Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 26.04.1910
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1910-04-26
- Erscheinungsdatum
- 26.04.1910
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
- Zeitungen
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19100426
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-191004264
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19100426
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1910
- Monat1910-04
- Tag1910-04-26
- Monat1910-04
- Jahr1910
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
^Ik 94, 26, April 1910. Nichtamtlicher Teil, Börsenblatt f. d, Dtschn. Buchbonbet. 4963 Herzen eintreten zu können, Herr Ganz-Köln ist wieder wählbar, und es entspricht der Gepflogenheit im Börsenverein, ein Mitglied, das drei Jahre treu seine Pflicht in dem Aus schuß getan hat, auf weitere drei Jahre wieder zu wählen, wenn es nicht selbst eine Wiederwahl ablehnt. Am 15, November 1909 durste vr, Adolf von Kröner auf den Tag zurückblickcn, an dem er vor 50 Jahren seine Selbständigkeit begründe hat, der mit dem 250, Jahres tage der Begründung seinrs Hauses, der I, G, Cotta'schen Buchhandlung, zusammenfiel. Wir haben diesem Vorkämpfer des deutschen Buchhandels die aufrichtigsten Glückwünsche des Verbandes zum Ausdruck gebracht, die wir auch an dieser Stelle gern wiederholen. Am 19. und 20. Februar 1910 hat der Hamburg- Altonaer Buchhändler-Verein das Fest seines 50 jährigen Be stehens gefeiert. Der freundlichen Einladung folgend, hat Ihr Vorsitzender als Vertreter des Verbandes der Feier bei gewohnt und Gelegenheit gehabt, sich an dem freien und tüchtigen Vereinsleben der Hamburg-Altonaer Kollegen zu er freuen und zu erheben, Die ernste Feier sowohl wie die heitere war eine so gelungene, daß sicher jeder Teilnehmer dauernd die Erinnerung an diese schönen Tage mit sich ge nommen hat. Auch hier sei den wackeren nordischen Kollegen der Dank des Verbandes ausgesprochen und der Wunsch hinzugefügt, daß ihr Verein weiter blühe und wachse, und daß sich stets Männer finden mögen, die in gleicher Weise die Interessen ihres Vereins und des gesamten Buchhandels wahrzunehmen fähig und willens sind. An den gleichen Tagen feierte der Verein der Öster reichisch-ungarischen Buchhändler in Wien das Fest seines 50 jährigen Bestehens. Auch den österreichisch-ungarischen Kollegen wünschen wir ein weiteres Blühen und Gedeihen ihres Vereins, Neben diesen frohen Ereignissen müssen wir eines trau rigen Erwähnung tun und des so schweren Verlustes ge denken, den wir durch den Tod unseres Max Woywod- Breslau erlitten haben, der am 17. Januar 1910 in seinem Wohnorte verstorben ist. Seine rege Tätigkeit im Vsrbands- oorstande sowie in den verschiedenen Ehrenämtern des Börsen vereins sichert ihm in der Geschichte des Buchhandels einen dauernden Ehrenplatz. Ihr Vorsitzender möchte noch seine besondere Genugtuung aussprechen, daß es ihm vergönnt ge wesen ist, in den letzten Jahren an seiner Seite in dem Vereinsausschuß tätig zu sein. Auch dort hat er sich durch seine Arbeit die Anerkennung und durch sein Wesen die Zu neigung seiner Kollegen zu erwerben verstanden. Wir haben in ihm einen aufrechten Mann von immer gleicher Liebens würdigkeit verloren, der uns vorbildlich und unvergessen sein soll. Der Vorstand hat sowohl der Witwe des Verblichenen wie dem am schwersten betroffenen Verein, dem Provinzial verein der Schlesischen Buchhändler, sein aufrichtigstes Beileid ausgedrückt. Wir werden ihm, sowie allen den Kollegen, die in diesem Jahre der Tod aus unserer Mitte gerissen hat, ein dank bares Gedächtnis bewahren, Zum Zeichen Ihres Ein verständnisses bitte ich Sie sich von den Plätzen erheben zu wollen. Wir schließen unseren Bericht mit dem Wunsche, daß die gestern von uns beratene und fertiggestellte Verkehrs ordnung sich für alle Zweige unseres schönen Beruss nutz bringend erweisen möge. Sie wird mit allem Menscheuwerk die Eigenschast gemeinsam haben, verbesserungsfähig zu sein, sie wird für manchen von uns Härten und Unbequemlich keiten enthalten, ob er ihr nun als Verleger, Sortimenter, Antiquar, Kommissionär gegenübcrsteht. Aber wie bei den Staatsgesetzen bei der Auslegung oftmals der Milde des Richters weitester Spielraum gelassen ist, so sollte es auch für uns alle zu jeder Zeit höchste Pflicht sein, etwaige Härten in unserer Standesgesetzgebung durch kollegiales Entgegen kommen zu mildern oder auszutilgen. Kleine Mitteilungen. Eine wichtige amseikanischc Versteigerung. — In Andersons Auktion RvomS in New Uork fand unlängst die Ver steigerung des zweiten Teils der Bibliothek des verstorbenen Herrn James Park statt. Zu diesem wichtigen Ereignis aus dem Büchermarkt waren Käufer nicht nur aus allen Teilen von 18 90t Dollars machte es zu einer der wichtigsten Persteigerungen dieser Monate Unter den wichtigsten Stücken sind zu verzeichnen: Erstausgabe von Shelleys »Lckouais; an ou tim Ventil ok ckobu Leuts«, im blauen Originalumschlag, 740 Dollar; — unbe schnittenes Exemplar der Erstausgabe von Shelleys »I-aon anck O/tbna«, von der nur etwa ein Dutzend weitere Exemplare bekannt sind, 132 Dollar; — vierte Folioausgabe von Shakespeare, London I68S, 335 Dollar; — Widmungsexemplar der ersten Ausgabe von Dombey and Son mit Dickens' Eintrag, 350 Pfund; — Widmungsexemplar der »Obristmas lloolrs«, fünf Bände in einem, au Mrs, Maria Winter sder »Dora« in David Copperfield), mit eingehesteten Briefen von Dickens an sie und ihren Gemahl, 320 Dollar; — Erstausgabe von »llamia, tbslilvs ok 8t. 4guss, null otüor Poems«, von John Keats, Originaleinband, aus der Samm lung W, H, Arnold, 250 Psund; — Originalhandschrist des ersten Entwurfs von Poes »Morella«, 215 Pfund; — Origiualhandfchrist desselben Dichters »'kbe kkuoleus ok our planet in a Ltate ok Ixusus I-iquekaetion«, 212,50 Dollar; — ein Exemplar der ersten Ausgabe von Goldsmiths »Viear ok äVulrelletck«, in Original-Kalblederband, 410 Dollar. (Nach: »pudlisbers'Akeslrl^«.) » Pauk Hcitz und die Hohkönigsburg. — Von der alten Hohkönigsburg im Elsaß ist im letzten Jahrzehnt so viel geredet und geschrieben worden, daß die darüber in der Presse entstan dene Fehde wohl noch in frischer Erinnerung sein wird. Dem Restaurator der Burg, Herrn Professor Bodo Ebhardt, wurde der Vorwurf gemacht, daß er das vorhandene Literatur-, Plan- und Abbildungsmatcrial unzulänglich ausgenützt habe und deshalb zu keiner gesicherten und historisch richtigen Planlegung und Bauweise gekommen sei. An dem Nachweis der unhistorischen Bauausführung der Hohkönigsburg ist in hervorragender Weise Herr Paul Heitz ii, Fa, I, H, Ed, Heitz, Heitz L Mündel), der bekannte Straßburger Verleger und Drucker, beteiligt, dem durch seine Funde und Ver öffentlichungen der Beweis gelungen sein dürste, daß die der Hohkönigsburg von Ebhardt gegebene jetzige Gestalt der ursprüng lichen nicht entspricht, Herr Heitz hat 1907 bzw, 1908 u, a, heraus, gegeben: »Eine Abbildung der Hohkönigsburg aus der ersten Hälfte des IS, Jahrhunderts, gesunden und beschrieben von Paul Heir, 2, erweiterte Auflage mit 3 Abbildungen. 43:32 om. Straß burg 1908, I, H, Ed, Heitz, 2 3t SO L, Zu dieser Veröffentlichung schreibt die vom Vorstande des Architekten- und Jngenieurvereins in Hannover herausgegebene »Zeitschrist für Architektur und Jngenieurwesen« in Hest 4 des Jahrgangs 1909: »Das Bauliche auch nur in den Hauptpunkten hier zu er wähnen, geht nicht an. Indessen auf einen Punkt müssen wir noch Hinweisen, der so viel von sich reden gemacht hat: aus die Gestaltung des Bergsrieds, Er war nicht viereckig, sondern rund und hätte deshalb wieder rund gestaltet werden müssen wie die Thierstciner ihn seit 1479 nach der Zerstörung der Burg um 1462 aus den Resten des alten viereckigen Turmes aus romanischer Zeit ausbauen ließen. Die deutschen Fachblätter habe» zu dem Streite über diesen Turm merkwürdigerweise bisher geschwiegen, um so mehr haben die Franzosen sich damit beschäftigt, und man muß leider zugeben, daß sie recht haben. Der Verlagsbuchhändlcr Heitz in Straßburg fand unter den Bildstöcken, die ihm vererbt worden sind, einen von 1525 auf, der den schon 1557 großenteils abge tragenen Bergsried rund zeigt. Auch aus einer alten Elfenbein schnitzerei erschien er rund, und jetzt wird der Beweis völlig er- bracht durch einen Aussatz in der .Straßburger Post' vom 3, März 641"
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder