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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 22.03.1907
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1907-03-22
- Erscheinungsdatum
- 22.03.1907
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- Deutsch
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Einnahmeausfall von rund 17 Millionen Mark. Seit dem 1. Dezember 1906 ist bereits die Gebühr für das Abtragen der Postanweisungen und der Briefe mit Wertangabe nach dem Landbestellbezirke von 10 ^ auf 5 H auf das Stück ermäßigst d. h. der Ortsbestellgebühr gleichgestellt. Aus dieser Herabsetzung des Bestellgeldsatzes ist nach dem Verkehrsumfange für 1905 ein Jahreseinnahme-Ausfall von rund 370 000 ^ zu erwarten. (Leipziger Ztg.) Verkauf von Büchern, Stiche«, Gemälden, Teppichen Usw. im Hotel Dronot zu Paris. — Wenn der Februar 1907 als einer der ergiebigsten Monate für Bücherversteigerungen an gesehen werden darf, so scheint es, als wolle der März diesen Titel für Stichauktionen beanspruchen. Obschon mehrere be deutende Versteigerungen von Stichen in der ersten und zweiten Märzwoche stattgefunden haben, finden wir doch schon wieder mehrere andre vorgemerkt. Daneben machten sich außergewöhnliche Auktionen, wie diejenigen von Viau und Kotschoubey bemerkbar, die das allgemeine Interesse auf sich lenkten und namentlich fremde Kaufliebhaber — worunter auch viele Deutsche — an zogen. Der Verkauf der Sammlung Kotschoubey, der unter Leitung von Lair-Dubreuil am 4.-6. März im Hotel Drouot zu Paris stattfand, ergab über 176 000 Frcs. Zwei Krüge und eine Figur aus Bayreuther Email, die aber nachträglich als Meißner Probe stücke erkannt wurden, erreichten 3400 Frcs. (Drey, München), — andre Steingut- und Emailkunstgegenstände deutscher Herkunft wurden mit 250—500 Frcs. bezahlt. — Noch bedeutender war die Auktion der Sammlung Viau, die am 4. März von Chevallier, Durand-Ruel und Bernheim jr. abgehalten wurde und 519 900 Frcs. erzielte. Das Berliner Museum erwarb für 28000 Frcs. das Ge mälde -4,8 Drains« von Daumier. Die moderne Malerei erzielte auch sonst gute Preise. So brachte »Da Doonslis« von Renoir, 26 000 Frcs., — »InAevus« von Renoir 25100 Frcs., — »Oov- Läsnoss« von demselben 13 500 Frcs., — »Dorkraik cks Llaäaws Darrisrs- von Carrisre 7300 Frcs., — -Naksrniks«, Studie von Delacroix, 7250 Frcs. — Auch Pastelle wurden gut bezahlt. Die wichtigsten Preise waren: »Da Dawills Llants«, Pastell von Degas, 22 500 Frcs., — »Dss Davssusss au koz-sr», Pastell von Degas, 16100 Frcs., — »Dortrait äs Naäams Ouillsmsk« von Manet, 12 000 Frcs. — Ein zweiter Verkauf der Sammlung Viau, der namentlich die Jmpressionistenschule betrifft, soll vom 22. März an abgehalten werden und zwei bis drei Tage dauern. Nach dieser Abschweifung auf die aktuellen Märzauktionen sei es uns gestattet, die wichtigsten Februarverkäufe zu besprechen. — Am 1. Februar brachten Delestre und Delteil im Hotel Drouot verschiedene Stiche unter den Hammer, deren Hauptpreise er wähnenswert sind. Am besten wurden Stiche von Millet bezahlt und zwar: »Da Triookeass-, 500 Frcs., — »Dss Olansusss» (Ähren leserinnen), prsmisr stat, avant I'aärssss äs Dslatrs, 720 Frcs., — -Dss Lsobsurs«, 3öws stat, avant I'aärssss äs DslLtrs, 250 Frcs., — »Ds Laasan rsntrant äu tuwisr«, Probeabzug, prsmisr stat, 150 Frcs., — »Dsmms viäant an ssau-, Probeabzug mit Ölfarben, 50 Frcs. — Bon andern Künstlern seien folgende Stiche erwähnt: »^stovis«, von Abraham Bosse, Fächersorm, 100 Frcs., — »Dss Laisons« und »D'Inürmsris äs 1'Mxital äs la Oüarits- von demselben, je 110 Frcs., - -Ds Dal-, von demselben. Probeabzug, avant la Isttrs, 205 Fcs., — »Ds äaräiu äs la kloblssss kranyaiss« von demselben, 18 Stiche, 347 Frcs., — »Ti^rs ooaolrs äans Is ässsrt» von Delacroix, sehr gutes Tierbild, 1. stat, vor der Unterschrift, 119 Frcs., — »Lat^rss st bacobantss» von Demarteau, nach Caresme, in 2 Tönen, 104 Frcs., — »^ la msmoirs äs 8obumann- von Fantin-Latour, 1. stat, 100 Frcs., — -Ds 6sois äs la wusigas- von demselben, Chinapapier, 102 Frcs., — Oontss äs Da Dontains», eine Serie von 20 Tafeln, nach Fragonard, Ausgabe von Didot, avant la lsttrs, 260 Frcs., — zwei Stiche von Gaillard, betitelt -Dom. Drospsr Ousrangsr«, sprsuvs ä'stat an tonä uni — und »Da 8osnr Rosalis», avant la Isttrs, auf Chinapapier, 260 bezw. 245 Frcs. — Ferner: -Da Lslis Daoüstts« von Bonnet, avant la ärapsris, farbiger Stich, 195 Frcs., — »Ds Drintsmxs» von Jastnsky nach Botticelli, avant la lsttrs, auf Pergament, mit Anmerkung, 150 Frcs., — »Ds Domts ä'Uaroourt, äit Is Daäst ä la psrls- von Maffon, 180 Frcs., — »listraits äu dataillon saore a V/atsrloo- von Raffet, Abzug auf weißem Papier, 250 Frcs., — »D. NiAnarä- von Schmidt, nach Rigaud, 125 Frcs. — Unter den modernen, teils noch lebenden Meistern seien genannt: «Ds Dsgsi« (Tauwetter) von Fritz Thaulow, farbiger Foliostich, mit Unterschrift, 155 Frcs., — -Narss basss- (Ebbe) von demselben, farbiger Stich, unterzeichnet, 192 Frcs., — -Rsnav« von Zorn, Bild des Philosophen a. d.J. 1892, 2. stat, 220 Frcs, — »Naäams X., äs trois guarts« von Helleu, farbiger Stich, 100 Frcs.; — andre Damenporträts von Helleu erzielten zwischen 60 und 100 Frcs. Am 16. Februar kamen verschiedene Teppiche, Steingutwarcn usw. unter den Hammer. Vier Brüsseler Teppiche aus dem 17. Jahrhundert, welche Episoden aus dem trojanischen Kriege dar- stelltcn (Achilleus und Hektar, Minervas Zorn, der verwundete Achilleus, Hochzeit der Deidamia) wurden für 40 000 Frcs. ver kauft. Überhaupt werden für Teppiche gegenwärtig recht hohe Preise bezahlt. An demselben Tage fand in einem andern Saale des Hotel Drouot eine Gemäldeauktion unter der Leitung von Lair- Dubreuil statt, die 24 490 Frcs. einbrachte. Eine Rötelstiflzeich- nung von Renoir, betitelt »Lai»nsusss«, erzielte 4000 Frcs. Zehn Tage vorher, am 6. Februar, kamen unter der Leitung von Delestre und Durel verschiedene moderne Bücher unter den Hammer, die 14 156 Frcs. brachten. Diese Auktion fiel, nebenbei bemerkt, mit der »silbernen Hochzeit« von Durel zusammen, der genau vor 25 Jahren mit Delestre seinen ersten Bücheroerkauf im Hotel Drouot zu Paris leitete. (Es war dies die Bibliothek Guy Pellion, die 145 000 Frcs. ergab!) Die Hauptpreise der heutigen Auktion waren folgende: Eine von Sahib illustrierte (3 staks) Ausgabe des »Dion amoarsux- von F.Soulis, Paris 1882, bei Conquct, Druck auf Japanpapier, Einband von Cuzin senior, seltenes Exem plar, brachte 605 Frcs., — ein auf holländisches Papier gedrucktes, mit 95 Originalzeichnungen von Cortazzo versehenes Exemplar der »Lstiss bawains« von I. Noriac, Paris 1860, in 18°.-Format, Kunsteinband von Carayon, librairis vouvslls, mit Autograph, 620 Frcs., — das auf Velinpapier (ä'^robss) gedruckte Werk -Dsroäias» von Flaubert, Paris 1892, bei A. Ferroud, mit Ra dierungen (3 skats) von Champollion, nach Rochegrossc, Oktav, Autograph, Kunsteinband von Meunier, 347 Frcs., — ein auf Whatmanpapier gedruckter Roman desselben Dichters, betitelt »Du oosur siwpls», Radierungen von Champollion, nach Emil Adan, Paris 1894, bei Ferroud, Oktav, Kunsteinband von Meunier, 301 Frcs., — ein andrer Roman desselben Autors und Verlegers, -Da Dsxsuäs äs 8aiut-äulisu l'Dospitalisr», Paris 1895, Druck auf Whatmanpapier, Radierungen von Gery-Bichard, nach Olivier Merson, Kunsteinband von Meunier, 350 Frcs. — Eine achte Ausgabe von Victor Hugos -liotrs-Dams äs Daris«, Paris 1832, bei E. Renduel, Originalausgabe, die die drei über die Kunstwerke an der Notre-Damekirche geschriebenen Kapitel (die bei früheren Ausgaben fehlen) enthielt, 3 Oktavbände, 230 Frcs., — ein mit farbigen Lithographien verziertes Militärwerk von Lalaisse, betitelt »T^pss militairss äu Troapisr krauyais», Paris, bei Morier, Kunst einband von Champs, 200 Frcs., — eine auf Velinpapier gedruckte Prachtausgabe des Werkes -8o5ass äs Dourkisaass- von Lucianus, Übersetzung von H. Piazza und Chabault, Paris 1901, bei Piazza L Cie., kleines Quartformat, farbige Illustrationen, sehr hübscher Kunsteinband von Mercier, 371 Frcs. Noch mehr, näm lich 505 Frcs, brachte ein ähnlicher Courtisanenroman von Pierre Lonys, betitelt »Dss Düavsovs äs Lilitis-, Paris 1906, bei A. Fer roud, Druck auf Japanpapier, mit Radierungen (3 staks) von Chessa und einer Original-Farbenstiftzeichnung vonj Raphael Collin. — Der Roman »Lriavs« desselben Dichters, Paris 1904, bei Meu nier, Illustrationen von Gervais, nach Rochegrosse, 2 Quartbände, Kunsteinband von Meunier, Velinpapier, 238 Frcs., — ein andrer Roman desselben Dichters, »Da Dsmms sk Is Dankin-, ebenfalls auf Velinpapier gedruckt, Paris 1903, bei Piazza L Cie., Kunsteinband von Ruban, 169 Frcs. — Ein auf Japanpapier gedruckter Roman »Ds Doison äss DIsrrsriss» von Camille Mauclaire, mit farbigen Radierungen von Dccisy, nach Rochegrosse, Paris 1903, bei A. Ferroud, großes Oktaoformat, Kunsteinband von Ruban, 240 Frcs., — eine ebenfalls auf Japanpapier gedruckte Ausgabe der -Donksssiovs- von I. I. Rousseau, Radierungen (3 ökaks), nach Entwürfen von M. Leloir, Paris 1889, bei A. Launette, 2 hübsche Quartbände, im Louis XV.-Stil eingebunden (Ruban),
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