^ 94, 26, April 1910, Künftig erscheinende Bücher, s«rl-nblatt I, d, DNchn, «uchh-md-I, 4989 f. Sachem, Mn all» Verlagsbuchhandlung. In einigen Tagen wird erscheinen: MMiiHW mi> ^WMchrtcii kr KKlill Mm Geistliche Lesungen für den Maimonat und für die Reise- und Wallfahrtszeit bearbeitet von lll.htilir. Maria MW, Domkapitular in Köln. Mit zehn Bildern. In Kaliko gebunden 1.90 ord., ^1.45 netto, ^1.25 bar und 11/10. Aus dem Titel ergibt sich von selbst, in welchen Kreisen Verbreitung für ! das Buch zu suchen ist: bei katholischen Geistlichen und Laien jeden Standes. In Anbetracht der vorgerückten Zeit > erbitte gefl. Bestellungen direkt per Post. Köln, 28, April ISlV, I. P. Bachem, Verlagsbuchhandlung. Georg Müller Verlag, München <I In den nächsten Tagen erscheint (I Efraim Frisch Von der Kunst des Theaters Ein Gespräch Geh. M. 2.—, kart. M. 2.80 (^n leichtflüssigem, geistreichem Dialoge, dessen am meisten hervortretende Wortführer der Schriftsteller und der Schauspieler sind, behandelt Efraim Frisch in dieser nicht nur an die speziellen Fachkreise gerichteten Schrift alle Streitfragen der moderne» auf die Reformierung der Schaubühne gerichteten Bewegung, ohne dabei irgendwie einer bestimmten Parteidoktrin zu huldigen, — Lediglich der künstlerisch empfindende, mit besonderem Blick für das Notwendige und Erreichbare begabte Theaterfachmann, kein phantastischer Neuerer, kein Verfechter aussichtsloser Utopien ergreift hier das Wort. Von dem mahvollen Charakter der Schrift, die von jedem Bühnenleiter, Dramaturgen, Theaterdichter, Kritiker und Schauspieler, aber auch von allen gebildeten Theater freunden eifrig wird nachgefragt werden, einen Begriff zu geben, zitiere ich einige Sätze Efraim Frischs: Wir können unseren Schauspieler nicht künstlich in den ursprünglichen Satirtänzer noch in den fahren den Komödianten zurückverwandeln. Uns ist der Schauspieler ein Interpret der Seelen, und der ver wandelte Mensch hat für uns einen anderen als bloß komödiantenhaften Sinn. Die Halbheit, die unserem Theater anhaftet, liegt in der Anentschieden heit, mit der es die verkümmerten Elemente des alten Komödienspieles mit der Kunst der Menschendar stellung durcheinandcrmischt. Das Dionysische des Theaters kommt zu uns nicht mehr durch die krampfige dionysische Geste eines nach allen Regeln der Kunst ausgestatteten Tyrsos- schwingers, der auf unsere Miterregung lauert, son dern durch die sehr zarten und leichtverletzlichen Leitungen der dichterischen Psyche. Will das Theater nicht halb sein, so hat es die Wahl zwischen Steg reifkomödie und Drama. Wollen wir Kunst vom Theater, so müssen wir uns entscheiden: Komödianten attitüde oder Drama? Vor Erscheinen mit 40°/, und 7/6