Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 21.04.1910
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1910-04-21
- Erscheinungsdatum
- 21.04.1910
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
- Zeitungen
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19100421
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-191004217
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19100421
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1910
- Monat1910-04
- Tag1910-04-21
- Monat1910-04
- Jahr1910
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
Nichtamtlicher Teil. — Sprechsaal. ^ 90, 21. April 1910 ungeachtet bis heute verloren geblieben«. Ebenso äußert sich Eduard Boas in »Schillers Jugendjahre« (II. Teil, S. 242): »Das Gedicht scheint rettungslos verschwunden . . . Wir müssen abwarten, ob nicht etwa ein glücklicher Zufall das verlorene Carmen ans Licht bringt.« Ottomar Keindl fand das Gedicht in einem alten handschriftlichen Bande, überschrieben: »Sammlung witziger Einfälle in Gedichten und Prosa (1781, 6. April)«. Das Ge dicht ist mit dem Namen »Schiller» unterschrieben. Keindl überläßt die Prüfung auf Echtheit berufenen Schillerforschern. Er selbst bemerkt dazu nach Abdruck des Carmens, das übrigens ganz im Schillerschen Jugendpathos gehalten ist, folgendes: »Unmittelbar nach dem obigen Carmen steht in dem Manuskriptband die »Elegie auf I. CH. Weckherlin«, deren Text sich mit dem Text von Goe- dekes historisch.kritischer Ausgabe I, 178—183, deckt, und da diese vom 16. Januar 1781 datiert ist, so scheint der Abschreiber beide Carmina gleichzeitig in der Hand gehabt zu haben. Von dem Vorhandensein eines »Carmen auf Wiltmeister« hatte man bisher nur Nachricht durch einen Briefwechsel Schillers mit seinem Vater; der alte Herr konnte dem Wunsch des Sohnes nicht entsprechen und trotz aller Mühe weder den Abdruck, noch das Manuskript auftreiben.« * Geschästsjubiläurn. — Auf ein fünfundsiebzigjähriges gedeihliches Bestehen und Wirken durfte am 18. April 1910 die angesehene Buchhandlung Ernst Kundt in Karlsruhe (Baden) zurückblicken. — Das Geschäft wurde am 18. April 1835 von Wilhelm Creuzbauer gegründet, hieß vom November 1852 bis 1. Januar 1856 Creuzbauer L Viereck, vom Jahre 1856 an Creuzbauersche Buchhandlung (wieder im Alleinbesitz von Wilhelm Creuzbauer), kam am 1. Januar 1870 an Emil Creuzbauer und am 1. Januar 1880 in den Besitz des Herrn Ernst Kundt aus Breslau, der der Firma am 1. Oktober 1880 seinen Namen gab. Durch rastlosen Fleiß und treue Hingebung an seinen Beruf, streng festhaltend an soliden Geschäftsgrundsätzen, ist es ihm gelungen, das Geschäft auf der kleinen Basis, die er in oem etwas vernachlässigten Betriebe vorfand, zu seiner jetzigen Bedeutung zu führen. — Herr Ernst Kundt hat den Buchhandel bei Carl Dülfer in Breslau erlernt und war in der Folgezeit tätig bei Graser in Annaberg, Harnecker L Co. in Frankfurt a/O., Winter in Heidel berg, Ehrhardt in Marburg und Heinrichshofen in Magdeburg. Im siebenundzwanzigsten Lebensjahre machte er sich in Karls ruhe selbständig. Mit vorzüglichen Sortimentskenntnissen aus gerüstet, gelang es ihm bald, sich im Kundenkreise Achtung zu erwerben, dem Geschäfte neue Freunde zu gewinnen und die Grenzen seines Wirkens von Jahr zu Jahr weiter auszudehnen. Durch sein freundliches, ruhiges Wesen ist er im Kollegenkreise beliebt und erfreut sich in großem Maße ihrer Wertschätzung und der seiner Mitbürger. — Zum Ehrentage seines angesehenen Hauses ist es seinen Kollegen und mit ihnen auch uns eine Freude, ihm aufrichtige gute Wünsche aussprechen zu dürfen für recht langes weiteres geschäftliches und persönliches Wohl ergehen. Red. * Neue Bücher, Kataloge usw. für Buchhändler. 1910. 8". 8 8. m. ^.bbilckuvAeu. 1itorg.ri8o1i6Q uvck buebbä.uä1eri8ob6n IVeit. — Konica. — Nitteiluv^sn au8 V6ut8oklrrvä, I'rankrsieb, kuxlunck uoä anäsru I^ünäern. — Dbsr8ieüt neuer Lüeksr. — L1ouat8lrataIo8 neuer * Beilage zum Börsenblatt. — Der heutigen Nr. 90 des Börsenblatts ist das Verzeichnis der Mitglieder des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler als Beilage beigegeben. Personalnachrichten. * Jubiläum. — 7er Austräger Herr Heinrich Scholz be geht am heutigen 21. April den Jubeltag seiner fünfundzwanzig jährigen treuen Tätigkeit in der Firma H. Burdach in Dresden. Die Handelskammer Dresden ehrte seine treue Arbeit durch Ver leihung einer Anerkennungsurkunde. Sprechsaal. Offenes Mahnschreiben. Eine Verlagsbuchhandlung in München empfing in offener Sendung das nachfolgende gedruckte Mahnschreiben, in das der angeblich geschuldete Betrag (nur dieser, nicht auch der Betrag von: »Mark 1 für Mahnbriefe«!) handschriftlich eingesetzt ist: »Hierdurch zeigen wir Ihnen ergebenst an, daß wir sämtliche Außenstände der Firma Neuer Verlag Deutsche Zukunft, Rudolf Scharfe L Co. in Leipzig an Herrn Hofbuchdrucker Max Görlich in Wernigerode am Harz abgetreten haben. Herr Max Görlich ist daher allein zur Einziehung dieser Außenstände berechtigt. »Da die Firma Neuer Verlag Deutsche Zukunft, Rudolf Scharfe L Co., die Außenstände der früheren Firma Neuer Verlag Deutsche Zukunft, Walter Baß, und damit gleichzeitig die jenigen der in Konkurs geratenen Firma Verlag Deutsche Zu kunft G. m. b. H. übernommen hat, so werden auch Sie durch diese Abtretung betroffen. »Um allen Zweifeln vorzubeugen, setzen wir Sie hierdurch von der erfolgten Abtretung und von der Person des neuen Gläubigers in Kenntnis. »Leipzig, den 21. März 1910. »Neuer Verlag Deutsche Zukunft Rudolf Scharfe L Co. (gez.) Rudolf Scharfe. »k. k. Unter Bezugnahme auf umstehende Anzeige von der erfolgten Abtretung der Außenstände Neuer Verlag Deutsche Zukunft, Rudolf Scharfe L Co, in Leipzig fordere ich Sie hierdurch auf, den von Ihnen der genannten Firma oder deren Rechts vorgängerinnen geschuldeten Betrag von Mark 0.60 und Mark 1.— für Mahnbriefe ungesäumt an mich abzuführen. Ich habe die Rechtsanwälte Di-. Burckas und Or. Raydt in Leipzig beauftragt, klagbar gegen Sie vorzugehen, falls Zahlung nicht spätestens bis zum 15. April 1910 erfolgt. Hochachtungsvoll Max Görlich (gez.) Max Görlich.« »Wernigerode, den 1. April 1910.« Die Verlagshandlung hat darauf folgendes erwidert: »18. IV. 10. »Herrn Hofbuchdrucker Max Goerlich, Wernigerode. »Auf Ihre ungehörige, offen gesandte gedruckte Zahlungs- Aufforderung vom 1. er. verdienten Sie eigentlich, daß wir gegen Sie ohne weiteres Klage wegen Beleidigung stellten; etwas Takt loseres ist uns tatsächlich bisher nicht vorgekommen; ganz abge sehen davon, daß wir weder Ihnen noch sonst einer der von Ihnen genannten Firmen etwas schulden, ist es ja geradezu lächerlich, ^ 1.— Gebühren für Mahnbriefe schematisch anzusetzen. Sie täten gut, sich von kompetenter juristischer Seite einmal darüber aufklären zu lassen, welche Grundregeln man bei Abfassung von Mahnschreiben einzuhalten hat «
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder