwicklung der Anstalt mit Aufmerksamkeit verfolgt hat. Mit dem erreichten Erfolge, der sich in den jetzt erzielten Leistungen der Schüler offenbart, hat die Direktion der Anstalt gezeigt, daß die von ihr eingeschlagencn Wege und Ziele in dem zugleich mit der Umge staltung der Schule veränderten Lehrgang die richtigen waren. Das Wesentliche dieses Lehrgangs, das vor allem darauf hinzielt, dem Schüler nicht bloß eine gewisse Summe theoretischen Wissens mit auf den Weg zu geben, sondern ihn besonders dazu zu erziehen, das erlangte Wissen auch in die Tat umsetzen, also praktisch ver werten zu können, war das Verdienstvolle dieses »neuen Kurses« und hat die schönen Früchte gezeitigt, die gegenwärtig die diesmalige Oster-Ausstellung der Akademie darbietet. Dabei ist es auch be sonders hochzuschätzen, daß sich nirgends in den ausgestellten Arbeiten die Absicht geltend macht, mit ihnen sogenannte für Ausstellungs zwecke besonders zugeschnittene Paradestücke vorzuführen. Aber wohl ist überall das Streben zu wirklich künstlerischer Ausbildung zu verfolgen und dies wiederum in Einklang zu bringen mit den Forderungen des Lebens. Darin beruht der Schwerpunkt der auf dieser Anstalt angewandten Methode, nicht nur durch bloße manuelle Geschicklichkeit — deren Wert keineswegs verkannt und unterschätzt werden soll, die jedoch an sich durchaus nicht das Künstlerische bedeutet — glänzen zu wollen. Dafür aber gewahrt man von den ersten Übungen an, dem »Zeichnen nach dem Leb losen« und dem »Modellieren nach dem leblosen Modell«, daß die Lehrweise stetig bemüht ist, den Schüler zum künstlerischen Sehen, Empfinden und Gestalten hinzuleiten, sein Auge für die in der Erscheinungswelt zutage tretenden Formen und Farben zu schärfen, um in weiterer Folge die künstlerische Auffassung zu läutern, das künstlerische Gewissen zu schärfen. Was in der Richtung der Wiedergabe empfangener Eindrücke erreicht worden ist, bekunden besonders die aus den Klassen »Zeichnen nach dem Leben« (2. Stufe) und »Malen nach dem Leben« (4. Stufe) hervorgegangenen Arbeiten. Im Hinblick auf die formale Durchbildung und das farbige Gestalten sind hier ganz vortreffliche Leistungen erzielt worden. So deutlich erkennbar die Fortschritte bei den in der Vor schule entstandenen Arbeiten sind, so erfreulich sind die Fortschritte auch in den verschiedenen Zweigen der Fachschule, wie sie sich zeigen in den Aufnahmen aus der »Werkstatt für Naturphoto- graphie«, den Studienköpfen, Figuren- und Landschaftsbildern, in den in der »Werkstatt für Reproduktionstechnik« gemachten Arbeiten, die unter anderen auch den Werdegang der Strichätzung, der Autotypie und des Dreifarbendrucks veranschaulichen. Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel. 77. Jahrgang. Um wie viel freier und künstlerisch wertvoller sich die Leistungen der Schüler entfaltet haben, das bestätigen ferner die aus den »Werkstätten für Steindruck«, für »Holzschnitt und Jllustrationsdruck«und für »Radierung« hervorgegangenen Arbeiten. Welch tüchtige Leistungen finden sich heute in der »Werkstatt für Stempelschnitt«, die eine schwierige und diffizile Technik be anspruchen. Wie haben sich die Arbeiten in den »Werkstätten für Schriftsatz und Schriftdruck, für Schriftzeichnen und -entwerfen« vervollkommt und welche geschmackvollen und schönen Einbände hat jetzt die »Werkstatt für Buchbinden« aufzuweisen! Wie sich dann das erworbene künstlerische Können in Gemein schaft mit der Phantasie betätigt, das ist aus den interessanten Arbeiten zu ersehen, die die Klassen für »Zierformenzeichnen« und »Entwerfen« zeigen, deren mannigfaltige Darbietungen sich in Entwürfen für: Vollbilder, Plakate, Textillustrationen, Textfchmuck, Packungen,Vorfatzpapieren und den verschiedensten Reklameartikeln zur Schau stellen. Hier in diesen Erzeugnissen zeigt es sich be sonders, wie die Kunst die Forderungen des Tages zu verschönern imstande ist. überaus reizvolle Stücke sind auf diesem Gebiet hier entstanden. Nicht unerwähnt dürfen aber auch die zwar gar nicht be stechlichen, jedoch für das erforderliche Wissen unumgänglich nötigen Arbeiten der Hilfsschule bleiben, die die Klassen für »Bauformenlehre«, für »Rißbildzeichnen« (Projektion), »Schatten lehre« und für >Verkürzungs- und Sehkunde« (Perspektive) zeigen. Um den Schülern und Schülerinnen der Anstalt eine sichtliche Anerkennung für besonders gute Leistungen zu geben, hat eine Anzahl weiblicher sowohl wie männlicher Teilnehmer am Unter richt diesmal Medaillen erhalten. Mit der Silbernen Medaille wurden ausgezeichnet: Clarus und Keymer, mit der Bronzenen Medaille: Egermann, Peters, Preuße und Raithel. Ernst Kiesling. * Abwehr einer Erhöhung des Poftportos in Öster reich. — Der Österreichisch-Ungarischen Buchhändler-Correfpondenz entnehmen wir folgende Mitteilung: Die gesamte Kaufmannschaft war nicht wenig überrascht, als sie vor kurzem aus den Zeitungen ersah, daß der Vizepräsident des Abgeordnetenhauses vr. Steinwender eine Erhöhung der Postgebühren beantragen wolle. In der am 21. April abgehaltenen Sitzung der niederösterreichischen Handels- und Gewerbekammer stellte daher Herr Handelskammerrat Hof buchhändler Wilhelm Müller zusammen mit mehreren anderen Herren folgenden Dringlichkeitsantrag: »Die Kammer verwahrt sich auf das entschiedenste gegen die in dem angekündigten Anträge des Abgeordneten vr. Stein- Wender zutage tretende Tendenz, das Defizit des Staats haushaltes durch eine neuerliche Erhöhung der derzeit schon exorbitanten Postgebühren, und zwar wiederum zu Lasten der schon heute weit über Gebühr in Anspruch genommenen kommerziellen und industriellen Kreise bewirken zu wollen, und gibt der Hoffnung Ausdruck, daß der von vr. Steinwender angekündigte Antrag von seiten des hohen Handelsministeriums zur Gänze und in allen seinen Teilen zurückgewiesen werden wird. Ein Blick in den Rechnungsabschluß kann aber jeden überzeugen, daß alle Investitionen für Erweiterung des Telephonnetzes, für Amtsgebäude usw. aus den laufenden Ein nahmen bestritten worden sind, so daß in Wirklichkeit nicht nur kein Dezifit, sondern ein bedeutender Überschuß von zirka 14 Millionen erzielt worden ist.« Herr Wilhelm Müller begründete diesen Antrag wie folgt: »Die letzten Tage haben einen neuen ungeheuerlichen An schlag auf die Interessen der von der Kammer vertretenen Kreise gebracht. In einer Zeit, da Handel, Industrie und Gewerbe einer ganz unsicheren Zukunft entgegengehen, in der sich von Monat zu Monat die Handelsbilanz verschlechtert und ein ganzes Füllhorn neuer Steuern der Bevölkerung wartet, um das Defizit des Staatshaushaltes zu decken, in einer Zeit wirtschaftlicher De pression und allgemeiner Teuerung unternimmt es der Abgeord nete Doktor Steinwender, die Einbringung eines Antrages im Abgeordnetenhaufe anzukündigen, der nichts Geringeres bezweckt, als im Wege einer durchgreifenden, exorbitanten Erhöhung der Postgebühren eine jährliche Mehreinnahme von zirka 40 Millionen 667
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