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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 11.04.1910
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1910-04-11
- Erscheinungsdatum
- 11.04.1910
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
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- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19100411
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^ 81. 11 April 1910. Nichtamtlicher Teil. Börsenblatt f. d. Ttschn. vuchkandel. 4325 drücklichsten Schritte tun werden, um wenigstens eine still schweigende Erlaubnis dazu zu erlangen, von der ich mir nicht wohl denken kann, daß man sie Ihnen verweigern sollte. Sie werden dabei gewiß vorstellen, daß es besser ist, wenn das Werk wohl verbessert in Frankreich erscheint, als wenn es form los und voller Fehler aus fremden Ländern dorthin kommt; daß man übrigens kaum wird hindern können, daß es die Buchhändler in Lyon und Rouen drucken. Deren Ausgabe würde leider mit der ausländischen übereinstimmen, und so würden sich nur schlechte Exemplare (!) eines Werkes anhäufen, das doch immerhin wichtig genug ist, um größere Rücksicht zu verdienen. Ich wage mir zu schmeicheln, daß diese Erwägungen aus die Personen, von denen die Sache abhängt, einigen Ein druck machen werden und daß Sie nichts unterlassen werden, um zu einem so ehrenvollen Ziel zu gelangen. »Ich höre, daß man in einiger Zeit „Das gerettete Rom" ausführen wird; wie immer es damit komme, so werden Sie gegen Pfingsten eine besondere Ausgabe davon herausgeben müssen. Es wird eine recht eigenartige und interessante Vor rede dabei sein, die ich an Madame Denis geschickt habe. Sie könnten weiterhin das Stück auch einer neuen Ausgabe meiner Werke beifügen, die Sie, wie ich hoffe, veranstalten werden. Denn was diejenige anbetrifft, die aus Ihrer Presse hervor- gegangen ist, so glaube ich, daß man darauf verzichten und sie als nicht erschienen betrachten muß(l). »Man findet darin die vier ersten Kapitel vom „Zeitalter Ludwigs des Vierzehnten", was eine sehr fehlerhafte Verdop- pelung ist. Es fehlen darin weiter viele interessante Stücke, die ich Ihnen nicht habe darbieten können, weil ich nicht von Ihnen darum angegangen worden bin. Sie können eine sehr schöne Ausgabe Herstellen, wenn Sie sich zum Teil an die an- schließen, die man gerade in Dresden besorgt. Es sind viele neue Stücke darin. Ich habe alle Stücke, die darin ausge nommen sind, mit großer Sorgfalt verbessert. Es gibt einschließ lich selbst der „Henriade" keines, worin man nicht etwa hundert neue Verse findet. Sie können diese Ausgabe um so sicherer Herstellen, als keine neuen Werke von mir mehr erscheinen werden (!) und meine Krankheit mich außer stand setzt, die alten zu ändern. Allen Ihren Freunden meine Empfehlung; ich umarme Sie von ganzem Herzen. Ich bitte Sie dringend, ein Exemplar in losen Blättern Herrn Delaleu, meinem Notar, zu schicken; er wohnt rue Sainte-Croix de la Bretonnerie gegen- über der rue Bourgthibourg. Leben Sie wohl, ich bitte Sie, mir Ihre Freundschaft zu erhalten. Ich habe noch kein Paket von Ihnen erhalten.« Volt.« (Nach: »Ü6VU6 ck'kli8toiro litckörrnre cks lg. k'rg.vee«.) Bibliothek des österreichische,» Museums in Wien. — Diese Büchersammlung hat eine gründliche Umgestaltung erfahren, die zugleich eine sehr wesentliche Erweiterung und Bereicherung bedeutet. Der ehemalige Vortragssaal hat zwei Galerien er halten. Wendeltreppen verbinden sie untereinander und mit dem Saale. In stattlichen Bücherschränken sind die Werke angeordnet, die sich auf Kunstgeschichte und Kunsthandwerk beziehen. Im Saale selbst ist eine kleine Abteilung für die Bibliotheks-Beamten vorgesehen. Zwei Zeitschriftenständer mit je 48 Fächern nehmen die Fachblätter auf; die neuesten Nummern liegen vor. Große Lesetische haben aufklappbare Platten, so daß die bequeme Be nutzung von Werken auch größter Formate ermöglicht wird. Da durch werden aber auch die Folianten selbst möglichst geschont, und auf die reiche Plakatsammlung ist in praktischer Weise Bedacht genom men worden. Ein Lesesaal für moderne Kunstzeitschristen in diesem Umfange und so eingerichtet, existierte überhaupt bisher noch in keiner ähnlichen Anstalt, und dieser hier wird wohl sehr rasch vor bildlich werden. Er steht dem bildungsbedürftigen Lesepublikum zur unentgeltlichen Benutzung frei. — Der frühere Saal IX birgt Büchergalerien, 144 Regale mit 696 Schubladen, die wieder eminent praktisch funktionieren. Hier hat die Vorbildersammlung ihre Stelle erhalten. Die Pläne zu dieser Neueinrichtung hat der im Bibliothekswesen wohl bewährte und in Fachkreisen autoritativen Ruf genießende Bibliotheksvorstand des Öster reichischen Museums Herr Regierungsrat Josef Ritter entworfen und durchgeführt. Auch das architektonische Bild der mit er- Vörsenblatt für den Deutschen Buchhandel. 77. Jahrgang. heblichen Kosten durchgeführten Anlagen ist wohlgelungen. Da auch das untere Bibliotheksperfonal vorzüglich geschult, geübt und sehr dienstwillig ist, was bei einer öffentlichen Bibliothek von hoher Wichtigkeit ist, dürfte die allgemeine Benutzbarkeit der reichen Bestände nach Tunlichkeit gesichert sein. (Wiener Abendpost.) «Ugemeiner deutscher Neuphilologen-Verband. — In den Tagen vom 16. bis 19. Mai d. I. findet in Zürich die 14. Tagung des Allgemeinen deutschen Neuphilologen- Verbandes statt. An Vorträgen sind u. a. angemeldet: Pro fessor vr. H. Morf (Berlin): Von linguistischen Denken; — Geh. Reg.-Rat Di-. W. Münch (Berlin): Lebende Sprachen und lebendiger Sprachunterricht; — Direktor Dörr (Frank furt a. M.): Vereinfachung der grammatischen Termino logie; — Professor vr. E. Sieger (München): Zur Aus bildung der Neuphilologen; Professor vr. Bovet (Zürich); 17ns loi cks Revolution Iit.t6ra.ii 6; — Professor Or. Viötor (Mar burg): Einheitliche Aussprachebezeichnung; — Professor vr. Bouvier (Genf): b,a loeturs analzckiqus: — vr. Fleury (Küs- nacht-Zürich): Soll an den oberen Klassen der Mittelschule der Literaturunterricht systematisch oder im Anschluß an die Lektüre erteilt werden? — I)r. Bally (Genf): Oonnnent kaeiliter I'etucko st. applieable a l'ensei^nement cke81ao§u68mock6ro68; — Professor vr Gauchat (Zürich): Sprachforschung im Terrain; — vr. Weill (Paris) -l/applieation 6u pkooo^rapbe; — Prof. vr. Scheffler (Dresden): Über Technodidaktik (Hilfsmittel moderner Technik im Unterricht). — Interessenten, die, ohne Mitglieder des Verbandes zu sein, an der Tagung teilzunehmen wünschen, wollen sich mit dem Schriftführer Professor vr. Pfändler in Zürich, Neumünster- Str. 34, in Verbindung setzen. Bereinigung der Freunde des «oethe - Hauses. — In Weimar ist eine »Vereinigung der Freunde des Goethe- Hauses zu Weimar« gegründet worden, deren Mitglieder die Ehrenpflicht übernehmen, das einzig in seiner Art dastehende Goethe Nationalmuseum zu unterstützen. Zweck der Vereinigung ist das Beschaffen größerer Mittel für die Verwaltung, Erhaltung und Nutzbarmachung des Hauses. Die Höhe des Jahresbeitrags wird nicht festgesetzt; doch ist es erwünscht, daß in der Regel 20 ^ oder mehr, jedenfalls nicht weniger als je 10 ^ gespendet werden. Der Beitrag ist an die Zahlstelle der Vereinigung, die Mitteldeutsche Privatbank, Filiale Weimar, vorm. Julius Elkan oder an eine Filiale dieser Bank zu senden. Die Vereinigung hat als nächste Veröffentlichungen für die Mitglieder ins Auge gefaßt: einen neuen Führer durch das Goethe-Nationalmuseum in großer und kleiner Ausgabe, einen wissenschaftlich bearbeiteten Katalog von Goethes Privatbibliothek, eine Ausgabe von Goethes Handzeichnungen und verschiedenen Abteilungen seiner großartigen Sammlungen usw. Anfragen und Mitteilungen sind an die Direktion des Goethe- Nationalmuseums in Weimar zu richten. An der Spitze des Unternehmens stehen u. a. der Staatsminister vr. Rothe, sowie die Chefs der Departements der Ministerien, wie Direktor vr. W. v. Oettingen u. a. Mitglieder der Weimarischen Gesell schaft, sowie in Berlin u. a. Karl Frenzel, Ludwig Geiger, Franz v- Mendelssohn, Richard M. Meyer, Julius Rodenberg, Erich Schmidt, Prinz von Schönaich-Carolath. (Vossische Ztg.) * Pariser Bricsmarkenbörse. — Bei dieser Börse geht es nicht so aufgeregt und lärmend zu wie bei derjenigen, die in der Mitte der Stadt die Neugierde aller Fremden fesselt. Sie wird auch nicht in einem stolzen, säulengetragenen Gebäude, sondern im Freien, im Grünen, unter den Bäumen der ebamp^lll^öss an der Ecke der ^.vsnus Nari^nz» in nächster Nähe des »6uixnol« abgehalten, wo das fröhliche Lachen der Kleinen erschallt, wenn der Kaspar den Polizeikommissar prügelt. Immerhin hat sie eine größere Bedeutung, als mancher glaubt, und oft werden sogar recht stattliche Summen dort umgesetzt. Man sollte nicht denken, daß ein kleines, fast wertlos scheinendes Stückchen Papier manchmal ein ganzes Vermögen repräsentiert. So gibt es heute nur noch etwa 20 Marken von der Insel Mauritius aus dem Jahre 1847 zu 1 Penny und zu 557
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