Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 23.10.1906
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1906-10-23
- Erscheinungsdatum
- 23.10.1906
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19061023
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-190610237
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19061023
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1906
- Monat1906-10
- Tag1906-10-23
- Monat1906-10
- Jahr1906
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
^ 247, 23. Oktober 1906. Nichtamtlicher Teil. 10471 der Kommissionäre von 11 Uhr ab in Empfang genommen weiden. Die Auslieferer erledigen diese Zettel noch vor Tisch. Bon 3 Uhr, in den strengen Geschäftszeiten von 4 Uhr ab (»Nach Tisch«) liegen die Pakete an den Ausgabe schaltern zur Abholung bereit. Um 5 Uhr, in lebhafter Geschäftszeit um Uhr sind die Laufburschen von ihren Touren zurück und die empfohlenen Pakete in den Händen der Kommissionäre, um den bis dahin schon avisierten und zusammengesetzten Ballen noch beigeschlossen oder per Post versandt zu werden. Hierdurch erklärt es sich, daß den Sendungen, die schon im Laufe des Nachmittags, also vor 6 Uhr zur Bahn geschickt werden müssen, um günstige Zugverbindungen auszunutzen, empfohlene Bestellungen vom gleichen Tage nicht oder doch nur in Ausnahmefällen beigeschlossen werden können. Firmen, die mit dem frühzeitigen Ballenschluß zu rechnen haben, sind demnach genötigt, ihre empfohlenen Bestellungen schon am Tage vor Abgang ihrer Sendungen bei den Kom missionären einzuliefern, damit sie innerhalb der gegebenen Zeit eingeholt werden. Wie oft wird nicht gerade dieser Um stand zum Zankapfel zwischen dem Kommittenten und seinem Kommissionär! Gewiß läßt sich in Ausnahmefällen auch für den frühem Ballenschluß durch aparten Boten manches einholen; aber in allen solchen Fällen ist der Kommissionär von der besondern Kulanz der Auslieferer abhängig. Ist der Auslieferer gleichzeitig Speditionsgehilfe, wie das meist verkommt, so ist es nicht Ungefälligkeit, wenn er sofortige Mitgabe eines Buches verweigert, da der Gang von der Spedition zum Lager, die Fakturierung im Kontor, die Überwachung des Inkassos in der Barpaketeinnahme so zeitraubender Natur sind, daß hierdurch die Fertigstellung seiner eignen Speditionssendungen, für die er verantwortlich ist, unter Umständen in Frage gestellt wird. Ratsam ist es daher, daß der Kommittent, dessen Ballen vor Uhr ge schlossen sein müssen, ein für allemal Order gibt, die am Abgangstage einlaufenden empfohlenen Bestellungen den Bahnsendungen per Post nachzuschicken, was auf das Mindestmaß beschränkt werden kann, wenn er die Mehrzahl seiner Eilzettel am Tage zuvor einholen läßt Wenn oben gesagt war, daß besonders dringende Zettel für Verleger, die in Leipzig nicht ausliefern lassen, direkt nach den Verlagsorten zu adressieren sind, so ist es ander seits unzweckmäßig, eilige Bestellungen für Leipziger Verleger an diese direkt zu richten mit der Weisung, das Bestellte dem Kommissionär zur Weiterbeförderung zu übergeben Alle diese Zettel sind vom Besteller vielmehr an seinen eignen Kommissionär zu richten; dieser wird dann recht zeitigen Eingang veranlassen und die sofortige Weiter beförderung überwachen. Auch hiergegen wird öfters gefehlt. Zum Schluß sei noch einer Sache Erwähnung getan, die zwar mit dem »Empfohlenen« nicht in direktem Zusammen hang steht, die aber in das Kapitel der Empfangsver zögerungen gehört. Vielfach werden vom Sortimenter die vorgedruckten Bücherbestellkarten zu Bestellungen bei Firmen benutzt, die in Leipzig mcht vertreten sind, und die die buchhändlerischen Usancen nicht kennen, ohne daß die Druckzeile, die Zu sendung durch den Leipziger Kommissionär anordnet, durch strichen wird. Der Lieferant hält sich dann oft genug an die gegebene Vorschrift, expediert per Post nach Leipzig, statt direkt an die auftraggebende Firma, und da der Kommissionär meist keine Notiz darüber bekommt, wer Besteller ist, so ist die Folge, daß Nachnahmesendungen nicht eingelöst, ohne Nach nahme eingehende Bücher und Zeitschriften nicht weiter- besördert werden können, bis durch eine zeitraubende Rück frage der Name des ^Empfängers ermittelt ist,§ wogegen bei richtiger Ausfertigung der Bestellung das Porto für die direkte Sendung einer beschleunigten Zustellung gedient haben würde. Hermann Pfeiffer. Kleine Mitteilungen. 'Ausführungsbestimmungen zum amerikanischen Zolltarif.— Wie dem Leipziger Tageblatt aus Washington vom 20. d. M. gemeldet wird, hat Staatssekretär Root beschlossen, zwei Tarifsachverständige nach Deutschland zu senden, die die hiesigen Sachverständigen zu Rate ziehen sollen, um Material für eine etwaige Abänderung der Ausführungsbestimmungen zur amerikanischen Zollgesetzgebung zu beschaffen, soweit sie einen Gegenstand der Klage seitens der deutschen Exporteure bildet. Unterstützung wissenschaftlicher Arbeit. — Die philo sophisch-historische Klasse der kaiserlichen Akademie der Wissen schaften in Wien hat aus ihren Mitteln an Subventionen be willigt: Zur Fortführung der lis^sstn UabsbarKioa. 3000 Kronen, — an die WeiStümer- und Urbar-Kommission als Beitrag für 1906 5000 Kronen, — als außerordentlichen Beitrag der Klaffe zum Tbssaurus linxuns latiaas 1200 Kronen. — Ferner wurden aus dem auf die philosophisch-historische Klasse entfallenden Anteil an dem Erträgnis der Treitl - Erbschaft noch folgende Beträge für das Jahr 1906 bewilligt: an die linguistische Abteilung der Balkan- Kommission 1600 Kronen, — an die antiquarische Abteilung der Balkan-Kommission 4000 Kronen, — an die südarabische Kommis sion 4000 Kronen, — an die Sprachen-Kommission 2000 Kronen, — an die Kommission zur Herausgabe der Trienter Konzils-Korre spondenz 2570 Kronen, — an die Kommission zur Erforschung des römischen Limes in Österreich 6830 Kronen, — an die Kommis sion zur Herausgabe eines historischen Atlas der österreichischen Alpenländer 4500 Kronen, — an die Kommission für die mittel alterlichen Bibliotheks-Kataloge 2000 Kronen, — zusammen 27 500 Kronen. (Wiener Zeitung.) Die neuen dänischen Briefmarken. — Für die demnächst zur Ausgabe gelangenden neuen Freimarken mit dem Bildnis Friedrichs VIII. sind die Platten von der Reichsdruckerei in Berlin angefertigt worden. Zeitungsnachrichten zufolge gibt es in Däne mark keinen Graveur, der die erforderlichen Fachkenntnisse besitzt. Die anfänglich in Frankreich hergeftellten Druckplatten sollen un genügend ausgefallen sein. (Papierzeitung.) -Insel« Buchhändler-Verein in Tübingen. — Am 13. Oktober fand die vollzählig besuchte Generalversammlung statt. Aus dem Jahresbericht ist folgendes zu entnehmen: Das Amt des Vorsitzenden und zugleich Kassierers hatte Kollege Sautter sOsiandersche Buchhandlung), das des Schriftführers Kollege Pflug (I. C. B. Mohr) inne, die Bibliothek und den Journal- Lesezirkel besorgte Kollege Hermes. Die Mitgliederzahl beträgt heute 14. An besondern Veranstaltungen sind zu nennen: Am 5. Januar eine Weihnachtsfeier, am 5. August das 33. Stiftungsfest, das durch eine Wagenfahrt nach Mariazell und Stetten (am Fuße des Hohenzollern) gefeiert wurde, am 25. August eine Palm-Feier, bei der Kollege Zün del (Assistent an der Königlichen Universitäts- Bibliothek) einen äußerst interessanten Vortrag über -Palm und die damalige Zeit- hielt. Vorträge wurden im Winterhalbjahr fünf gehalten, und zwar: vom Kollegen Kilpper über -Gustav Schwab-, Kollegen Wille über -Buchdruckerkunst und Her stellungswesen», Kollegen Haymann über -Theodor Körner«, Kollegen Zün del über -Deutsche Humoristen- und vom Kollegen Hermes über -Die Rechte und Pflichten des Handlungsgehilfen«. Aus der Bibliothek, die zurzeit 934 Werke in 1440 Bänden um faßt, wurden von elf Mitgliedern 45 Werke in 50 Bänden ent liehen. Außerdem ist ein Journallesezirkel mit 33 Zeitschriften im Umlauf. Der Kassenbericht des Kollegen Sautter ergab einen kleinen Überschuß, der auf neue Rechnung vorgetragen wurde, über einen Antrag, betreffend zwangsweise Vorträge, wurde nicht abgestimmt, da sofort sechs Vorträge freiwillig angemeldet wurden. Der Punkt Neuwahl des Vorstandes ergab die Wiederwahl des ^Kollegen Sau-tter zum Vorsitzenden und Kassierer und des 1374'
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder